Der 9. März 2019 – Feiertag für Börsianer

Ja, auch im März gab es wieder einen Anlass für alle Anleger, sich mit einem Glas Sekt selbst zu feiern und sich auf die Schulter zu klopfen. Denn am 9. März 2009 fiel der Startschuss für einen Bullenmarkt, der bis heute anhält.

Der S & P 500 als Auslöser

Nach der Schuldenkrise begann eine kaum zu glaubende Zeit des Erfolgs für Aktionäre mit dem S & P 500, der die anderen bedeutenden internationalen Märkte über den langen Zeitraum von zehn Jahren mit sich zog. Wenn wir uns den historischen Verlauf des Charts im Internet anschauen, dann hat der S & P 500 pro Jahr hochgerechnet im Durchschnitt über 15 Prozent Rendite abgeworfen – ein wirklich beeindruckendes Ergebnis!

Was ist der S & P 500?

Der S & P 500 (Standard & Poor’s 500) ist ein Aktienindex, der die Aktien von 500 der größten börsennotierten US-amerikanischen Unternehmen umfasst. Der S & P 500 ist nach der Marktkapitalisierung gewichtet und gehört zu den meistbeachteten Aktienindizes der Welt.

Als Indexbasis dienen 500 ausgewählte Kursnotierungen von Aktiengesellschaften, die an der Weltleitbörse in New York (NYSE), der NYSE AMEX (früher American Stock Exchange) und der NASDAQ gehandelt werden. Der S & P 500 spiegelt deren Wertentwicklung wider und gilt daher als Indikator für die Entwicklung des gesamten US-amerikanischen Aktienmarktes.

Der Index repräsentiert 75 Prozent der US-amerikanischen Börsenkapitalisierung.

Zum Vergleich: Der weitaus bekanntere Dow Jones Industrial Average umfasst im Gegensatz zum S & P 500-Index nur 30 US-amerikanische Unternehmen an der NYSE. Die im Dow Jones,wie der Kursindex auch kurz genannt wird, enthaltenen Werte sind die heute 30 größten US-Unternehmen.

Das Besondere am gegenwärtigen Bullenmarkt

Viele unserer Leser werden sich jetzt vielleicht fragen, was daran denn eigentlich so besonders ist. Die Antwort: Es gab noch nie einen Bullenmarkt, der so lange angehalten hat! Die heutige junge Anlegergeneration kennt nur die Euphorie an den Märkten, wenn die Bullen den Markt nach oben treiben – und nicht nur den US-amerikanischen Markt, sondern auch andere Märkte wie zum Beispiel die deutsche Börse in Frankfurt, die im Sog der US-Börsen auf neue Rekordstände stieg. So markierte der DAX im vergangenen Jahr ein neues Allzeithoch mit 13 559,60 Punkten. Im Jahr 2009 lag sein Jahrestief noch bei 3666,41 Punkten.

Die Entwicklung lief bei den Indizes aber natürlich nicht in einer geraden Linie nach oben. Es mussten auch kurzfristige Rückschläge verkraftet werden, doch entscheidend war der Trend, der immer wieder nach Norden zeigte. So konnten die Rückschläge stets schnell wieder aufgefangen werden, und viele Anleger sorgten mit Nachkäufen für den weiteren Weg nach oben. Außerdem strömte das Billiggeld der Zentralbanken nicht unbedingt in Form von Krediten in die Wirtschaft, sondern an die Märkte (Aktienrückkäufe, Übernahmen etc.).

Darüber hinaus wurden auch Kleinanleger teilweise mutig und legten ihre Ersparnisse in Ermangelung attraktiver Anlagealternativen (Null-Zins-Politik) an den Aktienmärkten an. Dazu kam noch die Immobilienhause, die die Preise nach oben trieb. Nur was macht man mit dem Geld aus den Immobilienverkäufen? – Klar, auch das Geld wird an die Börsen gebracht. Und nicht zu vergessen ist auch das Kapital derjenigen, die sich mit Bitcoins eine blutige Nase geholt haben, und das nun nach dem Platzen der Blase an die Märkte zurückkehrt.

So wurden die Märkte getrieben. Wir wollen aber auch nicht verschweigen, dass es zudem die zum Teil exzellenten Ergebnisse waren, die die Unternehmen in den letzten Jahren präsentierten, denn das ist durchaus keine Selbstverständlichkeit.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Indexstände haben überall eine gefährliche Höhe erreicht. Auch wenn die Party noch nicht zu Ende scheint, ist daher eine gewisse Vorsicht und Misstrauen angebracht.

Speziell die Politik hat hier die Auslöser gesetzt, wenn es jetzt wieder nach unten geht. Handelskriege, gegenseitige Sanktionen, fehlende Haushaltskonsolidierungen und damit einhergehendes Wachstum der Schuldenberge etc. sind nur einige Probleme, die einer dringenden Lösung bedürfen.

Die Wachstumserwartungen wurden deshalb schon von verschiedenen Seiten drastisch herabgesetzt. Wir können nur hoffen, dass uns die realen Zahlen am Ende positiv überraschen.

Fazit

Wir haben in den letzten zehn Jahren den längsten Bullenmarkt erlebt, den es bisher je gab. Doch Wachstum ist nicht unendlich, das wissen wir. Die vielen Gewinnwarnungen der letzten Monate sollten Anleger daher vorsichtig werden lassen. Sicherheitsdenken ist jetzt oberstes Gebot. Aber auf keinen Fall sollten Anleger nun dem Markt den Rücken kehren, denn es gibt keine bessere Alternative für das Kapital.

Wer dem Börsengeschehen trotzdem nicht so richtig traut, um sein Depot wetterfest zu machen, der sollte sich an eine starke Gemeinschaft wenden und einem international breit streuenden Aktienfonds den Vorzug vor der Einzelanlage geben.

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