Bitcoins – Der Hype und seine Risiken

Bitcoins – Der Hype und seine Risiken

Der Begriff Bitcoin kommt, wie viele Begriffe der Finanzwirtschaft, aus dem Englischen und bedeutet digitale Münze. Außerdem wird damit ein weltweit verwendbares dezentrales Buchungssystem bezeichnet sowie auch die vereinfachende Bezeichnung einer kryptografisch legitimierten Zuordnung von Arbeits- oder Rechenaufwand ist mit dem Begriff verbunden. Ein Depot in Form einer digitalen Brieftasche ist für die Aufbewahrung der erworbenen Bitcoins ebenfalls notwendig. Die Anhänger dieser Währung sind der Meinung, dass die Überweisungen sicherer und schneller sind, weil sie mit Hilfe eines Zusammenschlusses von Rechner über ein „Peer to Peer“ System funktionieren. Bitcoins erscheinen nicht als Zahlungsmittel in der Geldbörse, sondern werden in einer digitalen Brieftasche gespeichert.

Der Hype um die Bitcoins ist auch mit Risiken verbunden.

Es handelt sich bei Bitcoins um eine Software, die auch sehr stark beworben wird. Allein ihr Autor erhielt, während er diese Zeile verfasste, einige Aufforderungen, doch die sensationelle Software für den Zugang zu testen.

Waren es am Anfang nur ein paar Computerfreaks, die sich für die digitale Währungen interessierte, gibt es darüber jetzt schon heiße Diskussionen am Arbeitsplatz, in der U-Bahn etc. und sogar an Stammtischen hat der Bitcoin die Lufthoheit gewonnen. Der sensationelle Anstieg der neuen Währung auf über 20.000 Dollar für einen Bitcoin, tut ein Übriges, um den Hype weiter zu befeuern. Hinzu kommt die Anerkennung des Bitcoin als Währungseinheit in einem schuldengeplagten Land wie Venezuela.

Der Bitcoin an der Börse

Auch der Weg an die legale Börse wurde dem Bitcoin mit Hilfe von Futures der Chicagoer CME geebnet. Zugegeben der Hype ist begründet, der Bitcoin Kurs lag vor einem Jahr noch bei unter 800 Dollar und jetzt liegt er bei über 20.000 Dollar und die Tendenz ist weiter steigend. Soll ein Anleger noch ansteigen oder die Finger davon lassen? Die Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen. Eine kleine, aber nicht vollständige Entscheidungshilfe sollen die folgenden Hinweise bieten.

Der Bitcoin ist eine Software

Sachlich betrachtet ist der Bitcoin, wie schon festgestellt, eine Software. Bisher wurde noch jede Software über kurz oder lang geknackt, egal wie kompliziert sie aufgebaut und verschlüsselt wurde. Die ersten erfolgreichen Angriffe auf digitale Geldbörsen wurden schon vor einiger Zeit registriert, dabei sind auch schon schnell ein paar Millionen der begehrten Bitcoins auf Nimmerwiedersehen verschwunden. Niemand weiß, wo der verschwundene Bitcoin Wert jetzt geführt wird. Eine behördliche Verfolgung findet nicht statt, da der Bitcoin jedem staatlichen und gerichtlichen Zugriff entzogen bleibt. Auch eine Versicherung springt für die Diebstähle nicht ein.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass niemand seriös berechnen kann, ob der Bitcoin eigentlich eine Milliarde wert ist oder nur einen Wert von einem Dollar oder noch weniger hat. Selbst ein Materialwert, wie bei Gold, Silber etc., ist nicht vorhanden.

Der Softwareentwickler des Bitcoin ist nach wie vor nicht bekannt, wir wissen also nicht, welche Pläne er mit der digitalen Währung hat. Sicher wird er sich auch einige hunderttausend Bitcoins in sein eigenes „digitales wallet“ gelegt haben, wie die anderen Nachahmer auch. Das würde bedeuten, er ist heute Milliardär und vielleicht auch nicht mehr Hüter über die von ihm geschaffene Software.

Die Spekulation mit dem Bitcoins

Wir möchten noch auf eine weitere Gefahr hinweisen, die dem Bitcoin Hype sehr schnell ein Ende bereiten kann. Das hängt mit dem jetzt gestarteten Handel von Futures an der CME zusammen. Die Entwicklung geht auch hier weiter, denn inzwischen haben die drei großen US-Börsen NYSE, Nasdaq und CME bereits angekündigt, Bitcoinderivate zu entwickeln und auf den Markt zu bringen. Das bedeutet dann auch, dass Bitcoins bald geshortet, also leer verkauft, werden können. Das heißt, dass die Anleger auf sinkende Kurse setzen können und dies auch tun werden.

Ob an der NYSE, an der Nasdaq oder aber auch an der CME, schon sehr bald werden Spekulanten Leerverkäufe abwickeln können (shorten). Und wie wir wissen, sind dann auch Wetten auf extrem fallende Werte des Bitcoins möglich, z.B. auch von 20.000 USD auf 1.000 USD oder noch tiefer. Wenn die Möglichkeit besteht, damit noch mehr Geld zu verdienen als mit Bitcoins an sich, dann gibt es auch Hedgefonds, die diese Wetten auch mit Hebeln eingehen werden. Das wird mit Sicherheit die aktuell noch bestehende Knappheit des Bitcoins schlagartig beenden. Das die Nachfrage nach der Kryptowährung so hoch ist, hat wohl auch damit zu tun, das es viele Hedgefonds gibt, die Bitcoins um jeden Preis erwerben, um zur Markteinführung der derivativen Instrumente ihre Positionen mit Leerverkäufen absichern zu können.

Was tun – guter Anleger Rat teuer

Was soll der Bitcoin-Anleger also tun? Niemand kann voraus sagen, wann der Hype abrupt beendet wird. Aber es ist egal, ob das schon bei 25.000 Dollar oder erst bei 125.000 Dollar sein wird. Wer sich des extremen Risikos bewusst ist, sollte die Bitcoin-Rallye unter Beachtung der aufgezeigten Risiken noch weiter mitfahren, aber nicht den rechtzeitigen Ausstieg versäumen. Neueinsteiger werden höchstwahrscheinlich zu den Verlierern gehören, wie damals die Nachzügler am Neuen Markt.

mit kleinen Beträgen erfolgreich anlegen

Mit kleine Beträgen Sparen oder doch Anlegen

Sparen oder Anlegen? Diese Frage stellen sich viele Menschen, wenn sie überlegen, wie viel Geld sie monatlich zurücklegen können oder wollen. Natürlich lässt es sich – zumindest auf den ersten Blick – mit großen Geldsummen leichter investieren. Hier können als Investitionsobjekte Immobilien oder Private Equity in Erwägung gezogen werden. Übersehen werden sollte nicht, dass es – entgegen landläufiger Meinung – nicht unproblematisch ist, einen großen Geldbetrag sinnvoll anzulegen. Mit der Höhe der Anlagesumme wächst bei vielen Menschen die Furcht vor einer Fehlentscheidung. Hier hat der Kleinanleger Vorteile, denn mit kleinen regelmäßigen Sparbeiträgen in ein renditestarkes Finanzprodukt kann der Vermögensaufbau unbeschwert und erfolgreich angepackt werden. Mit ein wenig Geschick bei der Auswahl der Geldanlage sowie einer guten Portion Durchhaltevermögen können motivierte Sparer beim Vermögensaufbau mehr erreichen als allgemein angenommen.

Geben Sie Ihrer Geldanlage genügend Zeit

Wenn das Geld die ersten fünf bis sieben Jahre nicht angetastet wird, kann der Zinseszins kräftig an der Vermögensbildung mitarbeiten. Bei Anlagezeiträumen ab circa zehn Jahren stellen Phasen mit negativen Wertzuwächsen keine echte Gefahr für das Vermögen dar. Finanzprodukte, die Anlegern überdurchschnittlich hohe Renditen in kürzester Zeit mit 100%iger Sicherheit versprechen, sollten Geldanleger mit Vorsicht betrachten. Ein Verbrauchertipp ist, stets nachzufragen, ob der Verkäufer des Finanzprodukts bei einem erfolgreichen Vertragsabschluss einen Bonus erhält. Die Aussicht auf Provision, aber auch „Verkaufsdruck von oben“, lässt manche Finanzberater Produkte in hohen Tönen loben und außer Acht lassen, ob diese Geldanlage für den individuellen Kunden geeignet ist. Nicht die gesamte Geldsumme in ein einziges Finanzprodukt gesteckt zu haben, kann die Rettung sein, wenn sich die Investition als unrentabel erweist.

„Trendige“ Finanzprodukte von allen Seiten beleuchten

Sparer schlossen vor einiger Zeit spezielle fondsgebundene Rentenversicherungsverträge ab. Nach einem Jahrzehnt stellten sie fest, dass der versprochene Wertzuwachs aufgrund hoher Verwaltungskosten nicht erreicht wurde, denn die zweistellige Rendite, die an der Börse erwirtschaftet wurde, kam bei den Anlegern nicht an. Nicht jedes Trend-Finanzprodukt hält, was es Sparwilligen verspricht. Die Investition in Bitcoin oder andere Kryptowährungen ist für die meisten Menschen eher Glücksspiel als solide Investition. Der Gewinn lockt, aber das mangelnde Verständnis für die Ursachen des Booms stellt einen Risikofaktor dar. Selbst die zurzeit beliebten kostengünstigen, weil passiv gemanagten, ETF-Fonds könnten sich eines Tages für Anleger als nachteilig erweisen. Falls die dahinterstehenden Börsenindizes abstürzen und die ETFs mit sich hinunterziehen, stehen keine Fondsmanager zur Verfügung, die mit Erfahrung und Marktexpertise aktiv gegensteuern können.

Je weniger Kosten, desto mehr kann die Rendite ausgeschöpft werden

Günstige Ausgabeaufschläge bei Fonds, kostenfreie Depotführung und eine geringe Verwaltungsgebühr wirken sich positiv auf die Rendite aus. Umgekehrt können hohe Finanzproduktkosten eine gute Verzinsung deutlich schmälern. Gerade bei langfristigen Rentensparplänen sollte der Kostenstruktur Beachtung geschenkt werden, weil über Jahrzehnte laufende Vermögensprodukte durch unnötige Kosten massiv Rendite einbüßen können. Besonders bei Altersvorsorgeverträgen ist die Höhe der Auszahlungen am Ende wichtig. Es nützt dem Sparer wenig, wenn zwar in der Ansparphase immense Steuervorteile locken, jedoch bei der erhofften Altersrente durch hohe Abschläge das Ziel verfehlt wurde, die Rentenlücke zu schließen. Das A und O bei der Rendite von Geldanlagen ist, dass die Inflationsrate geschlagen wird, denn der Wertverlust nimmt dem Anleger Geld weg. Bei 25.000 Euro Sparguthaben und 1,5 % Inflation sind es 375 Euro pro Jahr weniger Kaufkraft. Sparer, die Vermögen niedrigverzinst auf Konten liegen lassen, verlieren durch diese Nachlässigkeit viel Geld.

Geduld zahlt sich aus

Zu Beginn einer Geldanlage muss der Anleger Geduld aufbringen, bis sich das Vermögen entwickelt. Bei geringen Sparbeiträgen liegt der Erfolg in der Zeit. Kombinierte Sparpläne aus Einmalzahlungen und regelmäßigen Sparraten, wie sie der NDAC seinen Mitgliedern anbietet, bieten Anreize, die Vermögensbildung schneller voranzutreiben.Die Verzinsung trägt entscheidend zum Erfolg beim Streben nach Vermögensaufbau bei. Bei einer Durchschnittsrendite von drei Prozent können aus 50 Euro monatlich nach dreißig Jahren 29.000 Euro werden. Bei vier Prozent wirft die Geldanlage schon 5.000 Euro mehr ab. Sparplansparer beim NDAC haben gute Chancen, von einer jährlichen Rendite in Höhe von acht Prozent zu profitieren. Das Wohlfühlgefühl bei einer Geldanlage ist auch wichtig. Wer eine Investition wählt, die schlaflose Nächte bereitet, tut sich keinen Gefallen. Unter Schlaflosigkeit braucht beim Niedersächsischen Aktienclub niemand zu leiden, denn die Sparpläne können jedem Geldbeutel und Sparziel angepasst werden.Lesen Sie auch