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Die Bedeutung der Seidenstraße

Zugegeben, es klingt schon etwas geheimnisvoll, das chinesische Projekt 2025, und ebenso der damit verbundene Infrastrukturplan Seidenstraße 2.0 mutet etwas mysteriös an. Dabei geht es um nichts Gewaltigeres als den Aufstieg Chinas zur ökonomischen und daraus resultierend auch politischen Supermacht bis 2025.

Was war die Seidenstraße?

Als Seidenstraße wird ein altes Netz von Karawanenstraßen bezeichnet, dessen Hauptroute den Mittelmeerraum auf dem Landweg über Zentralasien mit Ostasien verband.

Auf der antiken Seidenstraße wurden in westliche Richtung hauptsächlich Seide, gen Osten vor allem Wolle, Gold und Silber gehandelt. Die 6400 Kilometer lange Route begann im chinesischen Xi’an und folgte dem Verlauf der Chinesischen Mauer in Richtung Nordwesten, passierte die Taklamakan-Wüste, überwand das Pamir-Gebirge und führte über Afghanistan schließlich in die Levante (Mittelmeerländer östlich von Italien). Von hier aus wurden die Handelsgüter dann über das Mittelmeer verschifft. Seine größte Bedeutung erreichte das Handels- und Wegenetz zwischen 115 v. Chr. und dem 13. Jh. n. Chr.

Im 13. und 14. Jh. wurde die Strecke von den Mongolen wiederbelebt. Wir kennen sie aus den abenteuerlichen Berichten des Venezianers Marco Polo, der in dieser Zeit auf dieser Route nach China reiste. Auf der Seidenstraße wurden jedoch nicht nur Seide, sondern auch Waren wie Gewürze, Glas und Porzellan sowie Gold und Edelsteine, aber auch Pelze, Keramik, Jade, Bronze, Lacke und Eisen transportiert.

Das Projekt Neue Seidenstraße

Ziel des Riesenreiches ist ein möglichst freier, sicherer und schneller Handelsweg nach Europa. Zudem möchte China nicht länger Werkbank der Welt sein, das günstige und teilweise auch minderwertige Produkte produziert, sondern strebt mit dem Projekt 2025 an die Spitze der Wertschöpfungskette. Dem von Ministerpräsident Li Keqiang 2015 auf den Weg gebrachten ehrgeizigen Plan zufolge sollen zukünftig hochwertige Güter hergestellt werden, die mit der Konkurrenz im Ausland mithalten können bzw. diese sogar übertrumpfen. Der Ausbau der Seidenstraße ist dabei nur ein Mittel zum Zweck, um die Güter schnell zum Kunden zu transportieren.

Die Musik wird in Zukunft also nicht nur in China spielen, sondern auch in den Ländern, die bisher nicht so sehr im Fokus der Anleger standen. Dass China bereits den afrikanischen Kontinent so gut wie unter seine Kontrolle gebracht hat, ist nichts Neues. Die Infrastruktur wird im Auftrag der afrikanischen Regierungen von chinesischen Konzernen projektiert und gebaut. Das kostet Geld, und das benötigte Kapital kommt als Kredit – wen wunderts – auch wiederum von chinesischen Banken. Im Gegenzug hat sich China die natürlichen Ressourcen Afrikas (landwirtschaftliche Nutzfläche, Hölzer, Bodenschätze etc.) gesichert. Und die Länder Afrikas sowie Asiens haben dafür ein Wirtschaftswachstum neben der verbesserten Infrastruktur und Arbeitsplätzen zu verzeichnen. So wuchs die Wirtschaft Äthiopiens im vergangenen Jahr um 10 Prozent, für dieses Jahr sind immerhin noch 8 Prozent prognostiziert. Ähnlich ist die Entwicklung in der Elfenbeinküste mit durchschnittlich 7 Prozent. Auch das indische Wachstum wird mit 7 Prozent und steigender Tendenz teilweise auf die chinesischen Investitionen zurückgeführt. Ebenso weisen Ruanda, Bhutan, Senegal etc. in den Jahren 2017 bis 2020 ein durchschnittliches Wachstum von 6 bis 8 Prozent auf. Das ist mehr als doppelt so viel, wie die USA und Deutschland.

Da fragen wir uns wirklich, wozu wir eigentlich ein Entwicklungshilfeministerium haben. Der afrikanische Kontinent wurde über Jahre hinweg von der Politik vergessen. Das wird sich sehr bald auf unsere Wirtschaft auswirken, wenn es um seltene Erden und andere Metalle geht, ohne die unsere Industrie nicht produzieren kann. Und auch Asien besteht nicht nur aus China, Indien und Japan …

Was ist für unsere Anleger wichtig?

Wird China sein Projekt 2025 realisieren, und daran sollte niemand zweifeln, werden entlang der maritimen Handelsroute völlig neue Wirtschaftszentren entstehen. Aber auch auf dem Landweg der Seidenstraße werden in der Türkei, in Kasachstan und im Iran die Zeichen für ein exorbitantes Wirtschaftswachstum gesetzt werden. Und noch ein Land wird zu den Gewinnern gehören, das bisher die wenigsten Anleger auf dem Schirm haben. Von der Türkei aus müssen die Waren ja nach Europa gelangen, und da geht der nächste Weg über Griechenland als Endpunkt der maritimen Seidenstraße, genauer gesagt der Hafen von Athen, Piräus. Hier hat China bei der Privatisierung ebenso zugegriffen und investiert. Vielleicht helfen uns aber auch die milliardenschweren Hilfsprogramme der EU, etwas vom Kuchen abzubekommen.

Emerging Markets werden in Zukunft eine wichtigere Rolle für uns Anleger spielen. Die Auswahl für Aktienfonds dazu ist groß.

Aber auch in unserem Fonds haben wir z. B. mit Hapag Lloyd einen Wert, der trotz der aktuellen Probleme in der Zukunft direkt von der maritimen Seidenstraße profitieren wird.

Sicher wird unser Research die Lage gründlich analysieren und weitere Werte aufnehmen, die entlang der Routen der Seidenstraße eine ordentliche Rendite erzielen werden.