Gute Quartalszahlen für Deutsche Telekom

Europas größter Telekommunikationskonzern konnte für das dritte Quartal 2016 sehr gute Zahlen präsentieren. Das Unternehmen konnte seine Kundenbasis ausweiten und bei allen wichtigen Kennzahlen überzeugen. Der Umsatz bei der Deutschen Telekom stieg um knapp sechs Prozent auf 18,1 Milliarden Euros. Der Überschuss im Konzern wuchs gegenüber dem Vorjahresquartal um über 30 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro.

Gutes Quartal für Deutsche Telekom

Tim Höttges, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Telekom, sieht die guten Zahlen als Beweis, dass das Unternehmen sich mit seiner Strategie auf dem richtigen Weg befindet. Die verkündeten Zahlen zum Sommerquartal haben die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Das Wachstum bei der Telekom geht weiter.

Über sechs Millionen Anschlüsse bedeuten die Marktführerschaft bei Glasfaseranschlüssen aller Netzbetreiber auf dem europäischen Markt. Allein im dritten Quartal wuchs die Zahl um 526.000 Anschlüsse an. Auch im vierten Quartal soll sich der Zuwachs auf dem deutschen Breitbandmarkt fortsetzen. Nach Planungen sollen weitere 2,7 Millionen Haushalte die Möglichkeit haben, einen Glasfaseranschluss zu buchen. Gleichzeitig wird das schnelle LTE-Mobilfunknetz ausgebaut. Damit kann die Nachfrage von Kunden nach größeren Datenvolumina auf mobilen Endgeräten abgedeckt werden. Rund 92 Prozent der Bevölkerung werden mit der LTE-Infrastruktur nun abgedeckt.

Das Flaggschiff MagentaEINS mit seinen Paketen, in denen Kunden Tarife für Festnetz und Mobilfunk flexibel kombinieren können, bleibt ebenfalls im Aufwärtstrend. Bis zum Ende des Berichtszeitraumes nutzten 2,6 Millionen Kunden eines das Pakete von MagentaEINS. Im Vergleich zum Vorjahr sind das rund eine Million mehr Kunden.

Der Erfolg in den USA hält weiter an

In den USA sorgt T-Mobile für viel Freude im Konzern und setzt seine Erfolgsstory fort. Der Anbieter ist das am schnellsten wachsende Mobilfunkunternehmen in den Staaten und beschert der Telekom volle Kassen. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,8 Prozent auf 9,2 Milliarden Dollar zu. Bei dem Gewinn gab es ein Plus von 165 Prozent auf 366 Millionen Dollar. Ein Drittel davon ist auf einen Einmaleffekt zurückzuführen. Das bereinigte EBITDA wuchs um 27,1 Prozent auf 2,4 Milliarden Dollar. Im dritten Quartal gewann das Unternehmen mehr als zwei Millionen Neukunden und wächst rasant. Auch der Kundenbestand zeigt sich bestandsfest. Die Rate an Wechslern unter den Vertragskunden beträgt gerade mal 1,32 Prozent. Zwei Jahre zuvor waren es noch 1,64 Prozent.

In Europa zahlreiche Kunden gewonnen

Im operativen Segment Europa blieb der Umsatz mit 3,2 Milliarden Euro stabil. Das bereinigte EBITDA fiel aufgrund von höheren Investitionen in die Märkte um 4,7 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro. In vielen Ländern wurde in Netze und Märkte investiert. Im Ergebnis kam es zu steigenden Kundenzahlen bei den Landesgesellschaften der Telekom. Bei den Kunden mit einem Mobilfunkvertrag konnten eine Steigerung von 219.000 erreicht werden. Bündelprodukte aus Festnetz und Mobilfunk nutzen über 1,2 Millionen Kunden, ein Anstieg von 51 Prozent gegenüber dem dritten Quartal 2015. Daran hatte MagentaONE einen erheblichen Anteil beigetragen. Auch in Europa geht der Ausbau des LTE-Netzes weiter. Über 101 Millionen Menschen werden mit dem modernen Mobilfunkstandard zum Quartalsende erreicht, was 16 Millionen mehr als noch ein Jahr zuvor sind.

In den Niederlanden wird die Mobilfunktochter des Unternehmens durch den Zukauf der Festnetzsparte von Vodafonde im Wettbewerb gestärkt. Parallel dazu gibt es Gerüchte im Markt, dass sich der Bonner Konzern vom britischen Anbieter BT trennen möchte. Mit einem Anteil von 12 Prozent ist die Telekom bei dem Unternehmen größter Anteilseigner in 2015 geworden. Das Votum für einen Brexit lässt die Bonner wieder über einen Verkauf nachdenken.

Auf internationaler Ebene kommt gleichzeitig Gegenwind von den Regulierungsbehörden. Ab Juni 2017 werden Roaming-Gebühren bei der Nutzung des Handys im europäischen Ausland verboten. Damit entfällt eine wichtige Einnahmequelle für alle Mobilfunkanbieter.

T-Systems steht in hartem Wettbewerb

Die Großkundensparte T-Systems hatte im dritten Quartal einen Auftragseingang von 1,2 Milliarden Euro, was einem Rückgang von zwei Prozent zum Vorjahr entspricht. Der Wettbewerb in der Sparte wird zunehmend intensiver. Vor allem im Vertrieb fällt die Akquise neuer Kunden zunehmend schwerer. Die Geschäfte mit Großunternehmen laufen nicht wie geplant, so dass die gesteckten Umsatz- und Gewinnziele in 2016 wohl verfehlt werden.

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