Amazon liefert sechstes Quartal in Folge Gewinne ab

Amazon gab seine Unternehmenszahlen für das dritte Quartal 2016 sowie einen Ausblick auf das kommende vierte Quartal ab. Der größte Onlinehändler der Welt steigerte seinen Umsatz um über 30 Prozent auf 32,7 Milliarden Dollar gegenüber 25,36 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal. Der Gewinn je Aktie stieg von 0,17 Dollar im gleichen Quartal des Vorjahres auf 0,52 Dollar an. Das sechste Quartal in Folge liefert der Internetriese schwarze Zahlen für seine Aktionäre ab. Jedoch hatten Analysten im Vorfeld mit einem Gewinn von 0,78 Dollar gerechnet. Der Umsatzerlös lag dagegen innerhalb der Erwartungen. Daher brach die Aktie nachbörslich um über fünf Prozent ein. Am 6. Oktober erreichte die Aktie noch einen Rekordstand bei 844 Dollar. Zugleich wurden höhere Kosten kommuniziert. Das Unternehmen investiert stark in den Ausbau seiner Dienste, in Prime sowie die Erweiterung der Lager und Auslieferungsstellen. Außerdem sind Lieferkosten ein hoher Kostenfaktor bei Amazon. Amazons Zukunft liegt unter anderem in der Cloud-Sparte AWS. Dort konnten die Erwartungen übertroffen werden, denn die Sparte boomt mit einem Umsatzplus von 55 Prozent. Die Datenwolke ist zu einem Geldregen für den E-Commerce-Giganten geworden. So soll es auch weitergehen, 2017 wird ein Wachstum von 60 Prozent angestrebt. Amazon ist zum Marktführer bei Computerdiensten im Internet geworden. Den Titel als Marktführer im Onlinehandel hat sich das Unternehmen schon zuvor gesichert.

Der Wachstumskurs geht weiter

Stillstand gibt es bei Amazon nicht. Das Unternehmen verfolgt eine klare Wachstumsstrategie sucht ständig neue Geschäftsfelder. Demnächst soll in die Sparte Liveübertragungen von Sportevents eingestiegen werden. Verhandlungen mit den großen amerikanischen Sportligen laufen bereits. Analysten sprechen von einer Wachstumsrate von knapp 20 Prozent in den kommenden fünf Jahren im Jahresdurchschnitt. Das ist ein überragender Wert für einen Onlineriesen. Vor allem bindet das Unternehmen im Rahmen seines Prime-Angebots die treuen Kunden stark an sich. Diese erhalten immer mehr exklusive Dienste und Angebote. Im nächsten Schritt soll Amazon Games eigene Videospiele auf den Markt bringen. Daneben wird Amazon Music weiter entwickelt und Amazon Video in weiteren Ländern auf den Markt gebracht. Zugleich steigt der Preis für das Abo weiter an. Amazon verdient nicht nur an den Abo Gebühren. Prime Kunden liefern deutlich höhere Umsätze, da sie überproportional viel über Amazon kaufen. Deswegen wird Amazon Prime in immer mehr Ländern eingeführt. China ist das letzte Großprojekt gewesen, dort steht allen Kunden Prime seit Ende 2016 zur Verfügung. Das Potenzial in dem Milliardenvolk wird enorm hoch eingeschätzt. Nicht zuletzt setzt man bei Amazon auch auf Technik-Gadgets für das Smarthome. Alexa heißt das Gerät, welches anhand der Sprachsteuerung über Apps eine Vielzahl von Diensten auslösen kann. In deutschen Haushalten ist Alexa seit Ende 2016 verfügbar Zunächst gibt es das den intelligenten Lautsprecher nur auf Einladung, später startet der freie Verkauf im Breitenmarkt. Traditionell ist das Weihnachtsgeschäft für den Onlinehändler sehr wichtig. Die Zahlen des vierten Quartals werden noch genauer unter die Lupe genommen. In den letzten Jahres konnte Amazon aufgrund der guten Zahlen im letzten Quartal häufig gegenüber dem S&P Indes outperformen. Ein Umsatz zwischen 42 und 45,5 Milliarden US-Dollar wird in dem Zeitraum angepeilt. Im Idealfall ist damit ein Gewinn von über einer Milliarde Dollar verbunden. Allein in den USA werden 120.000 Teilzeitkräfte eingestellt, um Millionen von Bestellungen im turbulenten Weihnachtsgeschäft schnell an die Kunden liefern zu können.

Kursprognose für Amazon Aktien

Amazon hat sich zum größten Onlinehändler entwickelt und profitiert stark vom wachsenden E-Commerce-Markt. Es handelt sich um eine schöne Trendaktie, die aufgrund der Wachstumspläne des Konzerns in Zukunft den Aktionären Freude bereiten dürfte. Im Bereich der Computerdienste ist es Amazon gelungen im Cloud-Business Marktanteile zu gewinnen. Die Amazon Web Services sind eine Umsatzmaschine geworden und versprechen weiteres Potenzial. Längst ist das Geschäft mit der Cloud eine tragende Säule im Unternehmen geworden. Prominente Kunden wie Spotify, Shell, Expedia oder Netflix nutzen Amazons Rechenzentren. Weitere große Unternehmenskunden sollen in den kommenden Jahren akquiriert werden. Die magische Marke von 1.000 US-Dollar hat der Onlineriese bereits ins Visier genommen. Es scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis diese Marke durchbrochen wird. Bereits 2017 könnte der Kurs erreicht werden, wenn die Politik unter dem neuen Präsidenten Donald Trump sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mitspielen. Der weltweite Siegeszug von Amazon scheint keine Grenzen zu kennen. Allerdings ist die Erwartungshaltung an das Unternehmen an der Börse extrem hoch. Selbst kleinere Enttäuschungen werden sofort mit Kurseinbrüchen abgestraft – wie bei den Q3 Zahlen in 2016. Diese Chance nutzen auf der anderen Seite viele Anleger zum Einstieg auf einem moderateren Niveau.

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