Aktienfonds 2008 Rückblick

Rückblickend betrachtet stand das Anleger- und Kalenderjahr 2008 unter keinem guten Stern. Langjährige, in dem Sinne erfahrene Anleger haben die Negativentwicklung an den weltweiten Börsen erahnt oder auch schrittweise kommen sehen. Doch enttäuschend bis hin zu bitter war die Situation für den NDACinvest Aktienfonds 2008.

Die Finanzkrise 2008

Nach einer intensiven Vorbereitungszeit fiel der Startschuss für den neuen Aktienfonds des Niedersächsischen Aktienclubs in den buchstäblich heißen Wochen des Hochsommers. Das waren just die Wochen, in denen die ersten Börsenturbulenzen so richtig durchschlugen. In dieser prekären Situation half auch keine Anlagestrategie. Die Anlageexperten beim NDAC um Gründungsmitglied und Geschäftsführer Torsten Arends standen dem Wertverlust des Aktienfonds hilf- und machtlos gegenüber. Im Ergebnis betrug die erste Performance zum Jahreswechsel 2008/2009 -28,25 Prozent. Das war ein Wertverlust, der erst einmal verdaut sein will.

In einem knappen halben Jahr kann kein Vermögensverwalter so viel falsch machen, als dass sich aus seinen Fehlern ein derartiger Performanceverlust ergibt. Vor diesem Hintergrund war es dann doch recht einfach, unseren Anlegern zu verdeutlichen, dass es mit diesem schwachen Start bei einem einmaligen Negativerlebnis bleiben wird. Im Übrigen hat der NDACinvest-Aktienfonds im Vergleich zu anderen Indizes und Börsenkursen, wie man sagt, noch recht ordentlich abgeschnitten. Der deutsche Leitindex DAX verzeichnete zum Jahresende 2008 ein Minus von 40 Prozent gegenüber „unseren 28 Prozent“. Dass diese DAX-Performance die erste negative seit Anfang der 2000er-Jahre, genau gesagt seit dem Jahr 2002 gewesen ist, bestärkt Torsten Arends und sein Team in der Auffassung, Ruhe und Nerven zu bewahren. Das ist kein Beschwichtigen unserer Anleger, sondern seine jahrelange Erfahrung seit Gründung des NDAC im Jahr 1993.

Für den Aktienfonds 2008 gab es im Laufe des Jahres mehrere Ereignisse aus ganz unterschiedlichen Richtungen, die zu dem insgesamt bedrückenden Ergebnis führten.

Hier die prägnanten Stichwörter in alphabetischer Reihenfolge

  • Finanzkrise
  • Hypothekenkrise
  • Immobilienblase
  • Staatliche Bankenrettung
  • Subprime-Kredite
  • Rezession

Diese einschneidenden Ereignisse waren im wahrsten Sinne des Wortes weltweit verteilt.

Obwohl schon in den vergangenen Jahren erkennbar, so hat doch kaum jemand damit gerechnet, dass Weltmarktführer USA, dass England oder auch Spanien zu den finanziellen Krisenherden gehören würden. Hypotheken- und Immobilienblase hatten im Endeffekt dieselbe Auswirkung. Das Eigenheim im Grünen war nicht mehr bezahlbar, es wurde versteigert, die Bewohner verloren ihr Zuhause, waren hoffnungslos überschuldet und vielfach privat insolvent

Das von der Bundesregierung eher überhastet aufgelegte Bankenrettungspaket im vierten Quartal 2008 half zwar den Banken in ihrer finanziellen Schieflage; die Börsen ließen sich dadurch allerdings nicht beruhigen

Den fallenden Aktienkursen folgte zeitversetzt die wirtschaftliche Rezession. Zahlreiche Anleger brauchten dringend Liquidität. Einzige Möglichkeit war der Verkauf ihr Wertpapiere, und zwar unabhängig von deren aktuellem Wert. Der war, am Beispiel DAX dargestellt, um 40 Prozent und mehr niedriger als zuvor. 40 Prozent von 1.000 Euro sind 400 Euro, von 100.000 Euro sind es immerhin schon 40.000 Euro

Mit ihren Subprime-Krediten haben sich die Banken selbst geblendet. Sie haben bei der Kreditvergabe die Bonitätsprüfung überaus wohlwollend, man könnte auch sagen recht lax gehandhabt. Anderenfalls hätten sie, gemessen an ihrer Eigenkapitalquote, diese Kredite gar nicht vergeben dürfen. Auf dem US-amerikanischen Subprime-Markt wurden den privaten Haushalten ihre Hausfinanzierung, ihr Konsumentenkredit sowie oftmals mehrere Kreditkarten mit Kartenkredit von den Banken regelrecht aufgedrängt. Das geschah nicht den Kunden zuliebe, sondern aus reinem Gewinnstreben der Banker

Rezession ist der allgemeine Konjunkturabschwung einer ganzen Volkswirtschaft. Das reale Bruttoinlandsprodukt BIP sinkt. Typische Kriterien der Rezession sind eine generell pessimistische Prognose zur Wirtschaftssituation, beginnende Kurzarbeit, fehlende Investitionen und vor allem fallende Börsenkurse

All das hat nichts unmittelbar mit dem NDACinvest-Aktienfonds zu tun, hatte jedoch einschneidende Auswirkungen auf seine Erstjahresperformance. Wie Torsten Arends sagt, hat die Börse einen langen Atem. Den sollte auch der Anleger haben. Die NDAC-Strategie ist auf mittel- und langfristige Anlagen mit einem Anlagezeitraum ab fünf Jahren und mehr ausgerichtet.Jetzt wird es geradezu spannend, wie sich die Performance bis in die Anfänge der 2010er-Jahre hinein entwickeln wird. Warten wir’s ab!

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