Bei E.ON und RWE tut sich was – und der NDAC ist mit dabei

Am Anfang war es eine eher dürre Mitteilung von RWE. Das Unternehmen aus der Ruhrgebietsgroßstadt Essen plane, alle an der Innogy SE gehaltenen Anteile auf dem Wege eines Aktientausches an E.ON zu verkaufen. In den Tausch einbezogen werden sollen neben den Beteiligungen auch diverse Geschäftsaktivitäten. Ein solches Geschäft in Milliardenhöhe geht nicht von heute auf morgen vonstatten, sondern wird schritt- und etappenweise abgewickelt.In den folgenden Wochen wurden mehr und mehr Details zu diesem Mega-Deal bekannt. Wie immer der auch ausgeht; der Niedersächsische Aktienclub kann die Entwicklung deswegen mit viel Zuversicht abwarten, weil mit E.ON und RWE beide Beteiligten zum Portfolio des NDACinvest Aktienfonds gehören. Beide werden in der Kategorie Basisinvestments geführt und machen zusammen aktuell etwa 1,7 Prozent am gesamten Depotanteil aus.

E.ON ist ein zur Jahrtausendwende gegründeter Energiekonzern

  • Innogy SE ist eine im Jahr 2016 gegründete Tochtergesellschaft von RWE mit dem Schwerpunkt Netzbetreiben
  • RWE wurde Ende der 1890er-Jahre als Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk gegründet

Alle drei Unternehmen haben ihren Firmensitz in Essen. Die Pläne und Ideen der Vorstände müssen von den zuständigen Gremien, sprich Aufsichtsrat und Hauptversammlung, noch beschlossen werden. Darüber hinaus müssen das Bundeskartellamt sowie die zuständigen Aufsichtsbehörden in EU, Bund und Land zustimmen. Der Weg ist also noch weit und dornig. Während die RWE-Hauptversammlung am 26. April in diesem Sinne erfolgreich verlaufen ist, wird jetzt dasselbe Votum von der E.ON-Hauptversammlung am 9. Mai erwartet.

Was einfach klingt, muss akribisch vollzogen werden

Und so sieht der Fahrplan im Detail aus:

  • RWE erhält im Tausch gegen die 76,80 %-Beteiligung an Innogy zunächst eine Beteiligung an der E.ON SE in Höhe von 16,67 %.
  • Die Aktien werden von E.ON im Wege einer 20%-Sachkapitalerhöhung aus dem bestehenden, genehmigten Kapital ausgegeben.
  • RWE erhält nach Übernahme der Kontrolle von E.ON über Innogy den weitgehenden Teil des Erneuerbare-Energien-Geschäftes von E.ON übertragen.
  • Darin eingeschlossen sind die seit Januar 2018 erwirtschafteten Erfolge.
  • Dasselbe gilt für das gesamte Erneuerbare-Energien-Geschäft von Innogy, für das Innogy-Gasspeichergeschäft sowie für den Innogy-Anteil an dem österreichischen Energieversorger Kelag.
  • RWE erhält von E.ON die von deren Tochter Preussen-Elektra gehaltene Minderheitsbeteiligung an den von RWE betriebenen Kernkraftwerken Emsland und Gundremmingen.
  • Das geschätzte Volumen dieser Transaktion als Barzahlung wird auf 1,5 Mrd. Euro taxiert.
  • Den Minderheitsaktionären von Innogy macht E.ON ein freiwilliges Übernahmeangebot in bar, nach jetzigem Wert ein Betrag von 40 Euro je Aktie.
  • Im Ergebnis werden alle Geschäfte mit Erneuerbaren Energien von E.ON und Innogy unter dem Dach der RWE zusammengefasst, sozusagen gebündelt.
  • Damit wird die RWE AG zu einem europaweit führenden Unternehmen auf den Sektoren Erneuerbare Energien + Versorgungssicherheit.
  • Das breit diversifizierte Portfolio aus erneuerbarer und konventioneller Stromerzeugung ist dann über die bereits bestehende RWE-Handelsplattform vernetzt.

 

Diese anspruchsvolle Agenda vermittelt einen Eindruck davon, welche Arbeit allen Beteiligten bevorsteht. Betroffen sind buchstäblich Hunderttausende Arbeitsplätze. Die gehen nicht verloren, werden aber sicherlich von Wandel und Neuerungen direkt sowie mittelbar betroffen sein. Kurz über lang werden auch Arbeitsplatz wegfallen; denn zu jeder Firmenübernahme, sei sie freundlich oder feindlich, gehören auch die Nutzung von Synergien sowie das Einsparen von Personal- und Verwaltungskosten.

Was hat der Aktienclub davon

Die Werte E.ON und RWE wurden beide im vergangenen Jahr neu in das Portfolio aufgenommen. Die „ganz einfache Rechnung“ sieht so aus:

  • Kaufkurs E.ON: 9,46 Euro
  • Kurs 30.04.: 8,89 Euro
  • Ergebnis: -0,57 Euro

 

  • Kaufkurs RWE: 19,11 Euro
  • Kurs 30.04.: 19,80 Euro
  • Ergebnis: +0,69 Euro

Die 2018er E.ON-Dividende wird mit 0,30 Euro je Aktie angesetzt; die RWE-Dividende beträgt für das abgelaufene Geschäftsjahr 1,50 Euro. Man darf wirklich gespannt darauf sein, wie sich die Werte beider Unternehmen in den kommenden Monaten entwickeln. Feststeht, und das ist das Positive an dieser Situation, dass der NDAC und somit die Clubmitglieder in jedem Fall davon profitieren werden. Bestenfalls verzeichnen RWE + E.ON einen Kursgewinn im DAX. Dort gehören sie zu den deutschlandweit 30 größten Konzernen am deutschen Aktienmarkt in Bezug auf die Streubesitz-Marktkapitalisierung. Beide Unternehmen sind ein Stabilitätsgarant für die zukünftige Performance des NDACinvest-Aktienfonds; einerseits in Bezug auf die Dividendenzahlungen, und andererseits auf die Wertentwicklung.

Wir werden unsere Clubmitglieder und alle interessierten Leser an dieser Stelle in den nächsten Monaten auf dem Laufenden halten.RWE ist einer der führenden Strom- und Gasanbieter in Europa. Im Geschäftsjahr 2016 betrug der Umsatz knapp 46 Mrd. Euro. Innerhalb der Anlagestrategie des NDAC mit ihrer Langfristigkeit und Risikominimierung kann das Investment in RWE-Aktien als lohnenswert und risikolos gesehen werden.Neues über die RWE AG

Aufteilung unserer Aktien in Depotwerte

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