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Dividendenabschlag – ein Wertverlust von nur kurzer Dauer

Dividendenabschlag – Ausschüttung mit Folgen – für Anleger, Fondsmanager und Trader

 Wer Aktien hält, sollte den Kalender mit den Zahltagen im Auge behalten, wer Zertifikate und andere strukturierte Finanzprodukte im Depot hat, muss diesen Kalender unbedingt beachten.

Nachfolgend erklären wir warum.

Was bedeutet der Begriff Dividendenabschlag

Der Dividendenabschlag bezeichnet den Betrag, um den der Wert einer Aktie an dem Tag nach der Ausschüttung der Dividende vermindert wird.

Wir haben z.B. eine Aktie, die einen Schlusskurswert am 15. eines Monats von 150 Euro erreicht hat. Der Vorstand hat der Aktionärsversammlung eine Dividendenausschüttung von 5 Euro je Aktie vorgeschlagen und diese Ausschüttung wurde von der Hauptversammlung am 15. des Monats bestätigt. Der Anspruch entsteht am Tag der Hauptversammlung. Die Ausschüttung erfolgt in der Regel bei den deutschen Unternehmen an dem Arbeitstag, der nach der Hauptversammlung folgt, also am 16. des Monats. Das heißt, in unserem Beispiel eröffnet die Aktie an diesem Tag mit dem Dividendenabschlag von 5 Euro, also mit 145 Euro.

Speziell Börsenneulinge, aber auch manchmal die Profis unter uns, bekommen dann einen Schreck, weil sie den Dividendenzahltag nicht auf dem Radar hatten und auch nicht auf dem Kurszettel den Vermerk „ex Div.“ = ohne Dividende als Kennzeichnung für den Abschlag bemerkt haben. Wenn sie dann aber die Summe der Dividendenzahlung auf dem Konto sehen, ist die Welt der Börsen wieder in Ordnung.

Warum Dividendenabschlag?

Der Abschlag entsteht, weil ohne den Anspruch auf eine Dividende die Aktie weniger wert ist als mit einer ausstehenden Dividendenzahlung. Das heißt auch, dass keine automatische Verrechnung erfolgt. Er entsteht also durch die Orderanpassungen von Käufern und Verkäufern im Börsenhandel.

Wird der Abschlag wieder aufgeholt?

In der Regel ist es nur von kurzer Dauer, bis sich der Abschlag wieder vollkommen egalisiert hat; es ist also nur ein kurzzeitiger Wertverlust.. Meistens ist nach ein paar Tagen alles wieder aufgeholt, dafür ist die Börse zu schnelllebig und wird mit Information geflutet, die für die Kurse der Unternehmen entscheidend sind.

Profitiert ein Anleger vom Abschlag?

Die Zahlungstermine für die Ausschüttung der Dividenden sowie die der Hauptversammlungen stehen schon lange im Voraus fest und werden u.a. im Internet veröffentlicht. So kann sich jeder potentielle Anleger sich über diese Stichtage informieren, auch wenn er noch keine Aktien des Unternehmens hält und demzufolge auch keine Einladung zur Hauptversammlung erhält. Wer die Aktie preiswert erwerben will, kauft sie am Tag nach dem Dividendenabschlag und erhält so gesehen einen Rabatt beim Kauf. Andere wiederum verkaufen die Aktie vor dem Stichtag und sichern sich dadurch die höhere Bewertung und damit auch einen höheren Verkaufspreis.

Aufpassen müssen Trader strukturierter Produkte. Der Dividendenabschlag ist in der Preisberechnung der Call- und Putscheine berücksichtig. Aber ändern sich die Dividendenaussichten im Laufe der Anlagezeit, dann ändern sich die Bedingungen für den Schein, ohne dass diese nachträglich eingepreist werden.

Auch Inhaber von Zertifikaten müssen aufpassen, speziell z.B. bei Bonuszertifikaten. Hier kann bei einem zu geringen Sicherheitspuffer die Barriere durch den Dividendenabschlag auf den Basiswert gerissen werden und die Bonuszahlung ist verloren. Der Ausweg bei strukturierten Produkten liegt in der Information über die Folgen des Dividendenabschlags bei Veränderungen der Basiswerte sowie ggf. im rechtzeitigen Verkauf des Papiers, wenn Anleger befürchten, dass Barrieren gerissen werden.

Ein weiteres Problem im Zusammenhang mit dem Dividendenabschlags besteht bei Aktien, die mit einem Stopp-Loss-Limit versehen sind. Das wird zur Sicherheit vor zu großen Kursverlusten eingesetzt. Das Problem besteht darin, dass der Börsencomputer nicht den Grund für die Kursrücksetzung kennt und demzufolge alle Aktien aus dem Depot verkauft, die das angegebene Limit erreicht haben. So kommt es zu ungewollten Verkäufen, die der Anleger zwar wieder erwerben kann, aber dann mit den üblichen aber vermeidbaren Spesen. Er muss nur das Limit rechtzeitig verändern.

Auswirkungen des Dividendenabschlag auf Fonds?

Auch Fondsmanager kalkulieren mit dem Abschlag, und werden ggf. neue Aktien „billig“ einkaufen und „teuer“ wieder verkaufen. Nur werden sich die „ex Dividende“ Papiere auf Grund der vielen unterschiedlichen Aktien nicht oder nur ganz minimal auswirken, denn die Hauptversammlungen mit den Zahltagen liegen sehr unterschiedlich.

Fazit

Wer Aktien hält, sollte den Kalender mit den Zahltagen im Auge behalten, wer Zertifikate und andere strukturierte Finanzprodukte im Depot hat, muss diesen Kalender unbedingt beachten.

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