Die Beachtung von Basel III in Bezug auf MiFID II

Die Baseler Verordnungen gelten für Banken in der ganzen EU. Sie zielen darauf ab, das Ausfallrisiko von Banken zu reduzieren. In der Finanzkrise 2008/2009 machten fast alle Mitgliedsstaaten der EU die Erfahrung, dass sich ihre Geldhäuser gerne an hochspekulativen Geschäften beteiligten. Als die damit verbundenen Risiken eintrafen, war nicht genug Geld da, um die Verluste zu tragen. Also riefen sie nach staatlicher Hilfe. Experten und Regierungsoberhäupter fürchteten einen wirtschaftlichen Zusammenbruch, wenn große Institute in die Insolvenz gehen sollten. Banken, die als systemrelevant galten, kamen sie in den Genuss milliardenschwerer Finanzhilfen.Die Regierungen mussten sich den Vorwurf gefallen lassen, dass Banken ihre Gewinne privatisieren und Verluste verstaatlichen. Ihre Anteilseigner profitierten vom Gelingen hoch riskanter Geschäfte. Verluste mussten sie nicht fürchten, weil die Allgemeinheit dafür aufkommen würde. Um das in Zukunft zu vermeiden, traten im Jahr 2011 folgende Regeln in Kraft:

Eigenkapitalbasis

  • Stärkung der Eigenkapitalbasis: Banken müssen mindestens 8 Prozent des verliehenen Geldes an Eigenkapital vorhalten.

Zykluspuffern

  • Bildung von Zykluspuffern: In guten Zeiten sollen Banken weitere 2,5 Prozent Eigenkapital für konjunkturell schwächere Perioden zurücklegen.

verbesserte interne Aufsicht

  • Eine verbesserte interne Aufsicht der Bank in Form von Compliance und Revision.

Informationspflichten Verschuldungsgrad / Net Stable Funding Ratio (NSFR)

  • Umfangreiche Informationspflichten, um Schieflagen schnell erkennen zu können. Banken müssen nun auch ihren Verschuldungsgrad und die Net Stable Funding Ratio (NSFR) angeben. Die Kennzahlen erleichtern die schnelle Risikoeinschätzung.

Wie hängen Basel III und MiFID II zusammen?

Auf den ersten Blick scheinen die beiden nur einen gemeinsamen Nenner zu haben: strengere Regeln für Banken nach der Finanzkrise. Basel III scheint sich nur auf das Kreditgeschäft von Banken auszuwirken.

Aus Anlegersicht ist Basel III trotzdem wichtig. Wenn Sie Fondsanteile halten, schockt eine Insolvenz der Fondsgesellschaft Sie nicht, da es sich um Sondervermögen der Bank handelt. Im Falle von Anleihen und Zertifikaten sind die Aussichten jedoch nicht so rosig: Geht der Emittent pleite, haben Sie sehr schlechte Karten auch nur einen kleinen Teil Ihre Investments zurückzuerhalten.

Tipps und Informationen für Anleger und Sparer

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