Devisenoptionsgeschäft – ein Termingeschäft mit Optionen

Der Begriff der Währung steht für die Geldverfassung eines Landes/Staates oder einer Staatengruppe. Will man den Außenwert dieser Währung messen, geschieht dies durch einen Vergleich mit einer anderen Währung, wobei diese andere Währung dann auch als Devise bezeichnet wird. Dieser Vergleich ist für das Devisenoptionsgeschäft notwendig.

Was ist ein Devisenoptionsgeschäft

Beispiel: Für 1,0000 Euro = 1,0913 US-Dollar, (im Kehrwert ausgedrückt) 1,0000 US-Dollar = 0,9181 Euro. Somit ist der Devisen-Kurs-Wert Euro/US-Dollar 1,0913.

Devisenkurse beziehen sich immer auf ein Währungspaar (hier: Euro/Dollar), sie werden auf 6 Kommastellen berechnet und mit 4 Kommastellen angegeben. Unter Devise verstehen wir das Zahlungsmittel einer Fremdwährung, welche am Foreign Exchange – kurz als FOREX bezeichnet oder ganz knapp als FX, gehandelt wird.

Festlegung der Devisenkurse

Früher, zu DM-Zeiten hat die Bundesbank, als die Deutsche Zentralbank, den Devisenkurs der deutschen Währung (DM) täglich, in einem Fixing-Verfahren festgelegt. Nachdem die Bundesbank ihre Kompetenzen an die Europäische Zentralbank (EZB) abgetreten hat, entfiel ihre tägliche Festlegung. Die EZB hat ein tägliches Fixing einer Bankengruppe übertragen. Nachdem diese, salopp ausgedrückt, beim Pfuschen erwischt wurden, entfiel das tägliche Fixing. Das bedeutet, es gibt weltweit keine zentrale oder übergeordnete Instanz welche die Devisenkurse, zumindest einmal täglich, verbindlich ermittelt.

Der Devisen-Referenzkurs der EZB

Die EZB ermittelt täglich einen Devisen-Referenzkurs. Genauer: Dieser Devisen-Referenzkurs der EZB ist kein ermittelter und festgelegter Devisenkurs. Aber: Zahlreiche öffentliche Stellen / Firmen bei der Bilanzerstellung und Andere benötigen die Devisenkurse für Wertermittlungen. Für diesen Zweck greifen sie auf die EZB-Devisen-Referenzkurse zurück.

Devisenoptionsgeschäft: Gleich FX-Optionen

Wie oben schon erläutert handelt es sich bei den Devisenoptionsgeschäft um ein bedingtes Termingeschäft. Der Käufer von FX-Optionen hat das Recht, eine bestimmte Währung zu kaufen (Call-Option) oder zu verkaufen (Put-Option) und dies zu einem bestimmten/festgelegten Datum und zu einem vorgegebenen Preis (Kurs). Für dieses Recht zahlt der Käufer dem Verkäufer (Stillhalter) die Optionsprämie (strike). Sie ist bei Erwerb fällig. Der Erwerber muss diese Option aber nicht wahrnehmen. Haben sich die aktuellen Kurse zum Zeitpunkt der Optionsausübung derartig entwickelt, dass ein Wahrnehmen der Option dem Käufer Nachteile bringt, kann er die Option verfallen lassen. (Sein möglicher Verlust beschränkt sich auf die Optionsprämie.)

Ganz anders der Verkäufer (Stillhalter) der Option. Für ihn gilt die absolute Verpflichtung die bezeichnete Währung zum Termin, in entsprechender Menge, zu beschaffen (Call-Option) oder abzunehmen (Put-Option). Das Wahlrecht steht nur dem Käufer zu. Wir erinnern uns, FX-Optionsgeschäfte sind einseitig bedingte Rechtsgeschäfte. Das mögliche Verlustrisiko des Stillhalters ist zumindest theoretisch unbegrenzt. Er wird und muss dieses Risiko mindern indem er Hedging betreibt. Um sein Verlustrisiko zu begrenzen vereinbart der Stillhalter gegenläufige Geschäfte. Während Optionsgeschäfte von der Käuferseite aus gesehen Aktivitäten mit eingegrenztem und überschaubarem Verlustrisiko sind – da bedingte Rechtsgeschäfte, wird das Geschäft von der Gegenseite aus betrachtet zu einem unbedingten Rechtsgeschäft. Die fachlichen Anforderungen an den Stillhalter sind bedeutend größer und weitreichender. Er sollte in der Lage sein, erfolgreich Hedging-Geschäfte aufzuziehen und darin auch über eine gewisse Erfahrung verfügen.

Bei Devisenoptionsgeschäft von Privat erfolgt keine Lieferung der Devisen. Am Ende der Laufzeit erfolgt eine Wertermittlung ihrer Option und Überschüsse/Gewinne werden ausgezahlt. Die Teilnahme an Forex-Options-Geschäften erfolgt über den Broker ihres Vertrauens.

Tipps und Informationen für Anleger und Sparer

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