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Neues vom Clubfonds: Palo Alto Networks

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Nein, dieses Mal nicht schon wieder Nvidia, trotz der guten Zahlen… Eine Neuaufnahme in unseren NDAC-Clubfonds hat seine Zahlen vorgelegt. Wir erinnern uns, Palo Alto Networks Inc. ist ein amerikanisches multinationales IT-Sicherheitsunternehmen mit Hauptsitz in Santa Clara, Kalifornien. Seine Kernprodukte sind eine Plattform, die Firewalls und Cloud-basierte Angebote umfasst, die diese Firewalls um weitere Sicherheitsaspekte erweitern.

Am 21. Februar 2024 legte das Unternehmen seine Quartalszahlen vor. Der Umsatz stieg um 19 Prozent auf 1,98 Milliarden Dollar und lag damit ein halbes Prozent über den Erwartungen. Der Gewinn sprang um 39 Prozent auf 1,46 Dollar je Aktie und lag um 12 Prozent über den Analystenschätzungen. Die Rechnungsstellung wuchs jedoch unterproportional auf 2,35 Milliarden Dollar und lag leicht hinter den Erwartungen von 2,36 Milliarden Dollar. Vor drei Monaten war die schwache Rechnungsstellung schon einmal Grund zur Sorge bei den Anlegern. Damals gab Palo Alto an, dass Kunden von 3-Jahres auf 1-Jahresverträge umschwenken würden, um nicht so viel Geld auf einmal zahlen zu müssen. Rezessionsängste wurden dafür verantwortlich gemacht. Gleichzeitig bleibt die Kundentreue hoch, so dass die kürzeren Laufzeiten nicht aus Unzufriedenheit, sondern tatsächlich wegen einer angespannten Liquiditätsplanung der Kunden gewählt wurden. 

Diesmal führte CEO Nikesh Arora an, dass einige Großaufträge von staatlichen Behörden gegen Ende des abgelaufenen Quartals nicht mehr abgeschlossen werden konnten. Kunden würde die Entscheidung für eine Plattform-Lösung, wie sie von Palo Alto angeboten wird, schwer fallen.

Zum Verständnis: Palo Alto bietet IT-Sicherheitslösungen aus der Cloud an. Es gibt keine Software-Lösung, die im jeweiligen Unternehmen installiert wird, sondern es gibt eine Anbindung an die Cloud von Palo Alto, so dass die Kunden stets auf die aktuellsten Daten zugreifen. CEO Arora merkte an, das alle Unternehmen, die eine entsprechende Umstellung durchführten, zwischenzeitlich mit ähnlichen Problemen zu kämpfen hatten, wie sein Unternehmen. Er nennt ServiceNow, Workday und unseren Depotwert Salesforce als Beispiele. Somit fällt die Unternehmensprognose für die Rechnungsstellung im laufenden Quartal deutlich schlechter aus als von Markteilnehmern erwartet. 2,3 bis 2,35 Milliarden Dollar anstelle der durchschnittlich erwarteten 2,62 Milliarden Dollar. Auch die Umsatzprognose fällt mit 1,95 bis 1,98 Milliarden Dollar niedriger aus als die Erwartung von 2 Milliarden Dollar. Und die Gewinnprognose liegt mit 1,24 -1,26 Dollar/Aktie ebenfalls hinter der Erwartung von 1,29 Dollar/ Aktie.

Also ganz schlecht sind die Zahlen ja nicht. Ein Haar in der Suppe gibt es aber trotzdem bei PAN. Wenn, wie CEO Arora behauptet, einige behördliche Großaufträge Ende des Quartals nicht abgeschlossen wurden, dann müssten diese doch im laufenden Quartal abgeschlossen werden. Warum gibt das Unternehmen trotzdem eine so konservative Prognose aus? Ist man nun übervorsichtig oder ist die Zurückhaltung beim Vertragsabschluss doch Grund zur Sorge? Aber das ist nicht so sehr entscheidend.

Trotz alledem, die Aktie des US-Cybersicherheitsunternehmens ist am vergangenen Mittwoch zum Handelsstart in New York um bis zu 27 Prozent abgestürzt. Grund dafür ist, dass der Konzern seine Umsatz- und Ertragsprognose für das Gesamtjahr gesenkt hat. Der Gesamtumsatz soll in diesem Jahr zwischen 7,95 und 8 Milliarden Dollar liegen. Das ist weniger als die zuvor prognostizierten 8,2 Milliarden Dollar. Analysten hatten einen Umsatz von mehr als 8 Milliarden Dollar für 2024 veranschlagt.

Diese Nachricht beendet die Hoffnungen vieler Anleger, dass die Investitionen in Cybersicherheit immer weiter zunehmen. Der korrigierte Ausblick auf das neue Geschäftsjahr deutet im Gegenteil darauf hin, dass die Kunden von PAN ihre Investitionsbereitschaft im Cybersicherheitsbereich zurückschrauben. Vorstandschef Nikesh Arora sagte, die Kunden seien bezüglich Cybersicherheit zusehend „ausgabenmüde“. Das sei neu. Viele würden feststellen, dass das Hinzufügen zusätzlicher Produkte „nicht unbedingt zu einem besseren Sicherheitsergebnis für sie führt“. Dass seine Kunden ihre Gesamtausgaben für Cybersicherheit verringern, sieht er indes nicht. Sie würden stattdessen mehr für ihr Geld wollen. Gegenüber dem US-Sender CNBC erklärte er, es handle sich um eine „Neuformung der Nachfragekurve“. Das künftige Wachstum seines Unternehmens sieht er dabei nicht gefährdet.

Das unsere neue Clubfondsaktie abstürzte, ist schlimm. Aber Fakt ist, die Cybersicherheit wird auf der ganzen Welt weiter nachgefragt werden. Schließlich stehen die Hackergruppen stets Gewehr bei Fuß, um weiter riesige Datenmengen abzuziehen. Nun könnte man meinen: OK, dagegen gibt es ja Cyber-Versicherungen. Aber auch die werden immer teurer und das betreffende Unternehmen muss vor Abschluss nachweisen, alles für IT-Sicherheit getan zu haben. Und auch während der Vertragslaufzeit wird die Versicherung sich immer wieder ein hohes Level in diesem Bereich nachweisen lassen.

Wir brauchen uns demzufolge keine Sorgen über unseren Wert Palo Alto Network zu machen.