Depotwerte Basisinvest

Unternehmen als Depotwerte in unserem Aktienfonds – Basisinvestment

Das NDACinvest-Depot ist diversifiziert in
– Basisinvestments
– Mittelstand & Nebenwerte
– Megatrends
Diese Depotaufteilung hat sich wiederholt als Garant für einen langfristigen Anlageerfolg bei einem Wiederverkaufswert mit überdurchschnittlicher Rendite erwiesen.

Basisinvestment

Die Basis im Depot wird durch Unternehmen geschaffen, die im DAX notiert sind. Sie gehören zu den auf die Streubesitz-Marktkapitalisierung bezogenen 30 größten Unternehmen am deutschen Aktienmarkt. Dem DAX folgen MDAX und SDAX. Hier sind, wie M für Middle und S für Small formuliert, gesunde mittelständische Unternehmen notiert. Als sogenannte Nebenwerte haben sie deutliches Steigerungspotential bei Wert und Bekanntheitsgrad. Megatrends gelten als Blockbuster des Wandels. Der NDAC-Anlageausschuss setzt hier auf die beiden Hauptbereiche Technologie und Biotech.

Aufteilung nach

Allianz
Die Allianz SE ist einer der weltweit führenden Versicherungs- und Finanzdienstleister. Die Gruppe bietet umfassenden Service in den Bereichen Schaden- und Unfallversicherung sowie Lebens- und Krankenversicherung an. Das Portfolio reicht dabei von allgemeinen Lebens-. Haftpflicht- und Autoversicherungen über Reise- und Kreditversicherungen bis hin zu Assistance-Leistungen. Zudem gilt die Gesellschaft weltweit als viertgrößter Vermögensverwalter und stellt Kunden zahlreiche Asset Management-Produkte und -Services zur Verfügung. Das Versicherungsangebot wird zudem in Deutschland. Italien, Frankreich, den Niederlanden und Bulgarien um Bankprodukte ergänzt. Weitere Informationen zu unserem Fondswert AllianzBASF
Die BASF SE ist ein weltweit führendes Chemieunternehmen. Der Konzern verfügt über eines der umfangreichsten Produktportfolios im Bereich der Industriechemikalien und bedient mit seinen Produkten weltweit die Automobil-, Elektro-, Chemie- und Bauindustrie sowie die Argrar- und Pharmabranche und die Öl- und Gasförderindustrie. Die BASF entwickelt und produziert Haupt- und Vorprodukte wie hochveredelte Chemikalien, technische Kunststoffe und Veredelungsprodukte sowie Pflanzenschutzmittel, Öle und Gase. Die Präparate finden Verwendung bei der Herstellung von Farben und Lacken, Papierprodukten, Hygieneartikeln, Kraft-, Kunst- und Schmierstoffen, Pestiziden, bei der Wasseraufbereitung und einer Vielzahl anderer Anwendungsgebiete. BASF verfügt über Gesellschaften in 80 Ländern, über sechs Verbund- und rund 380 Produktionsstandorte und erreicht Kunden in fast allen Ländern der Welt. Warum BASF eine gute Aktie ist.BAYER
Die Bayer AG ist ein weltweit führendes Unternehmen in den Bereichen Pharmazie, Agrarwirtschaft und High-End-Werkstoffe. Das breite Sortiment an Produkten und die Forschungsschwerpunkte des Unternehmens sind auf die Gesundheitsversorgung, den Pflanzenschutz und die Schädlingsbekämpfung sowie die Verbesserung von industriellen Werkstoffen ausgerichtet. Das Produktangebot erstreckt sich unter anderem von Aspirin, Alka-Seltzer und anderen Schmerzmitteln, Dermatologika, Vitaminen, Blutzuckermessgeräten und Injektionssystemen über Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel bis hin zu Polymer-Kunststoffen, Beschichtungen und Klebstoffen. Daneben bietet das Unternehmen über drei Dienstleistungsgesellschaften Servicefunktionen in den Bereichen Informationstechnik, Prozesstechnologie und Chemietechnik an. Die Bayer AG betreibt in all ihren Geschäftsbereichen aktiv Forschung und arbeitet unter anderem an der Entwicklung neuer Medikamente in der Krebs-, Herz- und Diabetesforschung. 2014 wurde bekanntgegeben, dass der Konzern das Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten des US-Konzerns Merck & Co. übernimmt. Ende 2016 gliederte Bayer sein MaterialScience-Segment aus und notierte es als eigenständiges Unternehmen unter dem Namen Covestro an der Börse. Damit wird sich die Bayer AG zukünftig auf die beiden Bereiche HealthCare und CropScience fokussieren. Mehr zu unserem Fonds Wert BayerBerkshire Hathaway
Das US-Unternehmen Berkshire Hathaway ist eine Beteiligungsgesellschaft mit über 50 Tochtergesellschaften, die in einer Vielzahl unterschiedlicher Bereiche tätig sind. Das Kerngeschäft besteht aus Versicherungsdienstleistungen. Das Unternehmen handelt mit Fahrzeugversicherungen, Schadens- und Unfallversicherungen sowie private Lebens- und Krankenversicherungen. Weitere Sektoren sind Medien (Buffalo News, Business Wire), der Betrieb von Flugschulen oder des größten Schienennetzes Nordamerikas, aber auch Möbelhandel, Energieversorgung sowie die Produktion von Schuhen, Süßigkeiten und Teppichen gehören zum Portfolio. Ende Januar 2016 verkündete das Unternehmen die Übernahme der Precision Castparts Corporation, einem weltweit führenden Herstellern von komplexen Metallkomponenten und -produkten.Blackrock
Die BlackRock, Inc. hat seinen Hauptsitz in New York City und ist hauptsächlich in der Internationalen Vermögens- und Risikoverwaltung tätig.

Gegründet wurde das Unternehmen im Jahre 1988 und ist seit dem Jahre 1999 börsennotiert. Das verwaltete Vermögen beträgt aktuell 4,65 Billionen US-Dollar und macht BlackRock damit zum größten unabhängigen Vermögensverwalter weltweit.

BlackRock hält an allen 30 DAX Unternehmen umfangreiche Beteiligung, u.a.mit 6,1 % an der Deutschen Bank(Stand 08. August 2016). Die 13.000 Mitarbeiter weltweit betreuen Kunden in mehr als 100 Ländern.BMW
Die BMW AG ist einer der weltweit führenden Hersteller von Automobilen und Motorrädern. Die Besonderheit des Unternehmens besteht darin, dass es eine reine Premium-Markenstrategie verfolgt: BMW entwickelt, produziert und vermarktet seine Produkte unter den bekannten Marken BMW, Rolls-Royce Motor Cars und MINI. Darüber hinaus bietet die Gruppe im Zusammenhang mit ihren Produkten Premium-Dienstleistungen für individuelle Mobilität. Dazu gehören Finanzleistungen wie Finanzierung, Leasing, Vermögensmanagement oder das Flottengeschäft für Privat- und Geschäftskunden. Im Software-Standort Ulm entwickelt die BMW-Tochterfirma BMW Car IT GmbH Software für Fahrzeuge und individuelle Mobilität; besonderer Fokus liegt dabei auf der Fahrzeugvernetzung. Mit dem Hersteller Toyota kooperiert das Unternehmen bei der Elektrifizierung von Antrieben und der Entwicklung von Brennstoffzellen. Die Standorte in 150 Ländern auf allen sechs Kontinenten werden von der BMW Unternehmenszentrale in München aus verwaltet.Coca Cola
Im NDACinvest Aktienfonds wurde ein neues Unternehmen aufgenommen, dass jung und alt wohl alle kennen: Die The Coca-Cola Company mit Sitz in Atlanta. Der weltweit größte Anbieter von alkoholfreien Getränken hat ein Portfolio
von mehr als 500 Marken und ist Anbieter Nummer 1 in Sachen Erfrischungsgetränke, Säften, Fruchtsaftgetränken sowie Ready-to-Drink Kaffees. Des Weiteren gehören Wässer, Energydrinks, Heissgetränke, Tees und Sportgetränke zum umfassenden Sortiment. Daimler
Die Daimler AG ist ein global operierender Automobilhersteller. Personenkraftwagen und Nutzfahrzeuge sowie Finanzdienstleistungen bilden das Kerngeschäft des zu den weltweit führenden Autoproduzenten zählenden Konzerns. Daimler vertreibt seine Fahrzeuge und Dienstleistungen in nahezu allen Ländern der Welt und hat Produktionsstätten auf fünf Kontinenten. Zum heutigen Markenportfolio zählen neben Mercedes-Benz, der wertvollsten Premium-Automobilmarke der Welt, die Marken smart, Freightliner, Western Star, BharatBenz, Fuso, Setra und Thomas Built Buses.Deutsche Post
Um das NDACInvest Depot um den Bereich Logistik zu erweitern haben wir das weltweit größte Logistik- und Postunternehmen in unser Portfolio aufgenommen, das wohl jeder kennt: die DEUTSCHE POST AG.
Das Unternehmen mit Sitz in Bonn, dessen Entstehungsgeschichte bis ins Jahre 1490 zurückreicht,  ist seit dem Jahre 2000 Bestandteil des deutschen Leitindexes DAX an der Frankfurter Wertpapierbörse und seit September 2013 im EURO STOXX 50 notiert.
Seit März 2015 tritt der Konzern, der weltweit ca. 493.000 Mitarbeiter beschäftigt, unter der Bezeichnung Deutsche Post DHL Group auf.Diese haben im Jahre 2014 einen Umsatz in Höhe von 56,6 Milliarden erwirtschaftet.
Die Deutsche Post DHL Group hat sich zum Ziel gesetzt, integrierte Dienstleistungen und auf Kunden zugeschnittene Lösungen für die Verarbeitung und den Transport von Waren in einem globalen Umfeld anzubieten.
Über die KFW-Bankengruppe , die einen Anteil von 20,9 % der 254 Millionen Aktien hält, ist auch die Bundesrepublik Deutschland an dem Unternehmen beteiligt, der Streubesitz beträgt 79,1%, wovon 11,3 % auf Privataktionäre entfallen(Stand 31.Dezember 2015).
Für die Zukunft hat sich die Deutsche Post AG den konsequenten Ausbau des Logistikgeschäftes in den aufstrebenden Ländern (Emerging Markets) sowie eine weitere Expansion des Paketgeschäftes auf die Fahnen geschrieben.
Hierüber konnten sich die NDAC Mitglieder im Jahre 2014 bei einem Besuch des DHL Drehkreuzes am Flughafen Leipzig  einen Überblick verschaffen (wir berichteten damals über die NDACAktiv Fahrt bereits im Depotbericht).
Der Vorstand der Deutschen Post erwartet für das Geschäftsjahr 2016 ein Konzern-EBIT von ca. 3,4 – 3,7 Milliarden Euro und hat am 01. März 2016 ein Aktienrückkaufprogramm beschlossen.
Dieses soll eine Größenordnung von bis zu 60 Millionen Aktien betragen.
Auch im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit denkt das Unternehmen vorauss, so soll die Fahrzeugflotte nach und nach auf Elektroautos umgestellt werden und die Option einer Vermarktung dieser selbst entwickelten Elektroautos für Geschäftskunden wird offengehalten.Deutsche Telekom
Die Deutsche Telekom AG ist in der Telekommunikation- und Informationtechnologie-Branche ein weltweit führendes Dienstleistungs-Unternehmen mit Sitz in Bonn.

Die Wettberwerbsfähigkeit des Konzerns, eine starke Marktposition und nicht zuletzt die attraktive Dividende sind gute Gründe für den NDACInvest Aktienfonds,in das Unternehmen zu investieren.

Die Deutsche Telekom AG bietet Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Mobilfunk, Festnetz, Breitband sowie Internet-TV für Privatkunden. Im Businessbereich bietet T-Systems mit Ihren 46.000 Mitarbeitern integrierte Lösungen und Dienstleistungen der Informations- und Kommunikationstechnik (ICT) für Groß- und Geschäftskunden an.

Mit rund 156 Millionen Mobilfunk-Kunden, 29 Millionen Festnetz- und über 18 Millionen Breitband-Anschlüssen bieten sich dem Konzern durch Entwicklung neuer Geschäftsfelder und Dienstleistungen neue Wachstumschancen.

Für Europas führenden Telekommunkations-Anbieter haben weltweit ca. 225.00 Mitarbeiter im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 69,2 Milliarden Euro erwirtschaftet, davon knapp 64 Prozent außerhalb Deutschlands. Insbesondere das boomende US-Mobilfunkgeschäft von T-Mobile US, der am schnellsten wachsende Mobilfunkbetreiber in den Vereinigten Staaten, trägt zum jährlichen Umsatzwachstum von 1 – 2 % in den letzten 4 Jahren bei.

Der Deutsche Staat ist mit knapp 32 Prozent am Unternehmen beteiligt. Weiteres zur Deutschen Telekom, dem Depotwert unseres FondsE.ON
Weitere Informationen über E.ONEVONIK

Seit mittlerweile mehr als ein Jahrzehnt gehört EVONIK als weltweit präsenter Chemiekonzern zu den Global Playern der Branche. Das Unternehmen hat seinen Firmensitz in der Ruhrgebietsgroßstadt Essen. Neugegründet wurde EVONIK durch Abspaltung und Herauslösung aus der Ruhrkohle AG. Aus dem traditionellen schwarzen Steinkohlebergbau der Ruhrkohle AG wurde die weiße EVONIK-AG mit den drei Nicht-Steinkohlesparten Chemie, Energie und Immobilien. Power to Create lautet der Slogan, mit dem 35.000 EVONIK-Mitarbeiter seitdem Umsatz, Gewinn und Aktiendividende erwirtschaften. Die Marktkapitalisierung liegt bei deutlich über 15 Mrd. Euro. Der Aktienkurs hat sich im Laufe der vergangenen fünf Jahre auf den damaligen Wert stabilisiert. Die Aktionäre können auch bis zum Ende des Jahrzehnts mit einer gleichbleibend guten Dividende rechnen. Weitere Informationen über EVONIKFresenius
Die Fresenius SE ist ein international tätiger Gesundheitskonzern, der Produkte und Dienstleistungen für Krankenhäuser, die ambulante medizinische Versorgung von Patienten und die Dialyse anbietet. Weitere Arbeitsfelder sind das Krankenhausträgergeschäft sowie Engineering- und Dienstleistungen für verschiedene Gesundheitseinrichtungen. Zum Fresenius-Konzern gehören vier Unternehmen, die weltweit eigenverantwortlich wirtschaften und handeln: Fresenius Medical Care, Fresenius Kabi, Fresenius Helios und Fresenius Vamed. Fresenius Medical Care ist der weltweit führende Anbieter von Produkten und Dienstleistungen für Patienten mit chronischem Nierenversagen. Fresenius Kabi ist Marktführer in der Infusionstherapie und in der klinischen Ernährung in Europa. Die Helios Kliniken Gruppe ist eines der größten und medizinisch führenden Klinikunternehmen Europas und auf den Betrieb und das operative Management von Krankenhäusern spezialisiert. Vamed ist weltweit im Projekt- und Managementgeschäft von Gesundheitseinrichtungen tätig. Dazu zählen Krankenhäuser, Gesundheitszentren sowie Thermen- und Wellnesscenter. Darüber hinaus werden über die Fresenius NetCare Dienstleistungen im Bereich Informationstechnologie angeboten. Fresenius – Geschichte – Erfolge – AktienK + S AG
Ein neues Unternehmen wurde in den NDACinvest Aktienfonds aufgenommen, die K + S AG (früher Kali und Salz AG) mit Sitz im hessischen Kassel. Es ist ein börsennotiertes Bergbauunternehmen mit Schwerpunkten in der Kali- und Salzförderung und einer der weltweit führenden Anbieter von magnesium- und kalihaltigen Produkten für industrielle und landwirtschaftliche Anwendungsbereiche. Mehr über die Kali und Salz AGOMV
Im Zuge unserer Neuausrichtung des NDACinvest-Aktienfonds haben wir ein neues großes europäisches Unternehmen in unser Portfolio aufgenommen. Hierbei handelt es sich um das österreichische Unternehmen OMV (früher Österreichische Mineralölverwaltung – ÖMV).

Der OMV-Konzern ist eines der führenden Erdöl- und Erdgasunternehmen in Mittel- und Osteuropa mit weltweiten Explorations- und Produktionsaktivitäten. Es ist das größte börsennotierte Industrieunternehmen Österreichs und der führende Erdöl- und Erdgaskonzern in Mitteleuropa.

Der Konzern verfolgt Explorations- und Produktionsaktivitäten in 19 Ländern und auf 5 Kontinenten. Die Gesellschaft verfügt weiterhin über ein umfassendes Tankstellennetz, dazu gehören rund 4.100 Tankstellen in 11 Ländern.

Die Aktionärsstruktur der OMV ist: ÖIAG 31,5 %, IPIC 17,6 %, Streubesitz 50,9 %.

Des Weiteren hält die OMV wichtige Beteiligungen: 36% Beteiligung an Borealis A/S, 20,2% Beteiligung an der ungarischen MOL, 45% an der BAYERNOIL Raffinerie GmbH, 50 % an der EconGas GmbH, 51% an Petrom SA sowie 36,4% an der türkischen Petrol Ofisi.

Das neueste Projekt der OMV betrifft den Nordwesten von Abu Dhabi. Dort sollen bisher unerschlossene Offshore Öl- und Gasfelder untersucht werden. Dazu wurde ein Abkommen zur Felduntersuchung mit der nationalen Ölgesellschaft von Abu Dhabi und der US-Ölgesellschaft Occidental unterzeichnet, welches eine Laufzeit von 4 Jahren hat.

Die OMV hat mit rund 24.100 Mitarbeitern im Jahre 2015 einen Konzernumsatz von ca. 23 Milliarden Euro erwirtschaftet, wobei die Marktkapitalisierung Ende 2015 bei 9 Milliarden Euro lag. Weitere Informationen zum OVMRWE

Spätestens seit der Fusion mit den Vereinigten Elektrizitätswerken Westfalen, den VEW zur Jahrtausendwende ist die RWE, Rheinisch-Westfälische Elektrizitätswerk AG ein europaweit führender Energieversorger. Die Innogy AG ist eine der heute fünf namhaften Tochtergesellschaften von RWE. Strom wird von RWE nicht nur erzeugt, sondern auch bis zum Endkunden hin vertrieben. Vergleichbar ist die lückenlose Wertschöpfungskette beim Gas; sie reicht vom Bohrloch bis zum heimischen Brennwertkessel. Anlässlich der 2017er Steuererstattung in Milliardenhöhe aufgrund eines höchstrichterlichen Urteils ist der RWE-Aktienkurs deutlich angestiegen. Die Aktionäre können nach aktueller Prognose bis zum Jahrzehntwechsel mit einer regelmäßigen Dividende rechnen. Darauf bauen auch die Kommunen an Rhein und Ruhr, die mit insgesamt deutlich mehr als zehn Prozent an RWE beteiligt sind.Sanofi
Ein weiterer neuer Wert in unserem NDAC-Portfolio ist der Pharma-Konzern Sanofi.
Sanofi ist aus der Fusion und Integration einer Vielzahl pharmazeutischer Gesellschaften, die in der Mehrzahl Familienunternehmen waren, entstanden. Der Sanofi-Konzern mit Hauptsitz in Paris ist dank seiner europäischen Wurzeln eines der führenden Pharmaunternehmen weltweit geworden.
Die Gesell­schaft entstand am 31. Dezember 2004 infolge der Übernahme von Aventis durch Sanofi-Synthelabo.
Aventis wiederum ist Ende des Jahres 1999 aus dem Zusammenschluss von Rhône-Poulenc und dem Frankfurter Unternehmen Hoechst hervorgegangen.
Im Jahre 2011 wurde ein neues Firmenlogo eingeführt und die Verkürzung des Firmennamens von Sanofi-Aventis zu Sanofi beschlossen.
Die Sanofi-Gruppe gehört zu den weltweit führenden Gesundheitsanbietern und hat sich gemäß Umsätzen 2014 nach IMS zum viertgrößte Pharmaunternehmen weltweit entwickelt.
Auch in Deutschland ist Sanofi sehr erfolgreich und nach Umsatz der viertgrößte Hersteller von Arzneimitteln (nach IMS Pharmascope und IMS DKM).
Sanofi hat seine Schwerpunkte auf innovative Medikamente (in Therapiegebieten wie Herz-Kreislauf, Onkologie, Thrombose, das Zentrale Nervensystem und Innere Medizin), Impfstoffe (hier Weltmarktführer durch die Tochtergesellschaft Sanofi Pasteur), Lösungen bei Diabeteserkrankungen, frei verkäufliche Gesundheitsprodukte (Consumer Health Care), Tiergesundheit (Merial) und Genzyme (Seltene Erkrankungen) gesetzt.

Der Umsatz im Jahr 2014 betrug 33,8 Milliarden Euro weltweit und wurde von 110.000 Mitarbeitern in 100 Ländern erwirtschaftet.

Mehr als 16.000 Mitarbeiter sind in Amerika, Europa und Asien mit der Erforschung und Entwicklung von neuen Medikamenten und Impfstoffen beschäftigt.

Die Sanofi-Aventis Deutschland GmbH ist ebenfalls ein Unternehmen der Sanofi-Gruppe und beschäftigt in Deutschland etwa 9.200 Mitarbeiter, davon 8.400 direkt bei Aventis Deutschland GmbH, die übrigen bei anderen Tochterunternehmen des Konzerns, wie z. B. Genzyme, Merial GmbH, Nattermann & Cie GmbH sowie Zentiva Pharma GmbH. Mehr über SanofiStatoil
Statoil ASA ist ein norwegisches Unternehmen, das in der Exploration und Förderung von Öl und Gas aktiv ist. Im norwegischen Kontinentalschelf ist der Konzern der führende Betreiber, aber auch weltweit an den wichtigsten Öl- und Gas-Vorkommen aktiv. Zum Portfolio gehören der Verkauf von Rohöl und Kondensat sowie Erdgas, aber auch die Weiterverarbeitung und die Veredelung. Darüber hinaus ist der Konzern in der Entwicklung neuer Energieressourcen tätig und unterhält Offshore-Windparks und treibt Vorhaben in der Kohlenstoff-Abscheidung und -Speicherung (CCS) aktiv voran. Letzteres umfasst Bestrebungen zur Reduzierung von CO2-Emissionen in die Atmosphäre, indem diese abgespalten und in unterirdischen Lagerstätten gespeichert werden.Unilever
Unilever ist einer der weltweit größten Anbieter von Markenartikeln in den Bereichen Ernährung, Körperpflege, Parfum, Kosmetik sowie Wasch- und Reinigungsmittel. Der wesentliche Teil des Unilever-Geschäftes besteht aus der Herstellung und dem Vertrieb von täglich gebrauchten Markenartikeln. Die beiden Unternehmen Unilever N.V. und Unilever plc bilden eine lose Einheit, welche von einem gemeinsamen Management geleitet wird und vertraglich eng miteinander verbunden ist. Zu den Produkten des Unternehmens gehören unter anderem Deodorants, Körperpflegeprodukte, Haushaltsreiniger, Koch- und Backprodukte wie Dressings, Brotaufstriche und Tütensuppen sowie Getränke und Eiscreme. Unilever hält in seinen Produktkategorien einige weltweit bekannten Marken wie Axe, Dove, Knorr, Rama, Brunch, Livio, Lipton und Ben & Jerry’s.

Die Jahresendrallye fällt aus

Die Jahresendrallye fällt aus, oder?!

Die Märkte sind nervös. Der Dax bewegt sich, abgesehen von einzelnen Zuckungen nach oben, kontinuierlich in Richtung Süden. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Aber es gibt durchaus Hoffnung, dass der Kurs doch noch in eine Rallye mündet.

Handelsstreit USA/China

Anfang Oktober hat US-Vizepräsident Mike Pence eine Rede gehalten. Inhalt waren die altbekannten Vorwürfe, China würde unfairen Wettbewerb im bilateralen Handel betreiben und hege geostrategische Ambitionen auf eine wichtigere, wenn nicht dominierende Rolle in der Weltpolitik.

Auf einem Treffen der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (APEC) im November legte der Vizepräsident dann nach und lieferte sich einen offenen Schlagabtausch mit dem chinesischen Präsidenten Xi mit langen Listen von gegenseitigen Beschuldigungen, die in dieselbe Richtung zielten. Und da ein Asiate, allen voran der chinesische Präsident, nicht gern sein Gesicht verliert, war er natürlich nicht dazu angetan, den Handelsstreit zwischen beiden Supermächten zu entspannen. Präsident Trump hatte zwar vor vier Wochen noch vollmundig behauptet, eine Lösung sei möglich. Doch diese aktuellen Entwicklungen geben Anlass zu Zweifeln.

Auf der anderen Seite treffen Trump und Xi auf dem G20-Treffen am 30.11. und 1.12.2018 in Argentinien zusammen. Und da sollte es doch möglich sein, eine erste Übereinkunft zu erzielen, zumal es Trump die Gelegenheit gibt, sich zu einem großen Dealmaker aufzuschwingen und damit auch die zuletzt nicht mehr so intakte US-Konjunktur wieder anzukurbeln.

Zinserhöhung der FED – Kommt sie wirklich?

Soviel steht wohl fest: Im Dezember wird FED-Chef Jay Powell den Leitzins um ein Viertel Prozent anheben. Für 2019 hat er Erwartungen für drei weitere Zinsschritte geschürt, die zu einer Erhöhung von insgesamt 1 Prozent führen würden, wenn es bei dem bisherigen 0,25-Prozent-Rhythmus bleibt. Zu viel, sagen insbesondere Volkswirte, die die internationalen Finanzmärkte im Blick haben.

Es scheint, als würde Powell die Volkswirte und deren Bedenken langsam ernst nehmen. So ist er Mitte November im Rahmen einer Podiumsdiskussion von seiner dogmatischen Linie (1 + 3 Zinsschritte) abgerückt und formulierte besonnener, dass er sich natürlich stets die konjunkturelle Entwicklung sowie konjunkturelle Frühindikatoren anschaue. Auch beim FED-Chef sind also langsam die Signale vom Ende des ungebremsten Wachstums angekommen.

Brexit – Eine unendliche Geschichte

Wir wissen natürlich nicht, ob der 70. Geburtstag des britischen Thronfolgers Prinz Charles irgendeinen Einfluss auf das Theater in London im Ergebnis der Brexit-Verhandlungen hatte. Vermutlich aber nicht, denn eine so geschwächte Regierung Ihrer Majestät gab es selten in der Nachkriegszeit. Premierministerin Theresa May peitschte den erzielten Kompromiss durch ihr Kabinett und verlor in der Folge gleich zwei ihrer Minister, darunter den für den Brexit verantwortlichen. Auch wenn jetzt eine gesichtswahrende Unterstützung für May vonseiten der EU in Form einer 26 Seiten umfassenden gemeinsamen Erklärung veröffentlicht wurde, könnte es aber durchaus noch zum ungeregelten, harten Brexit kommen. Das Dokument enthält einige Änderungen, die Premierministerin May ihren Kritikern im Unterhaus daheim als Erfolg verkaufen kann. In der Irlandfrage heißt es nun, beide Seiten seien „fest entschlossen“, eine dauerhafte Lösung zu finden, die eine harte Grenze zwischen der Republik Irland und dem britischen Landesteil Nordirland verhindert. Zuvor war lediglich von einer „Absicht“ die Rede. Auch bei künftigen Zoll-Arrangements sollen alle technologischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden. Ob sich damit aber die harten Brexitiers im Unterhaus besänftigen lassen, bleibt jedoch immer noch die große Schicksalsfrage des Vereinigten Königreiches, denn es ist nur eine Erklärung und damit nicht rechtsverbindlich.

Italiens Haushalt

Nun haben sie sich wieder höfliche Briefe geschrieben, die Regierung in Rom und die EU. Und was ist passiert? Nichts … So wird Italien wahrscheinlich als erstes Land der EU ein Defizitverfahren durchlaufen und eine Milliardenstrafe erhalten. Das Land bleibt trotzdem hart, denn erstens dauern Verfahren in der EU eine lange Zeit, sodass die dafür verantwortliche Regierung nicht mehr im Amt sein wird. Und zweitens gibt es für die dann amtierende Regierung auch wieder einen Grund, den Etat zu strapazieren. Welch Überraschung, denn auch diese Milliarden werden aus dem Haushalt beglichen.

Allerdings besteht jetzt die akute Gefahr, dass die Finanzmärkte nun endgültig zu ihrer Eurokrise mit Italien im Zentrum des Sturms kommen. Das Kapital flüchtet bereits aus Europa. In den USA gibt es ja, wie wir alle wissen, schon längere Zeit viel bessere Zinsen. Bisher will die Politik die Krise nicht wahrhaben. Und so ist zu befürchten, dass bei dem Sachverstand unserer Finanzpolitiker die Finanzmärkte uns überrollen.

Erdölpreis

In nur sechs Wochen ist der Ölpreis um 30 Prozent gesunken. Auch wenn die Verbraucher aktuell wegen der Probleme in der Binnenschifffahrt und des Ausfalls von Raffineriekapazitäten nichts bemerken, zeigt der Schmierstoffindikator der Weltwirtschaft deutlich nach unten. Natürlich sind hier sehr viele Spekulanten am Werk, die ja bekanntlich an beiden Tendenzen verdienen.

Fazit

Die Märkte sind in Folge der Negativentwicklungen eingebrochen. Eine nachhaltig positive Nachricht zu den oben aufgeführten Problemen kann jedoch die Trendwende an den Märkten herbeiführen und doch noch eine kleine Rallye auslösen. Aber Vorsicht ist nicht nur die Mutter der Porzellankiste, sondern hat auch die gleiche Gültigkeit an den Börsen.

Zu Besuch bei der Helma Eigenbau AG

Zu Besuch bei der Helma Eigenbau AG

Niedersächsischer Aktienclub unterwegs in Lehrte und Burgdorf

Für seinen NDACaktiv-Tag am Mittwoch, den 20. Juni hatte der Niedersächsische Aktienclub ein attraktives Tagesprogramm vorbereitet. Mit den beiden Unternehmensbesichtigungen Helma Eigenheimbau AG in Lehrte am Vormittag und der Hannoverschen Kaffeemanufaktur GmbH & Co. KG in Burgdorf am Nachmittag war der Aktivtag ebenso gut aufgeteilt wie ausgefüllt.

Bei der Helma Eigenbau AG

Der gemeinsame Erlebnistag begann morgens um 10.00 Uhr vor Ort in Lehrte auf dem Firmengelände der Helma Eigenheimbau AG. Elaine Hirsch MBA nahm als Vorstandsassistentin der Helma Eigenheimbau AG die NDAC-Besuchergruppe in Empfang. Bedingt durch mehrere Baustellen war die Anreise für die überwiegend ortsunkundigen Clubmitglieder nicht einfach. Nach der akademischen Viertelstunde war es dann soweit; Dipl.-Kfm. Gerrit Janssen, seit neun Jahren als Finanzvorstand bei Helma tätig, stellte die Helma Eigenheimbau AG als einen der bundesweit führenden Massivhaus-Anbieter vor. Das im Jahr 1980 gegründete Unternehmen mit Stammsitz in Lehrte, knapp 20 Kilometer von Hannover entfernt, entwickelt, plant, baut und verkauft sowohl schlüsselfertige als auch individuelle Ein- und Mehrfamilienhäuser in Massivbauweise. Die Bauherren können bei Helma unter rund drei Dutzend ganz unterschiedlichen Musterhäusern auswählen.

Herr Janssen gab anhand von Zahlen, Daten und Fakten einen aktuellen Überblick über die Unternehmensentwicklung mit Wachstum, Umsatz, Gewinnsteigerung nebst Kursentwicklung der Helma-Aktie. Der anschließende Vortrag von Herrn Rudolph war mindestens ebenso interessant. Vorgestellt wurde das Häuserprogramm mit seiner heutzutage vielgefragten Ausrichtung auf die Energetik mit dem modernen Energiesparhaus. Als Beispiele dafür erläuterte er anhand des Modelltyps HausPlus die Vorteile von kostenneutraler Stromerzeugung und Stromnutzung. Die anschließende Besichtigung einiger Musterhäuser rundete das Besuchsprogramm bei Helma ab.

Zum Mittag wartete auf die Reisegruppe ein Lunchbuffet im Median Hotel Hannover-Lehrte. Sowohl das Restaurant des 4*-Tagungshotels als auch das Speisenangebot fanden großen Anklang. Anderthalb Stunde später ging es in einer kurzen Fahrt weiter nach Burgdorf zur Hannoverschen Kaffeemanufaktur.

In der Hannoverschen Kaffeemanufaktur

Die Manufaktur hat ihren Sitz im Ortsteil Heeßel, etwa zwei Kilometer vom Stadtzentrum Burgdorf entfernt. Die Genussreise und damit die Präsentation der Kaffeewelt war ein Erlebnis für jeden der Teilnehmer. In unterhaltsamer Atmosphäre wurden die Clubmitglieder von einem leitenden Mitarbeiter der Kaffeemanufaktur durch die „Hannoversche Kaffeewelt“ geführt und mit vielerlei Informationen buchstäblich gefüttert. Die Historik rund um den Kaffee bot Interessantes bis Kurioses wie den Katzenkaffee, bei dem Wildkatzen Kaffeekirschen fressen und unverdaut ausscheiden. Erlebenswert war die Besichtigung der Rösterei. Das junge Familienunternehmen ist von Geschäftsführer Andreas Berndt erst Anfang der 2010er-Jahre gegründet worden. Herr Berndt machte damals sein Hobby Kaffeerösten zum Beruf. Als ausgebildeter Röstmeister und diplomierter Kaffeesommelier entschied er sich für die „klassische Wiener Röstung“. Sie ist so sanft wie schonend und entwickelt alle gewünschten Aromen geradezu perfekt. Davon konnte sich unsere Besuchergruppe anlässlich einer Einweisung in den Röstprozess überzeugen. Die ausgiebige Kaffeeverkostung sorgte für so manches Aha. Den Höhepunkt bildete die Vorführung der manuellen Kaffeeröstung mit einem Handröster.

Kaffee des Monats Juni bei der Hannoverschen Kaffeemanufaktur ist der Malawi Mzuzu.

Die Kaffeebohne wächst in den nährstoffreichen Böden der Berge Malawis in etwa 1.500 Höhenmetern. Damit bietet sie beste Voraussetzungen für diesen besonderen Arabica. Die Kaffeebohne wird von Kleinbauern angebaut, von Hand geerntet, nass aufbereitet und überzeugt den Kaffeegenießer mit Noten von Cranberry.Gegen 16.30 Uhr war die Unternehmensbesichtigung beendet, und somit auch der diesjährige Aktivtag des NDAC. Das Programm hat allen Clubmitgliedern gut gefallen. Die Vorfreude auf den nächsten NDACaktiv-Tag ist groß, ebenso wie die Erwartung darauf, wohin die Reise

Aktuelle Depotberichte

Die aktuellen Depotberichte des Niedersächsischen Aktienclubs zum Download

In regelmäßigen Abständen veröffentlichen wir unseren Depotbericht. Die aktuellsten Depotberichte können Sie hier ansehen.

Depotberichte zum Download:

2018

Depotbericht 4. Quartal 2018

Depotbericht 3. Quartal 2018

Depotbericht 2. Quartal 2018

Depotbericht 1. Quartal 2018

Um weitere NDAC-Depotberichte aus den Jahren  2002 – 2017 zu lesen, klicken Sie bitte hier.

Crowdinvesting oder Fondsinvestment

Ist Crowdinvesting besser als Fondsinvestment?

Viele Kleinanleger träumen davon, in eine Garagenfirma zu investieren und dann als neuer Bill Gates mit einem Imperium, zumindest anteilig, aus dem Traum zu erwachen. Und so berichten die Medien immer wieder von gelungenen Beteiligungen, die auf Investorenkonferenzen, teilweise sogar mit staatlicher Unterstützung, abgeschlossen werden. Das Ganze wird dann unter dem Begriff Crowdinvesting verkauft. Auch Kleininvestoren können sich über entsprechende Internetportale beteiligen.

Was ist Crowdinvesting?

Crowdinvesting (aus dem Englischen: Investition durch eine Menschenmenge) ist eine Finanzierungsform, bei der sich zahlreiche Personen (Mikroinvestoren, Investoren, Anleger) mit typischerweise eher geringen Geldbeträgen über das Internet an zumeist jungen Unternehmen, Start-ups genannt, beteiligen. Das geschieht überwiegend durch stille Beteiligungen, Genussrechte oder partiarische Darlehen. Ziel ist es, Kapital für ein Start-up oder für eine neue Investition eines bereits bestehenden Unternehmens zu generieren. Der Anreiz für die Anleger liegt dabei wiederum darin, auf hohe Rendite zu hoffen, das heißt, dass die Firma irgendwie erfolgreich sein wird.

Wie ist die rechtliche Lage für den Anleger zu beurteilen?

Bei der stillen Beteiligung handelt es sich nach der gesetzlichen Regelung generell um eine Fremdkapitalforderung und nicht um eine Beteiligung am Eigenkapital. Eine Beteiligung am Eigenkapital liegt nur dann vor, wenn der stille Gesellschafter auf Grundlage eines vorher bestehenden Gesellschaftsvertrags dasselbe Verlust- und Insolvenzrisiko tragen soll wie ein Kommanditist.

Genussrechte oder partiarische, also gewinnabhängige Darlehen werden auch als Mezzanine-Kapital (Mischform) bezeichnet. Hierbei handelt es sich um ein Kreditverhältnis, das mit einer Erfolgsbeteiligung gekoppelt ist. Der Einfluss des Kleininvestors auf das Unternehmen ist dabei in einem Vertrag zwischen dem Mikroinvestor und dem Unternehmen geregelt.

Die Rechte eines Crowdinvestors in Deutschland sind seit dem 10.7.2015 durch das Kleinanlegerschutzgesetz geschützt.

Wie läuft Crowdinvesting ab?

Die potenziellen Investoren werden meistens über das Internet als Kapitalgeber für Unternehmen angesprochen. Der Mindestinvestitionsbetrag ist so gewählt, dass zahlreiche Kapitalgeber benötigt werden, wobei sich jedermann auch mit Kleinbeträgen beteiligen kann. Die Beträge fließen zusammen in einen Topf und dienen der Finanzierung der durch die Anleger ausgewählten Unternehmen oder Projekte. Im Erfolgsfall erhalten die Anleger dann eine Erfolgsbeteiligung an dem von ihnen finanzierten Unternehmen.

Aber auch die Teilhabe des Mikroinvestors am Gewinn des Unternehmens und ggf. zusätzlich an dessen Wertsteigerung ist möglich, auch beispielsweise in Form einer Abfindung beim Ausstieg des Mikroinvestors (Ablauf der Mindestbeteiligungsdauer beachten). Die Hoffnung auf eine sehr ausgeprägte, leider aber nicht immer eintretende Wertsteigerung des Investments ist dabei in der Regel das Hauptmotiv des Mikroinvestors.

Wie ist Crowdinvesting zu beurteilen?

Für professionelle Investoren ist das seit Langem ein Geschäftsmodell, das gut funktioniert und hohe Renditen abwirft. Allerdings ist das Ganze für Kleinanleger auch auf das Prinzip Hoffnung gebaut. So kann es ganz schnell passieren, dass eine Firma insolvent geht, weil das Start-up eben doch nicht so läuft, wie geplant. Insolvenzverfahren können dauern, aber es ist dann auch nicht sicher, ob der Anleger aus der Insolvenzmasse noch etwas erhält. In der Regel haben die Banken und andere Gläubiger höherrangige Ansprüche. Das liegt daran, dass die meisten Crowdinvestings mit Nachrangdarlehen arbeiten. Investoren sollten also vorher unbedingt prüfen, warum die Banken den Geldhahn zugedreht haben oder eine Finanzierung von vornherein ablehnen. Deshalb werden auch höhere Zinsen als Risikozuschlag für das geliehene Kapital geboten als bei einer Bank.

Aber wenn es gut geht und die Investition ein Erfolg wird, dann ist den Investoren eine gute Rendite sicher – wenn auch vielleicht nicht immer in Höhe von 300 Prozent wie zum Beispiel beim Obst- und Gemüsesnackhersteller „Erdbär“, der die Quetschies „Freche Freunde“ erfolgreich auf den Markt brachte.

Die Zahl der Erfolgsmeldungen hält sich allerdings leider in Grenzen. Das liegt einerseits an der noch jungen Historie des Crowdinvestings, aber andererseits auch an den Verschwiegenheitserklärungen. In Deutschland starteten die ersten Schwarmfinanzierungen erst 2009 mit zuletzt wachsender Tendenz. Im letzten Jahr flossen rund 34 Millionen Euro auf diesem Weg in die Unternehmen.

Der Gesetzgeber hat leider versäumt, die strengeren Regeln des Kleinanlegerschutzgesetzes auch auf Crowdinvesting anzuwenden. So ist bei der ganz bestimmt nicht bescheidenden Summe bis 2,5 Millionen Euro, welche durchaus für ein Projekt eingesammelt werden kann, nur ein dürres Vermögensinformationsblatt statt eines Verkaufsprospektes vorgesehen.

Fazit

Bei einem Aktienfonds ist das Geld sehr viel sicherer und chancenreicher angelegt als bei einem Crowdinvestingprojekt. Deshalb sollten Anleger das Ganze besser als Casino sehen und nur Spielgeld investieren, denn das Geld liegt fest, und ob sie aus dem Investment eine Rendite sehen, steht meistens in den Sternen. Bei einem Aktienfonds hingegen gibt es erstens mehr Informationen, zweitens eine breite Streuung, und sie können auch hier eine Ausschüttung erhalten, wenn sie den entsprechenden Fondstyp wählen.Lesen auch 

Italien schüttelt die Märkte durch

Italien schüttelt die Märkte durch

In den letzten Tagen wiesen die Finanzmärkte Fiebertendenzen auf, ihre Kurven schwankten sehr stark. Auch der Euro war nicht gerade ein stabilisierendes Element. Die Risikoaufschläge auf italienische Staatsanleihen stiegen. Das war leider zu erwarten gewesen. Schuld daran war die schon wieder gescheiterte Regierungsbildung in Italien.In Italien haben sich, wie bereits von uns berichtet, die beiden populistischen Parteien Lega Nord und Fünf Sterne zu einem Regierungsbündnis zusammengeschlossen, dessen Regierungsprogramm die politisch Verantwortlichen in der EU, aber leider auch die Finanzmärkte schaudern ließ. Der von beiden Parteien auserkorene Ministerpräsident Giuseppe Conte scheiterte mit der Personalie des Euroskeptikers Paolo Savona am Veto von Staatspräsident Sergio Mattarella. Der 81-jährige Savona sollte nach dem Willen beider Partner den Posten des Wirtschafts- und Finanzministers übernehmen. Der Euroskeptiker, der auch schon als Industrieminister in Italiens Regierung saß, hatte die Frage aufgeworfen, ob Italien den Euro als Landeswährung aufgeben solle. Als verantwortlicher Ressortchef hätte er weit mehr Einfluss auf die italienische Politik, insbesondere die Finanzpolitik ausgeübt.

Eine Übergangsregierung aus Technokraten soll es nun richten

Nun also soll eine Übergangsregierung unter der Führung des ausgewiesenen Finanzexperten und IWF-Sparspezialisten Carlo Cottarelli das Land bis zu Neuwahlen durch die Staatskrise steuern und was noch wichtiger ist, die Finanzmärkte wieder beruhigen. Ob das gelingt, steht noch in den sprichwörtlichen Sternen, denn die zwei bisher die Mehrheit im Parlament stellenden populistischen Parteien werden der Regierung die Zustimmung versagen. Sie streben schon für Juli die nächsten Wahlen an. Das Ergebnis wird jedoch höchstwahrscheinlich nicht viel anders ausfallen, da sich die Rahmenbedingungen in der italienischen Gesellschaft und Wirtschaft nicht über Nacht geändert haben. Im Gegenteil – es wird eine Frustwahl erwartet; für die Populisten wird es weitere Stimmenzuwächse geben. Aber vielleicht gelingt es Cottarelli ja, mit einem überzeugenden Programm und einem dazu passenden Personaltableau aus Spezialisten im Parlament eine Mehrheit zu bekommen.

Die Märkte reagieren nervös

Wir haben es alle gemerkt: Die Märkte sind nicht begeistert von der neuen Staatskrise, wobei noch nicht einmal ganz genau feststeht, welche Nachricht die Märkte in Bezug auf Italiens Gesamtsituation bullisch oder bärisch aufgenommen hat und aufnehmen wird. Zu schnell ändern sich die News aus dem Land, als dass wir daraus einen Trend ableiten können, in welche Richtung die Börsenbarometer ausschlagen werden. Fakt ist aber, dass Italien dringend eine neue Regierung braucht, die die Probleme im Land anpackt und keine Itexit-Pläne aus dem Euro verfolgt bzw. auch nur darüber nachdenkt.

Der Euro hat auch kräftig verloren im Zuge der neuen Hiobsbotschaften, von einst einmal 1,21 Euro auf 1,15 Euro. Das sind schon keine Kleinigkeiten mehr, denn schließlich geht es in den Wechselkursen zum US-Dollar meistens nur Zehntelprozentpunkte rauf oder runter. Der tiefste Stand seit gut einem Jahr verhilft wiederum der deutschen Exportwirtschaft zu neuen Höhenflügen. Das ist doch wenigstens eine gute Nachricht in dem ganzen Italien-Drama.

Wie geht es nun weiter?

Unser „Super Mario“ wird wahrscheinlich als EZB-Präsident und Italiener bald wieder ein Superstatement von sich geben, ganz im Sinne von „whatever it takes“. Dabei ist die Frage nicht, ob, sondern wann es geschieht. Doch wenn er sich noch ein paar Wochen Zeit lässt, könnten die Aktienmärkte zwischenzeitlich noch weiter in Richtung Süden gehen.

Das Zinsniveau in Europa (außer in Deutschland!) steigt, und damit steigen auch die Finanzierungskosten. Das bremst die Konjunktur und gefährdet, wenn der Zins zu hoch ist, die Zahlungsfähigkeit vieler hoch verschuldeter Länder wie eben Italien, aber auch Griechenland, Portugal, Spanien, Irland etc. Das mittlerweile krisenerprobte Management der EU-Finanzmärkte ist auf diese Situation jedoch vorbereitet.

Sorgen machen auch die Spekulanten, denn die internationale Spekulanten-Gemeinschaft ist aktuell unterwegs und verkauft europäische Titel, natürlich speziell Banken, weil diese traditionell italienische Staatsanleihen in ihren Büchern stehen haben.

Aber nicht nur Banken sind davon betroffen, sondern auch eine Vielzahl anderer Titel. Insbesondere deutsche Aktien stehen derzeit auf den Verkaufszetteln. Dabei gehen die Spekulanten davon aus, dass Deutschland ja – so die international unbestrittene Gewissheit – irgendwann für die Schulden von Italien (aber auch Griechenland) aufkommen muss. Ein energisches Statement unserer Bundeskanzlerin oder des Bundesfinanzministers, das dem nicht so sein wird, vermissen wir leider bis zum heutigen Tage.

Fazit

Kleinanleger sollten die Nerven behalten und bei Neuanlagen erst einmal zurückhaltend sein. Wir müssen schließlich nicht ständig handeln. Wer allerdings davon überzeugt ist, dass die zurückgekommenen Werte eine gute Kaufgelegenheit sind, der sollte sich einen Einstieg überlegen. Nicht überlegen müssen die Inhaber von Fonds. Dafür haben sie ja ein Fondsmanagement, das sie vor größeren Verlusten bewahren (sollte). Schwankungen sind natürlich auch hier nicht zu vermeiden.Lesen Sie auch

Eine neue Währung etabliert sich: Petro-Yuan

Eine neue Währung etabliert sich: Petro-Yuan

Einerseits hängt dieses mit dem gewachsenen ökonomischen Gewicht der Volksrepublik China in der Welt zusammen. Andererseits sind es gerade die USA, die mit dem Ausstieg aus dem multilateralen Atomabkommen mit dem Iran und den angedrohten Sanktionen den Aufstieg des Petro-Yuan befeuern.

Die Bedeutung des Petro-Dollar für die USA

Seit dem Zweiten Weltkrieg wird der Handel mit Erdöl hauptsächlich in US-Dollar abgerechnet. Das hierfür verwendete Geld wird auch als Petro-Dollar bezeichnet.
Den meisten Erdöl exportierenden Ländern fehlt es bis heute im großen Umfang an interessanten und renditeversprechenden Investitionsobjekten. So fließt seit jeher ein erheblicher Anteil der Dollarbestände in die USA zurück. Das wiederum führt zu der für die USA komfortablen Situation, dass dem Land erstens beträchtliche sogenannte Seigniorage-Einnahmen (bedeutet so viel wie Münzgewinn) automatisch zufallen, auch Gewinn durch Gelddrucken genannt. Und zweitens senken die bisher immerwährenden hohen Kapitalimporte aus den Ölländern das Zinsniveau in den USA, was Investitionen begünstigt. Die ständig steigende Staats- sowie die private Verschuldung in den USA sprechen Bände. Wie wir schon in früheren Beiträgen festgestellt haben, ist der hohe amerikanische Lebensstandard darauf zurückzuführen. Selbst die kriegerischen Auseinandersetzungen in den letzten Jahrzehnten wurden damit günstig und zum großen Teil auch auf Kosten der Gegner finanziert.
Und ausgerechnet der Präsident, der „Amerika zuerst“ als Slogan einfordert und alles dafür einsetzt, dass seine Politik als erfolgreich angesehen wird, befeuert mit seinem Ausstieg aus dem Iran-Atom-Deal und den angekündigten Sanktionen gegen die Staaten, die weiter am Abkommen festhalten, den Aufstieg der chinesischen Währung im Handel mit Erdöl.

Der neue Petro-Yuan und seine langfristigen Chancen

Natürlich ist der Aufstieg der chinesischen Währung wie alles im Reich der Mitte langfristig, dafür aber nachhaltig angelegt. Also wird es keinen Schnellschuss geben.
Trotzdem erkennen die ersten Banken und Investoren die Chancen, welche die Abwicklung von Rohstoffen in der chinesischen Landeswährung Yuan (anderer Name: Renminbi) mit sich bringt. So erwartet die schweizerische Großbank UBS, dass der Yuan die Dominanz des schuldengeplagten US-Dollars auf dem internationalen Ölmarkt langfristig erschüttern wird. Der seit dem 26.3.2018 in Schanghai an der Shanghai International Energy Exchange (INE) handelbare Ölkontrakt in Yuan (Petro-Yuan) werde darüber hinaus, so die Meinung der UBS, einen fundamentalen Wandel nicht nur auf dem Ölmarkt, sondern auf den Finanzmärkten insgesamt herbeiführen.
Mit dem Petro-Yuan wird auch ein Währungszufluss in die chinesische Währung erfolgen und die Rolle des Yuan als global akzeptierte Handelswährung stärken. Investoren werden dann auch mehr und mehr Kapital auf dem gesamten chinesischen Kapitalmarkt anlegen.
Der weltgrößte Ölimporteur hat jetzt schon eine beträchtliche Verhandlungsmacht und kann diese in Zukunft nutzen, um die Konditionen zu bestimmen und zum Beispiel die Zahlungen auf die einheimische Währung umzustellen.
Zwar wird es noch eine Weile dauern, aber die Bundesbank und die EZB haben schon reagiert. So gab die Bundesbank Anfang des Jahres bekannt, dass sie bereits einen kleinen Teil ihrer Devisenreserven in Yuan umgeschichtet hat. Die EZB hatte schon im Juni 2017 bestätigt, dass sie Devisenreserven im Volumen von 500 Millionen Euro in Yuan umgeschichtet hat, um der gewachsenen wirtschaftlichen Bedeutung Chinas Rechnung zu tragen.
Eine Abwicklung von Erdöl- oder anderen Geschäften in Yuan bietet insbesondere für Banken und Unternehmen Vorteile, die von der US-Regierung verhängte Sanktionen vermeiden wollen. Und das betrifft nicht nur die amerikanischen Iran-Sanktionen. Während alle in Dollar getätigten Geschäfte auf der Welt der US-Administration bekannt sind und der US-Rechtsprechung unterliegen, können Yuan-Geschäfte nicht von der US-Regierung verfolgt werden. Damit bietet sich für Händler eine willkommene Alternative, um den Zahlungsverkehr zunächst für Erdöl und später auch mehr fernab vom US-Dollar abzuwickeln.

Fazit

Mit den bereits verhängten und noch geplanten Sanktionen treiben die USA die betroffenen Staaten schrittweise immer mehr in die Hände Chinas. Damit ist auch absehbar, dass der Dollar und die damit einhergehende gigantische US-Verschuldung auch für Kleinanleger langfristig zu Problemen führen werden.
In einem früheren Beitrag hatten wir schon aussichtsreiche Aktien aus dem Reich der Mitte für interessierte Anleger vorgestellt. Einen kleinen Anteil an Aktien aus Fernost sollte jeder im Depot haben. Oder zumindest eine Aktien und Fondslösung mit einem China-Anteil ist für Anleger eine Überlegung wert.Dies könnte Sie auch interessieren

Wasser als Investitionsobjekt

Wasser als Investitionsobjekt

Wasser – unsere Lebensgrundlage wird immer teurer

Dass Wasser ein lebenswichtiger Rohstoff ist, wissen wir alle. Es ist die Grundlage allen Lebens auf unserem Planeten. Und auch auf anderen Planeten suchen Wissenschaftler zuallererst nach Wasser als Anzeichen für die Existenz von Organismen.

Die Versorgung mit Trinkwasser

Die Wasserversorgung eines industriell entwickelten Landes nutzt unterschiedliche Wasservorkommen als Trinkwasser, zum Teil aber auch für Betriebswasserzwecke: Niederschlagswasser, Oberflächenwasser in Flüssen, Seen und Talsperren, Grundwasser, Mineralwasser und Quellwasser.

In Mitteleuropa gibt es eine zuverlässige, weitgehend kostendeckende und hochwertige Trinkwasserversorgung. Diese wird meist durch öffentliche Anbieter (kommunale Versorger) gewährleistet, die die ökologische Verantwortung übernehmen, sodass die Verbraucher das Wasser aus dem Wasserhahn trinkbar und rein entnehmen können. Dass dies nicht überall so ist, wissen wir aus den leider viel zu häufigen Berichten aus den Regionen der Erde, in denen es kein hygienisch sauberes Wasser gibt. Es wird deshalb rationiert abgegeben oder ist nur sehr teuer zu erwerben, was sich viele Menschen speziell in der Dritten Welt jedoch nicht leisten können.

Statistisch gesehen werden jährlich weltweit rund 4000 Kubikkilometer Frischwasser entnommen. Davon werden etwa 70 Prozent im Agrarsektor, 20 Prozent in der Industrie und 10 Prozent auf kommunaler Ebene verbraucht. Der weltweite Wasserverbrauch hat sich zwischen 1930 und 2000 etwa versechsfacht.

Von den etwa 1,4 Milliarden Kubikkilometern Wasser, die den Blauen Planeten bedecken, sind nur etwa 2,5 Prozent Süßwasser. Aber davon sind wiederum mehr als zwei Drittel in Gletschern und als ständige Schneedecke bzw. im (noch) ewigen Eis gebunden. Weitere 30 Prozent befinden sich als Grundwasser unter der Erde, knapp 1 Prozent bilden Bodenfeuchtigkeit, Grundeis, Dauerfrost und Sumpfwasser. Nur etwa 0,3 Prozent der Süßwasservorräte – das sind rund 100 000 Kubikkilometer bzw. 0,008 Prozent allen Wassers – sind relativ leicht, vor allem in Seen und Flüssen, für den Menschen zugänglich.

Und mit diesem Wasser müssen wir auskommen. Die Endlichkeit der Ressource bedeutet, dass Wasser in der Welt immer teurer wird.

Die wirtschaftliche Seite des Wassers

Der weltweite Wassermarkt kann ein Wachstum wie kaum eine andere Branche aufweisen. Deshalb haben private Anbieter großes Interesse daran, Wasser als Handelsware zu definieren, um diesen Markt zu übernehmen.

Die Kosten für Trinkwasser in Deutschland sind in den vergangenen Jahren laut Statistischem Bundesamt nur leicht gestiegen, aber es gibt regionale Unterschiede. Deutschlandweit erhöhten sich die Kosten für Trinkwasser zwischen 2005 und 2016 im Schnitt um 17,6 Prozent und liegen damit etwas über der Steigerung der Verbraucherpreise mit 16,1 Prozent im selben Zeitraum.

Für die Preissteigerung gibt es in der Praxis eine Vielzahl von Gründen. Hauptgrund dafür ist, dass Versorgungsunternehmen Brunnen wegen Belastungen durch Nitrat oder durch Medikamentenrückstände in der Landwirtschaft aufgeben müssen. Eine weitere Ursache sind völlig überdimensionierte Wasseraufbereitungsanlagen speziell in den neuen Bundesländern. Der Erhalt von Infrastruktur wird außerdem grundsätzlich teurer.

Wie können Anleger von den Preissteigerungen profitieren?

Unternehmen, die sich mit der Gewinnung, Aufbereitung und Nutzung von Wasser beschäftigen, erfreuen sich wachsender Beliebtheit an der Börse. Insgesamt stehen den Anlegern etwa 200 Aktien, die in diesen Bereich fallen, und zahlreiche Index-Konstruktionen zur Verfügung.

Der World Water Total Return Index (WOWAX) zählt zu den bekanntesten Wasser-Indizes, wenn es bei Anlegern um das flüssige Nass geht. Der Index umfasst die weltweit 20 größten Unternehmen aus den Bereichen Wasserversorgung, -infrastruktur und -reinigung. Seit seiner Begebung 2006 stieg der als Performance-Index aufgelegte Wert von 1950 auf aktuell knapp 4600 Punkte. Das zeigt, wie gut sich die Aktien aus dieser Branche aktuell entwickeln.

Es gibt Indexfonds, die den WOWAX und andere in der Branche bekannte Indizes nachbilden, aber auch gemanagte Fonds, die eine Anlagestrategie speziell zum Thema Wasser beinhalten.

Eine interessante Option ist aber auch, einzelne Aktien zu kaufen. Mit Wasseraktien werden solche Aktienwerte bezeichnet, bei denen das jeweilige Unternehmen etwas mit der Gewinnung oder Aufbereitung von Wasser im engeren oder weiteren Sinne zu tun hat. Sowohl international als auch aus Deutschland sind Wasseraktien im Angebot. Dazu zählen zum Beispiel die Aktien des Branchenriesen American Water Works und des deutschen Trinkwasserunternehmens Gelsenwasser AG. Zu den Infrastruktur-Spezialisten im Bereich Wasser gehört das US-Unternehmen Mueller Water Products Inc.

Allerdings sollten Anleger auf jeden Fall bedenken, dass ein Investment in Wasseraktien auf der einen Seite zwar sehr aussichtsreich ist, auf der anderen Seite allerdings verweisen wir aber auch auf ein nicht unerhebliches Risiko wegen der schon genannten Probleme (Belastung des Wassers, Austrocknung von Quellen etc.).

Fazit

Wer wieder einmal verärgert seine Wasserrechnung wegen der hohen Preise betrachtet, hat die Möglichkeit, als Kleinanleger einen Teil der Kosten wieder einzuspielen. Ein Fonds zum Einstieg ist da gerade das richtige Investment.Lesen Sie auch

Die Aussichten der großen Tech-Konzerne

Die Aussichten der großen Tech-Konzerne

Präsident Trump hat viel zu tun mit Twittern, Chaos anrichten und nebenbei regieren. Deshalb dürfen wir annehmen, dass er und auch First Lady Melania nicht auch noch Zeit haben, sich in die örtlichen Geschäfte zu begeben, um dort einzukaufen. Umso bemerkenswerter ist jetzt der beinahe untergegangene Schuss gegen Amazon: Der Konzern lasse die Geschäfte in den Innenstädten immer weiter aussterben, so der Präsident, das könne so nicht bleiben.

Gigant Amazon

So produziert er Mode, Werkzeuge, Elektronik,  etc. Das E-Book Kindle erinnert nur ein wenig an den Ursprung des Konzerns als Buchhändler. Und wer kennt nicht Alexa, die Stimme des Lautsprechersystems Echo. Im internationalen Robotergeschäft ist Amazon führend; allein 5000 Mitarbeiter beschäftigen sich mit der künstlichen Intelligenz. Auch eigene Windparks betreibt der Konzern. Wir könnten die Liste der geschäftlichen Aktivitäten beliebig fortsetzen. Schon allein die Logistik von 25 Flugzeugen und 4000 LKWs zeigt, welchen Umfang die Geschäfte von Amazon angenommen haben.

Und überall fallen Daten an

Dass sich Amazon auch der Daten bedient, die bei den verschiedenen weltumspannenden Geschäftsaktivitäten anfallen, ist nur logisch. Wie bei den anderen Tech-Giganten Google, Facebook, Apple usw. bilden sie die Basis für noch mehr Wachstum und Macht. Ein Oligopol der Techs um die Daten von uns allen hat sich herausgebildet, und die amerikanischen Kartellwächter zögern, dagegen vorzugehen. Einerseits verständlich, schließlich geht es im Kartellrecht um Preismacht. Andererseits gibt es auch Fälle aus der Vergangenheit, wo große Monopolisten durch entsprechende Regulierungen zerschlagen wurden. Wir kennen die historischen Beispiele wie Standard Oil (1911) und den Telefonkonzern AT & T (1913).

Datenkraken: zerschlagen oder nicht zerschlagen?

Heute ist ein solches Vorgehen nicht mehr üblich, schließlich wartet die Konkurrenz nur darauf, in das dann entstehende Vakuum mit ihrer Marktmacht einzusteigen. Wir denken dabei nicht an die OTTO Gruppe in Hamburg (zu klein, leider!), sondern an den chinesischen Konkurrenten Alibaba von Gründer Jack Ma und CEO Daniel Zhang. Alibaba hat das Zeug dazu, Amazon in Zukunft ernsthaft international Paroli zu bieten. Und das werden die Amerikaner nicht zulassen. Schließlich sammelt die chinesische Konkurrenz auch Daten en masse bei ihrer Geschäftstätigkeit, wie der Umsatz von 158,3 Milliarden CNY (China Yuan Renminbi) = rund 25 Milliarden Dollar beweist.

Die Aussichten der großen Tech-Aktien

Der Datenskandal um Facebook hat die Tech-Aktien beben lassen. Aber es stehen keine größeren Verwerfungen an.

Alphabets Gewinnmaschine wird nach Schätzungen der Analysten ca. 25 Prozent Wachstum jährlich auswerfen. Vorsicht ist lediglich geboten, wenn durch die Nebenaktivitäten (künstliche Intelligenz, selbstfahrende Autos etc.) zu viel Kapital erfolglos verschleudert wird.

Facebook hat es wieder einmal geschafft, die Gemüter zu beruhigen. Wenn nicht weitere Skandale das Netzwerk erschüttern, bleiben die Werbekunden dabei. Allerdings, das Problem des nachlassenden Interesses der User muss das soziale Netzwerk in den Griff bekommen. Aber mit einer Marge von aktuell 40 Prozent und finanziellen Reserven von 42 Milliarden Dollar können CEO Zuckerberg und sein Team über eine Strategie erst mal in Ruhe nachdenken und dann auf Shoppingtour gehen.

Amazon dagegen fährt volles Risiko. Die Aktie ist zwar durch den Schuss von US-Präsident Trump etwas zurückgekommen, aber bewegt sich mit einem KGV von 182 immer noch im schwindelerregenden Bereich. Der Verdrängungswettbewerb scheint aber nur auf Kosten der Rendite gewinnbar. Auch besteht zusätzlich die Gefahr, dass Geld in Nebengeschäften verbrannt wird. Ein weiteres Risiko sind die 60 Prozent Umsatzanteile im Heimatmarkt, wo die Zinswende auf die durch Kredite finanzierten Einkäufe der amerikanischen Kundschaft zurückschlagen wird. Die Amerikaner lieben nun einmal ihre Kreditkarten.

Apple weist einen Börsenwert von rund 900 Milliarden Dollar auf und hat sich als solider Dividendenzahler erwiesen. Probleme kann es beim Nachschub aus der Kreativabteilung von Apple kommen. Aber so lange das zuverlässig funktioniert, ist die Aktie einen Kauf wert, wenn sie auch nicht billig ist.

Fazit

Die Techis bekamen einen Schuss vor den Bug, einerseits durch den Datenskandal um Facebook und zum anderen durch den US-Präsidenten. Die Aktien reagierten mit einem Ausbruch nach Süden. Eine gute Gelegenheit für Kleinanleger, zuzukaufen. Die großen Fonds haben es auch getan. Wer sich aber trotzdem nicht so richtig sicher ist, der wird mit einer Aktien und Fondslösung am besten bedient sein.Lesen Sie auch

Handelskrieg USA

Der Handelskrieg wurde durch die USA eröffnet

Nun ist er also da, der weltweite Handelskrieg mit den USA – nicht überraschend für die EU. Überrascht sind die Experten nur darüber, dass die USA gleich einen Vierfrontenkrieg eröffnen gegenüber drei starken Wirtschaftsmächten: zum einen gegen die Nachbarn Kanada und Mexiko, zum anderen gegen die EU und fast zeitgleich gegen China. Nur die größten Optimisten hatten wohl gehofft, dass der Kelch mit Strafzöllen an der Weltwirtschaft vorübergehen würde.Aber auch auf anderen Feldern beherrschen die aktuellen Ereignisse die Börsen, sodass wir nicht darüber hinwegsehen können. Eventuell sind die Zeiten vorbei, als wir uns bei der Bewertung unserer Werte an die Analyse der Geschäftsberichte halten und nach den erreichten Kennziffern Umsatz, Gewinn, KGV, Kosten etc. über Kaufen, Halten oder Verkaufen entscheiden konnten. Heute dominiert leider das politische Tagesgeschäft die Aktienmarktentwicklung, und die alte Regel, nach der politische Börsen kurze Beine haben, scheint im Moment nicht mehr zu gelten.

USA vs. EU

Der Streit zwischen der EU, speziell Deutschland und den USA wird höchstwahrscheinlich die Autoindustrie sehr hart treffen. Denn der US-amerikanische Markt ist nun wirklich nicht zu unterschätzen. Nach Dieselskandal, Milliardenstrafen, verschlafener Entwicklungen auf dem Automarkt (E-Mobilität, Carsharing etc.) ist das ein neuer schwerer Schlag, dieses Mal aber nicht von der Autoindustrie verschuldet. Dazu müssen wir wissen, dass es eine erhebliche Differenz im Bereich der automotive products zwischen den USA und der EU gibt. So werden Autos und Autoteile im Wert von 9,7 Milliarden Euro von den USA in die EU importiert, aber 47,4 Milliarden Euro im Gegenzug in die USA exportiert, macht summa summarum 37,7 Milliarden Handelsbilanzüberschuss allein im Automobilsektor. Kein Wunder, dass die USA jetzt im Rahmen der „America-first-Politik“ Strafzölle einführen, um die Überschüsse abzubauen. Ferner müssen wir sehen, dass die Autos, die aus den USA in die EU importiert werden, mit 10 Prozent Zöllen belegt werden, die USA verlangen im Gegenzug für importierte Autos aus der EU jedoch nur 2,5 Prozent Einfuhrsteuer. Und Präsident Trump hat den BMW-Konzern ausdrücklich vor dem Bau eines Werkes in Mexiko gewarnt; BMW hat es trotzdem gebaut. Ehe das alles wieder neu verhandelt wird, werden wir einige Zeit in dieser angespannten Situation leben müssen.

USA vs. China

Der Handelsstreit zwischen China und den USA geht in die nächste Runde, auch wenn China einige Zugeständnisse in Bezug auf die Beseitigung der Handelsüberschüsse angekündigt hat. Auf die Sanktionen der USA folgten Gegensanktionen aus Peking. Die Aktienmärkte schwer in Turbulenzen stürzen dürfte eine zu erwartende Maßnahme des größten Dealmakers aller Zeiten, durch die es chinesischen Firmen verboten wird, amerikanische Unternehmen zu übernehmen. Angekündigt hat Trump das schon. Nicht umsonst hat sich Trump das Wohlwollen der einheimischen Konzerne durch die Unternehmenssteuerreform, die ihnen hohe Zusatzgewinne in die Kassen spülte, gesichert.

„Super Mario“ und die Beruhigung der Märkte in Europa

Während die US-amerikanische FED ihre Leitzinsen weiter der Normalität anpasst und entsprechend erhöht, bleibt im EU-Raum alles beim Alten. Die Zinsen verharren nach wie vor bei null Prozentpunkten. Trotzdem gelang EZB-Präsident die Beruhigung der nervösen Märkte.

Eine erste Zinserhöhung wurde für frühestens Sommer 2019 angekündigt, das war bisher nichts Neues. Nicht neu ist auch der in drei Monaten endende Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB.

Der eigentliche Punkt kam dann in Form des Konjunkturausblicks der EZB. Die derzeit guten Konjunkturindikatoren wurden als temporär bezeichnet, die Inflation, die im vergangenen Monat von 1,2 Prozent auf 1,9 Prozent angesprungen ist, wurde auf höhere Energie-, Dienstleistungs- und Nahrungsmittelpreise zurückgeführt. Die Energiepreise seien stark gestiegen und werden im kommenden Jahr eher eine bremsende Wirkung entfalten. Das bedeutet, die 2 Prozent Inflationszielmarke der EZB sind fast erreicht, aber das ist alles nur einem Sondereffekt geschuldet. Die Wachstumsprognose für die Wirtschaft für das laufende Jahr hat die EZB bereits reduziert.

So hat Tricky-Mario mit einem Blick in die Glaskugel die für den Sommer 2019 in Aussicht gestellte erste Zinserhöhung schon wieder infrage gestellt, denn bis dahin werde die Inflation wieder zurückgehen, und auch die Konjunktur entwickele sich schwächer als bislang. Es ist klar, dass bei solchen Aussichten der Aktienmarkt hierzulande nach einer kurzen Schwächephase wieder angesprungen ist. Die Zinsen für Investitionen bleiben für die Unternehmen zukünftig niedrig, aber auch im privaten Bereich wird sich zinsmäßig nichts ändern.Für die Sparer im Euroland bedeutet das weiterhin, dass ihr Vermögen vernichtet wird – es sei denn, sie wachen endlich auf und schichten trotz aller Risiken ihre Anlagen in Aktien oder Aktienfonds um.Lesen Sie auch hier