Joint Venture zwischen Telekom und EWE

Die Bundesregierung lamentiert und diskutiert, die Privatwirtschaft handelt! So lässt sich die geplante Kooperation zwischen der Deutschen Telekom AG und der EWE AG auf einen Nenner bringen. EWE steht für die Bezeichnung Ems-Weser-Elbe als das ursprüngliche Gebiet des Energieversorgers EWE AG mit Stammsitz in der niedersächsischen Großstadt Oldenburg. EWE wurde Anfang der 1940er-Jahre gegründet, zum damaligen Höhepunkt des zweiten Weltkrieges.

Joint Venture zum Vorteil von Kunden und Netzbetreibern

Die EWE Netz GmbH ist eine von mehreren EWE-Tochtergesellschaften; sie ist ein Netzbetreiber für unter anderem die Telekommunikation, und hier speziell für das sogenannte schnelle Internet.

Das zeigt im Nordwesten der Republik, und dort besonders im ländlichen Bereich, noch viele weiße Flecken. Während die „GROKO“ in ihrem Koalitionsvertrag einen bundesweiten Rechtsanspruch auf schnelles Internet in das Jahr 2022 vordatiert, also in die übernächste Legislaturperiode, machen Telekom und EWE gemeinsam Nägel mit Köpfen.

  • In allernächster Zukunft wollen beide Unternehmen das Glasfasernetz im nordwestlichen Gebiet ausbauen
  • Profitieren sollen dabei Regionen der Länder Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bremen
  • Abgewickelt wird das Projekt über eine neuzugründende Gemeinschaftsfirma
  • An der sind Telekom und EWE je zur Hälfte, also gleichberechtigt beteiligt
  • Das Investitionsvolumen wird auf bis zu 2 Mrd. Euro angesetzt
  • Erfasst werden deutlich mehr als 1 Mio. Haushalte mit einem direkten Anschluss an das Glasfasernetz
  • Im Gegenzug verlangen Telekom und EWE, diese Kooperation von der Marktregulierung auszuklammern
  • Die Bundesnetzagentur reguliert die Bedingungen, zu denen andere Anbieter das Netz nutzen
  • Die Telekom Aktie wird im NDAC-Depot unter den Basisinvestments geführt
  • Sie ist mit einer Indexgewichtung von gut 4,60 Prozent im DAX gelistet

Verbraucher warten lange und vergebens auf besseres Internet

Die EWE AG sieht sich mit ihren Tochterunternehmen als ein regionaler Versorger. Der Telekom AG wird seit geraumer Zeit angekreidet, dass sie nicht genug für den Netzausbau tue; sie drücke sich vor Investitionen, um das veraltete Kupferkabelnetz aus dem vergangenen Jahrhundert flächendeckend zu erneuern. Darunter leiden viele Haushalte und Gewerbe im norddeutschen Raum. Knackpunkte sind die noch ausstehende Genehmigung durch das Bundeskartellamt sowie das noch offene OK der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, allgemein kurz Bundesnetzagentur genannt, abgekürzt BNetzA mit Sitz in Bonn. Sie ist als Bundesbehörde dem Bundeswirtschaftsministerium zugeordnet mit der Aufgabe, den Wettbewerb in den verschiedenen Netzmärkten zu fördern. Vereinfacht gesagt: Beamte müssen sich in die Denkweise der freien Wirtschaft hineinversetzen. Das ist nicht einfach und geht auch nicht immer ohne Reibereien vonstatten. So ist das Joint Venture auch als ein Junktim zu verstehen nach dem Motto: Wir investieren nur dann, wenn wir auch Preise und Bedingungen für die Mitbenutzer unseres Internetnetzes selbst bestimmen können. An und für sich klar und logisch, „denn wer die Musik bezahlt, der bestimmt auch was gespielt wird“.

Nach einer ersten GROKO-Verteilung der Ministerien wechselt das Wirtschaftsministerium von der SPD hin zur CDU; zukünftiger Ressortchef soll „Alleskönner und Merkels Allzweckwaffe“ Peter Altmaier sein. Ausdrücklich unterstützt und befürwortet wird das Joint Venture vom BREKO, dem Bundesverband Breitbandkommunikation e. V. als einem Branchenverband mit Sitz in Bonn. BREKO-Mitglied sind gut 250 Telekommunikationsunternehmen, vorwiegend als Mitbewerber und Konkurrenten der Telekom. Die müssten sich im Interesse der Verbraucher eher zusammenraufen als untereinander zu wetteifern; der Weg in die Gigabit-Gesellschaft und das kommende digitale Jahrzehnt müsse gemeinsam gegangen werden. Diese Haltung vertritt BREKO-Geschäftsführer Stephan Albers. Wer heute noch unter dem langsamen, veralteten Kupferkabelnetz leidet, der kann auf dieses Joint Venture hoffen – wenn es denn zustande kommt. Mitte des Jahres wissen alle Beteiligten mehr.

Spannender Finanzkalender 2018 der Telekom

Vorstandsvorsitzender Timotheus Höttges wird zu diesem Joint Venture mit der EWE anlässlich der Hauptversammlung am Donnerstag, 17. Mai in Bonn sicherlich mehr sagen wollen, können und auch müssen. Am Donnerstag, dem 22. Februar wird der Geschäftsbericht mitsamt dem 2017er Finanzergebnis vorgestellt. Im vergangenen Jahr ist eine 2016er Dividende von 0,60 Euro je Aktie bei einer Dividendenrendite von 3,68 Prozent gezahlt worden. Die Aktionäre erwarten für das Jahr 2017 eine Dividendenzahlung deutlich über dem Vorjahr; ungeachtet des insgesamt instabilen Kursverlaufes im Berichtsjahr 2017.
Sollte das Joint Venture tatsächlich zustande kommen, dann hätten alle Beteiligten und Betroffenen ausschließlich Vorteile davon; bis hin zum NDAC mit seinem Aktienfonds. Und wer von den Clubmitgliedern im Nordwesten wohnt, der könnte zukünftig superschnell sein NDAC-Depot erreichen.

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