Spread und Zertifikate – Handelsspanne und Gewinn

Zertifikate sind strukturierte Produkte für das Investmentbanking. Die Emittenten bestimmen die An- und Verkaufskurse. Viele Häuser geben nicht nur während der offiziellen Börsenzeiten zwischen 8.00 und 22.00 Uhr ihre Kurse bekannt. Diese Preise nennt man Geld- und Brief-Kurs. Der Geldkurs ist der Ankaufkurs, der Brief-Kurs ist der Kurs, zu dem das Knock-Out-Produkt angeboten wird. Die Handelsspanne zwischen diesen beiden Kursen wird als Spread bezeichnet. Die Emissionshäuser variieren diesen Spread an den Terminmärkten. Der Spread richtet sich nach aktuellen Kursschwankungen von Wert und Handelsvolumen. Der Zusammenhang zwischen Spread und Zertifikate muss beachtet werden.Ein absoluter Spread ist die Differenz von Geld- und Briefkurs. Geldkurs und Briefkurs werden subtrahiert. Die Aussagekraft ist nur sinnvoll im Vergleich von Produkten diverser Emittenten. Vor allem das Bezugsverhältnis ist entscheidend.

Absoluter Spread = Geldkurs – Briefkurs

Ein homogenisierter Spread hat ein bisschen mehr Aussagekraft, wenn es darum geht, die Zertifikate verschiedener Anbieter miteinander zu vergleichen. Der Spread wird quasi umgerechnet.

Homogenisierter Spread = Geld – Briefkurs/Bezugsverhältnis

Spread in Prozent des Briefkurses – für die Wirtschaft entscheidet ein kleiner Spread über den tatsächlichen Gewinn. Um zu wissen, um wie viel Prozent ein Optionsschein sich erhöhen muss, ist die Kennzahl Spread in Prozent im Briefkurs absolut unerlässlich.

Der Abstand ist bestenfalls ziemlich gering.

Spread in % des Briefkurses = (absoluter Spread/Briefkurs)*100

KOs sind keine Einzelprodukte. Deshalb entsteht eine harte Konkurrenz unter den Emittenten. Außerdem werden die Produkte bei Finanzportalen wie Finanztreff. de miteinander vergleichen, was den Spread  beeinflusst. Jeder einzelne Emittent bemüht sich mithilfe eines engen Spreads sein Produkt attraktiv erscheinen zu lassen. Tritt gegebenenfalls eine Sondersituation auf, sollte der Anleger bzw. die Anlegerin seine Order über die Präsenzbörsen abwickeln. Diesen gegenüber sind die Emissionshäuser in der Pflicht gewisse Standards und Spreads einzuhalten. Ein niedriger Spread ist tatsächlich gut, um Gewinn zu machen. Nun ist es normalerweise so, wenn ein Anleger sein Hebel-Produkt kauft, startet er meist mit einem Verlust. Das geschieht, weil das Emissionshaus das Knock-Out-Produkt im gleichen Moment zu einem geringeren Kurs zurückkauft. Der Abstand zwischen Verkaufs- und Ankaufskurs muss erst aufgeholt werden. Dann erst erzielt man überhaupt einen Gewinn. Deshalb sollte man im Übrigen auf einen möglichst geringen Spread Wert legen.

Spread und Zertifikate hängen an der Börse eng miteinander zusammen. Zertifikate sollen mit simplen Investitionen komplexe Anlagen schmackhaft machen. Doch es entstehen auch einige Kosten. Zertifikate verfügen außer über die Depot- und Transaktionsgebühren auch noch über einen anderen Kostenblock. Ähnlich wie bei Fonds ist bei Erstzeichnung ein Ausgabeaufschlag fällig. Das kann teuer werden. Wer Zertifikate während der Laufzeit erwirbt, bezahlt im Grunde genommen den Spread. Die Emissionsbank sichert die Liquidität der Zertifikate und bestimmt dadurch auch den Kurs. Sie stellt den Geld-und Briefkurs in Rechnung. Die Differenz ist der Spread, ein Ausgabeaufschlag. Je umfangreicher das Produkt ist, desto höher ist der Spread. Außerdem fallen beim Anlegen mit Zertifikaten in Bezug auf die Basiswerte Opportunitätskosten an. Die Ausschüttungen in Form von Dividenden oder Zinszahlungen werden dann von den Emissionsbanken einbehalten.

Tipps und Informationen für Anleger und Sparer

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