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Kutzers Zwischenruf: Finanzmarktprofis bleiben skeptisch

Kommentar von Hermann Kutzer, ehem. Börsenkorrespondent für das Handelsblatt und “N-TV”

Kurz vor dem Sommer erwarten Deutschlands Finanzmarktteilnehmer eine Abkühlung der hiesigen Wirtschaft. Das ZEW-Barometer sinkt im Mai zum dritten Mal in Folge. Das ist nicht verwunderlich, so die spontane Reaktion der DZ Bank-Experten. Wichtige Konjunkturindikatoren zeigten zuletzt in Deutschland in eine Richtung – nämlich nach unten. Dazu zählen die Umsätze im Einzelhandel und die Kennzahlen aus der Industrie. Sowohl die Auftragseingänge als auch die Industrieproduktion – mit dem stärksten Einbruch seit der Pandemie – gingen jüngst deutlich zurück. Zudem sinkt die Teuerung nur minimal. Weiterhin anziehende Zinsen und ein schwächer werdendes außenwirtschaftliches Niveau bremsen die hiesige Wirtschaft zusätzlich. Fazit der DZ: Eine kurzfristige Erholung ist vorerst nicht in Sicht.

Und das berichtet das Mannheimer Forschungsinstitut im Einzelnen: Die ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland gehen erneut stark zurück. Die Finanzmarktexpertinnen rechnen auf Sicht von sechs Monaten mit einer Verschlechterung der ohnehin nicht guten Konjunkturlage. Die deutsche Wirtschaft könnte dadurch in eine – wenn auch leichte – Rezession rutschen. Ein Grund für den Rückgang des Stimmungsindikators ist die Erwartung einer noch stärkeren Anhebung der Zinsen durch die EZB. Ein möglicher Zahlungsausfall der Vereinigten Staaten in den nächsten Wochen erhöht zudem die Unsicherheit bezüglich der internationalen Konjunkturentwicklung“, kommentiert ZEW-Präsident Prof. Achim Wambach die aktuellen Ergebnisse. Die Erwartungen der Finanzmarktexperten an die Konjunkturentwicklung in der Eurozone verschlechtern sich im Mai ebenfalls deutlich.