Continental Aktie – Beschreibung zur Continental AG

Continental rüstet sich für Elektromotor-Zeitalter

Die Continental AG, allgemein kurz Conti genannt und auch eher unter dieser Kurzfassung bekannt, rüstet sich strukturell, organisatorisch sowie personell für das kommende Jahrzehnt. Die Headline lautet „Transformation 2019-2029“. Im Alltag des Automobilzulieferers ist das gleichbedeutend mit einem weltweiten Stellenabbau von etwa zehn Prozent der Belegschaft. Zum Jahrzehntwechsel beschäftigt das deutsche DAX-Unternehmen an gut 400 Standorten in fünf Dutzend Ländern rund 245.000 Mitarbeiter. Von denen entfällt etwa ein Viertel auf den Standort Deutschland mit der Folge, dass hier bis zum nächsten Jahrzehntende etwa 7.000 Stellen in zwei Stufen abgebaut werden sollen; davon allein 5.000 bis Ende 2023. Conti verspricht sich davon eine zukünftige jährliche Kosteneinsparung von 500 Mio. Euro. Damit einher gehen sowohl Standort- als auch Werksschließungen.

Die Conti-Aktie gehört seit einem Jahr zum NDAC-Portfolio. Dazu einige Zahlen

  • Kaufkurs je Aktie 138,95 Euro
  • Aktienkurs Mitte Oktober knapp 115 Euro mit leicht steigender Tendenz
  • Anteil am NDACinvest-Aktienfonds 0,73 Prozent

Der Marktführer in der Zulieferindustrie spürt in diesen Wochen und Monaten die immer öfter zitierte Konjunkturflaute in der Automobilindustrie. Umsatz- und Produktionsrückgänge machen ebenso zu schaffen wie die Umstellung auf den Elektroantrieb. Forschung und Entwicklung bei den Herstellern sind nicht gleichbedeutend mit der Automobilproduktion. Das hat direkte Auswirkungen auf die Zulieferer; sie brauchen nichts beziehungsweise deutlich weniger zuzuliefern.

Konzentration der Neuausrichtung auf drei Geschäftsfelder

Der Conti-Vorstand unter seinem Vorsitzenden Elmar Degenhart stellt den Konzern auf zukünftig drei Säulen, und zwar

  • Reifen & Industriegeschäft
  • Automotive mit dem autonomen & vernetzten Fahren
  • Powertrain als zukünftige Antriebssparte mit dem Wandel vom Verbrennungs- zum Elektromotor

Von Conti werden, ebenso wie von anderen Zulieferern, im Hinblick auf die zukünftige Elektromotorisierung Vorleistungen und Investitionen in Milliardenhöhe erwartet. Für den Finanzvorstand bedeutet dieses Mehrausgaben bei gleichzeitig stagnierenden bis zurückgehende Einnahmen. Um diese Finanzierungslücke zu schließen, muss bei den laufenden und regelmäßig wiederkehrenden Ausgaben gespart werden. Dafür bieten sich in erster Linie die Personal- sowie die Verwaltungskosten an. Das ist schlimm für die Betroffenen, jedoch überlebenswichtig für das Unternehmen.

Ein Blick in die Firmengeschichte zeigt

dass es sich bei Conti um ein mehr als 150 Jahre altes Unternehmen handelt, das in den vergangenen ein bis zwei Jahrzehnten mit einigem Auf und Ab zu kämpfen hatte.

Gegründet wurde der heutige Weltkonzern Ende der 1860er-Jahre mit einem damaligen Firmenkapital von 18.000 Talern. Continental war lange Zeit ein traditioneller und namhafter Reifenhersteller für alles auf zwei und mehr Rädern. Ab den 1970er-Jahren wurden immer wieder neue Reifen entwickelt und konstruiert. Ältere Autofahrer erinnern sich an den damals neuartigen Gürtelreifen oder an den Stahlgürtelreifen.

Das neue Jahrtausend war geprägt von einem harten Konkurrenzkampf mit in- und mit ausländischen Mitbewerbern, mit Standortschließungen sowie mit mehrfachen Personalreduzierungen.

Gegen Ende der 2000er-Jahre übernahm die Schaeffler-Gruppe aus dem bayerischen Herzogenaurach als direkter Mitbewerber das Zepter bei Conti. Anfang 2009 erwarb Schaeffler sukzessive die Aktienmehrheit. Heutzutage hält die Schaeffler-Gruppe 46 Prozent des Aktienkapitals, die verbleibenden 54 Prozent sind im Streubesitz. Auf der Schwelle zum neuen Jahrzehnt ist die Continental AG ein Unternehmen der Schaeffler AG.

Börsenstandorte der Continental-Aktie

Die Continental-Aktie ist in Deutschland an den drei Börsenstandorten Frankfurt am Main, Stuttgart und Hamburg/Hannover amtlich notiert. Dem DAX gehört Conti seit dem Herbst 2012 an.

s automatisierte Fahren spielt bei Continental eine entscheidende Rolle, ebenso wie Elektromobilität und wie die Sicherheitstechnologien. Die Produkte und deren Lösungen beziehen sich auf Fahrzeugtypen und auf Industrien von der Agrar- & Forstwirtschaft über Autos & Vans, Bauwirtschaft & Bergbau, Luft- und Raumfahrt bis hin zu Nutzfahrzeugen, zur Schienenverkehrstechnik oder zu Schiffen & Häfen.

Das Portfolio zeigt die Vielfalt an Geschäftsfeldern, auf denen Continental aktiv ist. Ob das so bleibt, wird sich im neuen Jahrzehnt zeigen.

Transformation in Richtung E-Mobilität und Digitalisierung muss ausgleichend erfolgen

Sie darf keinesfalls auf Kosten der Umwelt, aber auch nicht zu Lasten des sozialen Friedens umgesetzt werden. Mit dieser Kernaussage will der Conti-Vorstand deutlich machen, dass er das weltweit Ganze sieht. Zur Firmenphilosophie gehört, dass jeder Standort als eigenes Profit Center wettbewerbsfähig sein und zukünftig bleiben muss.

Der Aktienwert von Continental wird sich nach Überzeugung von externen Analysten vor diesem Gesamthintergrund im kommenden Jahrzehnt überaus positiv entwickeln. Dem schließt sich die NDAC-Geschäftsführung voll und ganz an. Die Conti-Aktie wird dem DAX gut tun, und in der Folge davon auch dem NDACinvest-Aktienfonds.

Aufteilung unserer Aktien in Depotwerte
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