Amazon Fresh expandiert in Deutschland

Der weltweit größte Online-Händler Amazon erweitert sein Amazon Fresh Angebot in Deutschland. So soll der Online-Supermarkt-Lieferservice nach Berlin und Potsdam nun auch in Teilen der Hansestadt Hamburg an den Start gehen. Zusätzlich wird das Sortiment erweitert. Der US-Konzern will mit dem Angebot Druck auf den etablierten Lebensmittelmarkt aufbauen und sich weitere Marktanteile sichern. Amazon ist ein neuer großer Mitspieler auf Deutschlands Lebensmittelmarkt. Rund zweieinhalb Monate nach dem Start in Deutschland expandiert Amazon Fresh nach Hamburg. Dort wird der Service zunächst vor allem in den zentralen Bezirken angeboten und sukzessive auf das weitere Stadtgebiet ausgebaut. Die Lieferungen kommen aus dem Berliner Depot in die Hansestadt. Die Kühlreserven in den Liefertaschen sind für die Strecke ausreichend. Wer bis 22.00 Uhr bestellt, kann am Folgetag ab 5.00 Uhr seine Lieferung in Empfang nehmen. Des Weiteren kann eine bestimmte Auswahl an Artikeln noch demselben Tag geliefert werden, wenn bis 10.30 Uhr bestellt wurde.

Als nächste Regionen für Amazon Fresh sollen München und das Ruhrgebiet kommen.

Angeboten wird der Service allen Prime-Kunden von Amazon. Für das Abo wird eine monatliche Grundgebühr von zusätzlich 9,99 Euro fällig. 30 Tage lang kann das Angebot kostenlos getestet werden. In anderen Ländern gibt es Amazon Fresh bereits seit 2009. Derzeit ist der Dienst in etwa 20 Städten vertreten. Für Deutschland wurde der Markteintritt lange und gut geplant. Seit einigen Jahren schon liefert der Onlinehändler Lebensmittel aus. Allerdings fehlten in dem Sortiment von Amazon Pantry frische Waren wie Eier, Obst und Fleisch. Zudem können Kunden in Großstädten über Amazon Now in ein bis zwei Stunden Waren als Expresslieferung erhalten. Die gesammelten Erfahrungen bei beiden Services waren sehr nützlich, um Amazon Fresh erfolgreich zu starten. Daneben setzt Amazon auf seinen gewohnt guten Kundenservice. Bei Unzufriedenheit mit einer Ware gibt es Geld zurück. Ist ein Artikel aus dem Sortiment nicht verfügbar, gibt es Ersatz und das ohne den bestellten oder den Ersatzartikel zu berechnen.

Das Sortiment wird erweitert

Beim Deutschland-Start konnten die Kunden aus 85.000 Artikeln wählen. Mittlerweile gibt es über 300.000 Artikel im Angebot, so dass die vielfältigen Kundenwünsche bedient werden können. Vor allem aus dem Non-Food-Bereich gibt es zahlreiche neue Artikel. Das ist weit mehr, als die größten Supermärkte vor Ort anbieten können. Im Angebot sind vielfältige Artikel von diversen lokalen Händlern, welche über Amazon ihren Bekanntheitsgrad erweitern und neue Kundengruppen erreichen wollen.

Amazon wirbelt den Markt für Lebensmittel auf

Mit dem Start von Amazon Fresh in Deutschland will Amazon den Markt für Lebensmittel aufmischen. Andere Bereiche hat Amazon schon für sich erobert und will weiter wachsen. Eine riesige Kundenbasis bringt der Onlineriese dazu mit. Der Wettbewerb unter den Lebensmittelhändlern wird sich weiter verschärfen. In den nächsten Jahren soll der Anteil an Lebensmitteln, die online geordert werden, deutlich steigen. Studien zufolge wird es zu einer Umsatzverschiebung aus dem stationären Handel ins Internet kommen. Allerdings haben viele etablierte Ketten wie Rewe oder Kaufland bereits eigene Lieferdienste ins Leben gerufen. Vor allem in Ballungsgebieten sind diese unterwegs. Der deutsche Markt für Lebensmittel ist sehr groß. Im Jahr werden rund 170 Milliarden Euro umgesetzt. Davon geht aktuell nur ein Bruchteil im unteren einstelligen Prozentbereich an Online-Lieferdienste. Allgemein gilt die Lieferung von Lebensmitteln als schwierig, da bei vielen Waren die Kühlkette nicht unterbrochen werden darf. Als Kooperationspartner nutzt Amazon derzeit DHL für die Lieferungen. DHL hat mit anderen Anbietern schon Erfahrungen gesammelt, darauf kann Amazon aufbauen. Aber parallel wird über den Ausbau eigener Vertriebswege nachgedacht.

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