Bundesanleihe

Bundesanleihe – wenn der Bund Geld braucht

Bundesanleihe

Bundesanleihen oder auch Bundesobligationen, allgemein Obligationen,  sind verzinsliche Wertpapiere, die der Staat emittiert. Andere Bezeichnungen hierfür sind Staatsanleihen und Staatsschuldverschreibungen. Der Bund refinanziert sich dadurch bei seinen Bürgern und zahlt im Vergleich von anderen Emittenten verzinslicher Wertpapiere einen geringeren Zinssatz. Begründet wird dies dadurch, dass Anlagen in Bundeswertpapiere als risikolos gelten. Damit wird ausgedrückt, dass das Risiko eines Emittenten Ausfalls (Ausfallrisiko) nahezu bei null liegt. Dementsprechend gilt die Bundesanleihe als ausfallsichere Anleihen.

Merkmale einer Bundesanleihe

Die Laufzeiten der Bundesanleihen sind zehn Jahre und 30 Jahre. Als verzinsliche Wertpapiere verbriefen sie dem Käufer eine Verzinsung (Kupon). Besitzer der Anleihen erhalten jährlich eine Zinszahlung aus dem Wertpapier. Die Höhe der Kupons richtet sich bei Ausgabe der Wertpapiere nach dem aktuellen Zinsniveau. Banken und Broker unterstützen bei dem Erwerb der Papiere an der Börse. Der Bund emittierte früher Bundesanleihen in bestimmten Stückelungen angeboten. Heute schreibt der Bund keinen bestimmten Investitionsbetrag in Bundesanleihen vor.

Nennwert versus Kurswert

Die Emission von Bundesanleihen erfolgt zum Nennwert. Der Bund zahlt am Ende der Laufzeit die Anleihen zum Nennwert zurück. An der Börse werden sie jedoch zu Kurswert gehandelt. Dieser entspricht bei Emission 100 Prozent und bei Rückzahlung ebenfalls 100 Prozent. Wer eine Bundesanleihe nicht über die gesamte Laufzeit halten will und sein investiertes Geld vorzeitig benötigt, der hat die Möglichkeit die Anleihen zum Kurswert an der Börse zu verkaufen. Dementsprechend ist auch ein Kauf von bereits emittierten Bundesanleihen zum Kurswert an der Börse möglich. Der Kurswert einer Bundesanleihe richtet sich nach dem aktuellen Zinsniveau. Die Börse gibt den Kurswert in Prozent vom Nennwert (geschuldete Betrag) an. Beträgt der Kupon einer Bundesanleihe zwei Prozent und der aktuelle Marktzins ein Prozent, passt der Kurswert die Ertragschancen des Wertpapiers dem aktuellen Marktzins an. Das heißt, die Anleihe wird über 100 Prozent notieren. Liegt der Kupon niedriger als der aktuelle Marktzins, wird der Kurswert unter 100 Prozent liegen. Besitzer von Bundesanleihen profitieren demnach von fallenden Marktzinsen im Falle eines vorzeitigen Verkaufs. Umgekehrt müssten sie im Falle von steigenden Zinsen ihre Wertpapiere mit Verlust verkaufen. Wer unabhängig von den Zinsänderungen am Markt sein will (Zinsänderungsrisiko), der hält seine Bundesanleihen bis zum Laufzeitende und profiziert von einer langfristigen sicheren Geldanlage. In diesem Sinne eignen sich langfristige Bundesanleihen für eine kapitalgesicherte Altersvorsorge, insbesondere dann, wenn die Kuponhöhe über der Inflationsrate des Landes liegt.

Risiken von Bundesanleihen

Anleiherisiken beinhalten Emittenten Risiken, Liquiditätsrisiken und Zinsänderungsrisiken. Unter Emittenten Risiko wird der Ausfall bzw. Zahlungsunfähigkeit eines Emittenten (Kreditausfall) verstanden. In einem solchen Fall könnte der Emittent einer Anleihe das geschuldete Kapital nicht zurückzahlen. Da die Bundesrepublik Deutschland als sicherer Emittent eingestuft wird, stufen Börsenkenner dieses Risiko als sehr gering ein.

Liquiditätsrisiken entstehen dadurch, dass ein vorzeitiger Verkauf der Anleihen liquiditätsbedingt nur schlecht, oder nur unter hohen Verlusten möglich ist. Der Handel von Bundesanleihen findet täglich an der Börse statt. Bundesanleihen erfreuen sich aufgrund der damit verbundenen Sicherheit einer großen Beliebtheit. Selbst bei sehr niedrigen Renditen fragen Investoren Bundesanleihen mit dreißigjähriger Laufzeit nach. Damit dennoch keine Engpässe am Markt aufkommen, behält der Bund einen Teil seiner Emission als Marktpflegequote ein, um eine Handelbarkeit jederzeit garantieren zu können. Sämtliche festverzinsliche Wertpapiere unterliegen Zinsänderungsrisiken, weshalb zur Risikominimierung ein langfristiger Anlagehorizont empfohlen wird.

Laufzeitfonds

Laufzeitfonds – ein geschlossener Fond mit einer festgelegten Laufzeit

Laufzeitfonds sind spezielle Rentenfonds, die eine festgelegte Laufzeit haben. Als geschlossene Fonds ist der Kauf von der Fondsgesellschaft lediglich innerhalb einer kurzen, festgelegten Zeichnungsfrist möglich. Das Fondsmanagement verteilt bei Auflegung das Fondsvermögen auf verschiedene festverzinsliche Wertpapiere und streut damit die Risiken der Anlage. Hierdurch profitieren Anleger von dem Prinzip der Diversifikation. Zum Ende der Laufzeit löst die Fondsgesellschaft die Fonds auf und zahlt das Vermögen und die aufgelaufenen Erträge an die Anteilseigner aus.

Das Anlageziel eines Laufzeitfond

Laufzeitfonds investieren in Rentenpapiere und damit in festverzinsliche Wertpapiere. Die geschlossene Konstruktion des Fonds, ermöglicht es Fondsmanagern, das Fondsvermögens einmalig in laufzeitgleiche Anleihen anzulegen. Hierdurch spielen Zinsänderungsrisiken und damit verbundene Kursschwankungen keine Rolle. Dies bietet Investoren eine berechenbare Anlage in festverzinsliche Wertpapiere, da die Erträge der Fondspapiere fix sind und das investierte Kapital in der Regel zu hundert Prozent zurückgezahlt wird. Neben der Risikoverteilung und dem professionellen Management, liegt ein Vorteil von Laufzeitfonds darin, dass das zusammengetragene Fondsvermögen Investoren einen den Zugang zu Anleihen öffnet, die ein hohes Mindestvolumen fordern. Dies ist für einige Unternehmensanleihen der Fall, da niedrige Anlagegrenzen bestimmte Transparenzanforderungen für die Unternehmen mit sich bringen. Diese umgehen sie über die hohen Mindesteinlagen.

Die Merkmale des Fond

Der Laufzeitfond ist zwar ein geschlossener Fond, er kann jedoch börsentäglich verkauft werden. Mit einer festgelegten Zeichnungsfrist, ein Startdatum und ein Enddatum haben sie eine übliche Laufzeit zwischen zwei und acht Jahren. Die Zinsen, die in den Fonds anfallen, werden in der Regel thesauriert. Kapitalanlagegesellschaften legen Laufzeitfonds treuhänderisch auf, da nach dem Investmentgesetz das Vermögen von Fonds ein geschütztes Sondervermögen darstellt. Anleger können Laufzeitfonds bei der Investmentgesellschaft (meist über die Hausbank) zeichnen. In ihrer Ausgestaltung ähneln Laufzeitfonds traditionellen Bankanlagen in verzinsliche Produkte. Ihre Vorteile diesen Produkten gegenüber sind die diversifizierte Streuung und die höheren Erträge. Hinzukommt die Möglichkeit, seine Anteile börsentäglich zu liquidieren, ohne hierfür ein Vorfälligkeitsentgelt zahlen zu müssen.

Chancen und Risiken – eine Übersicht

Laufzeitfonds bieten Investoren eine kalkulierbare und risikodiversifizierte Anlage in festverzinsliche Wertpapiere. Sie eignen sich daher für konservative Anleger. Als Chancen und Risiken können für Laufzeitfonds folgende Punkte festgehalten werden:

Fondsmanager können, als Beimischung, in höher verzinste Wertpapiere investieren. Dies erhöht die Renditeerwartungen des Fonds. Lediglich ein drohender Emittentenausfall könnt die erwartete Rendite senken. In solchen Fällen greift das Fondsmanagement ein und verkauft das Wertpapier vorzeitig, auch unter Kursverlusten.

  • Fondsmanager von Laufzeitfonds investieren auch in Fremdwährungsanleihen. Dies vergrößert ihr Anlageuniversum und eröffnet Anlegern andere Renditemöglichen. Die Fremdwährungsrisiken sichern Fondsmanager durch geeignete Gegengeschäfte ab.
  • Investoren entscheiden selbst über die Höhe der Risiken, die sie mit Laufzeitfonds eingehen, da die Anlagebedingungen der Fondsgesellschaften das Anlageuniversum der Fonds genau beschreiben und begrenzen. Je höher die Renditeerwartungen eines Laufzeitfonds sind, desto höher ist auch das Risiko, dass die Fondsmanager hierfür eingehen: Hohe Zinsen stellen eine Risikoprämie dar. Unternehmensanleihen zahlen, je nach Rating, eine schlechtere oder höhere Risikoprämie an ihre Geldgeber. Viele Laufzeitfonds konzentrieren sich auf Unternehmensanleihen mit dem Merkmal Investment Grade, was für eine gute Bonität der Unternehmen steht. Diese Anleihen werden naturgemäß niedriger verzinst, als sogenannte High-Yield-Anleihen. Das sind Anleihen mit schlechter Bonität und hoher Verzinsung, die als Hochzinsanleihen oder gar Schrott-Anleihen übersetzt werden.

Laufzeitfonds sind in ihrer Ausgestaltung von Targetfonds (Zielfonds) abzugrenzen. Diese sind ebenfalls in ihrer Laufzeit begrenzt, werden allerdings als Mischfonds mit einem anderen Anlageziel aufgelegt. Hier liegt der Fokus darauf, über einen langen Anlagezeitraum (Laufzeiten von über 30 Jahren), Vermögen aufzubauen. Hierzu investieren Fondsmanager zunächst renditeorientiert in Aktien und andere renditeträchtige Anlageformen. Die erwirtschafteten Gewinne schichten die Fondsmanager zum Ende der Laufzeit immer mehr in sichere Anleihen und Geldmarkttitel, um sie zu sichern. Aufgrund des damit verbundenen langfristigen Vermögensaufbau, werden sie auch Zielsparfonds genannt.Fonds

Mischfond

Mischfond – zur Risikostreuung in verschiedene Anlageformen investieren

Mischfond sind Investmentfonds, die in verschiedene Arten von Titeln investieren. Den Fondsmanagern stehen bei Mischfonds Wertpapiere, wie Aktien und Anleihen, Rohstoffzertifikate und Immobilien zur Verfügung. Mischfonds ermöglichen es Anlegern, in ein gemischtes Portfolio mit einer guten Risikostreuung zu investieren.

Anlagetitel von Mischfonds

Fondsgesellschaften ermöglichen Anlegern eine risikoverteilte Vermögensanlage. Die vielen Anleger des Fonds tragen das Fondsvermögen zusammen. Die Fondsverwalter investieren dieses Vermögen in diverse, risikoverteilte Anlageformen. Dabei eröffnen Mischfond den Fondsverwaltern ein großes Spektrum an unterschiedlichen Anlageformen und Risikoklassen. Diese nutzen Fondsmanager zur Ertragssteigerung. Über die Mischung der unterschiedlichen Anlageformen findet eine Diversifikation statt. Das bedeutet, dass die Titel sich in Krisenzeiten unterstützen. Die Gewinne der einen Titel mindern die Verluste der anderen Titel. Mischfonds haben zudem die Möglichkeit, die Schwerpunkte der Gewichtungen ihrer Anlagetitel je nach Marktlage zu verändern. In Krisenzeiten etwa, schichten Fondsmanager das Fondsvermögen in den sicheren Hafen der festverzinslichen Anlagen.

In welche Anlageklassen ein Mischfonds investieren darf, legen die Anlagebedingungen fest. Heutzutage ermöglichen Mischfond eine Portfoliomischung aus verschiedenen, erfolgversprechenden Anlageklassen. Dabei begrenzten Anlagebedingungen Investitionen in Aktien regional (deutsche Aktien, europäische Aktien, Aktien weltweit), oder nach Unternehmensgröße und Marktkapitalisierung (Blue-Chip-Aktien, Small-Cap Aktien). Anleihen können nach der Risikoklasse der Emittenten definiert werden. Hierunter fallen Bundesanleihen, ausländische Staatsanleihen und nationale sowie internationale Unternehmensanleihen. Über das Rating der Unternehmensanleihen ist eine Bonitätsbeurteilung der Unternehmen möglich. Geldmarkttitel sind kurzfristige Titel mit weniger als einem Jahr Laufzeit, die am Geldmarkt gehandelt werden. Unter Rohstoffen und Edelmetallen können Investitionen in Erdöl, Rohstoffen die zu Nahrungsmittel verarbeitet werden sowie klassische Edelmetalle wie Gold und Silber zählen. Immobilienbeimischungen bestehen hauptsächlich aus Großprojekten wie Einkaufszentren, oder Wohnimmobilien.

Merkmale eines Mischfond

Kapitalanlagegesellschaften (KAG) emittieren und verwalten Mischfonds treuhänderisch für ihre Anleger. Das heißt, der Gesetzgeber schützt das Vermögen von Fonds, in dem er es als Sondervermögen definiert. Dies hat den Effekt, dass Fondsvermögen nie in die Konkursmasse einer Kapitalanlagegesellschaft fallen. Anleger erhalten damit im Falle einer Insolvenz eine Sicherheit für ihr angelegtes Kapital. Dieser Schutz gilt nicht nur für Mischfond, sondern bezieht sich auf sämtliche Fondsarten.

Fondsgesellschaften unterscheiden ihre Fonds nach dem Anlegerkreis. Öffentliche Mischfonds, die jedermann zur Anlage offen stehen, bezeichnen Fondsgesellschaften als Publikumsfonds. Emittieren Gesellschaften Mischfonds für einen speziellen Anlegerkreis, bezeichnen sie diese als Spezialfonds.

Risiken von Mischfonds

Die Anlagebedingungen bestimmen die Risiken von Mischfond. Grundsätzlich existieren für Fonds Emittenten Risiken und Liquiditätsrisiken. Da Mischfonds auch in verzinsliche Papiere investieren, kommen auch Zinsänderungsrisiken hinzu.

Emittenten Risiken: Dir Emittenten Risiken hinsichtlich der Vermögensverwaltung können aufgrund der treuhänderischen Verwaltung außer Acht gelassen werden. Die Emittenten Risiken der Fondstitel sind abhängig von dem jeweiligen Emittenten und seiner Bonität. Generell bergen Investitionen mit höheren Gewinnpotenzialen auch ein höheres Ausfallrisiko. Investitionen in Bundesanleihen können als risikoarm bezeichnet werden, bringen allerdings auch nur geringe Erträge ein.

  • Zinsänderungsrisiken entstehen bei Investitionen in festverzinsliche Wertpapiere. Liegt das aktuelle Zinsniveau höher als die Verzinsung des Wertpapiers, verringert sich zum Ausgleich der Kurswert des Wertpapiers. Hierin liegt jedoch auch Potenzial für Kursgewinne, wenn das aktuelle Zinsniveau unterhalb der Verzinsung des Wertpapieres liegt.
  • Immobilieninvestitionen bergen Mietausfallrisiken und erhöhend die Liquiditätsrisiken des Fonds, da Immobilien nicht schnell abgestoßen werden können.
  • Die Risiken von Rohstoffinvestitionen variieren, je nach dem, in welche Rohstoffe investiert werden. Goldbeimischungen erhöhen die Inflationssicherheit des Fonds. Andere Rohstoffe können aufgrund von Spekulationen, die am Markt beliebt sind, vermehrt Risiken vorweisen.

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Staatsanleihe

Staatsanleihe – die Anleihe mit Staatsgarantie

Wir finden den Begriff Staatsanleihe auch unter dem Wort Staats-Obligationen. Es handelt sich dabei verzinsliche Wertpapiere, die von einem Staat zur Finanzierung seiner Aufgaben herausgegeben werden. Dieses Finanzierungsinstrument in verschiedenen Formen und Laufzeiten dient dem Staat dazu, am internationalen Kapitalmarkt Geld aufzunehmen, das er für die ordnungsgemäße Erledigung seiner Aufgaben und notwendige Investitionen benötigt.Der Begriff Staat wird dabei auch erweitert auf nachgeordnete Gebietskörperschaften oder aber auch Staatsbetriebe ausgeweitet. Wichtig ist dabei, dass bei solchen Anleihen eine Staatsgarantie vorhanden ist.

Der Markt für Staatsanleihen

Deutsche und internationale Staatsanleihen werden an der Börse gehandelt. Für den Kurs der Anleihen sind das Rating und die damit verbundene Bonität des Staates wichtig. Diese beruht auf der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit des Schuldners, aber auch auf der Stabilität der politischen Verhältnisse im Land. Damit eng im Zusammenhang steht die Zinszahlung. Denn hier werden die Gläubiger auch genau hinsehen und schauen, welche Sicherheiten hat der Staat zu bieten, dem sie ihr Geld leihen.

Das Rating der Staatsanleihen

Das Rating der Staatsanleihen wird von Ratingagenturen vorgenommen. Die einflussreichsten Agenturen haben ihren Sitz in den USA und sind unter den Namen Moodys, Standard & Poor und Fitch bekannt.

Nach wirtschafts- und finanzwissenschaftlichen Vorgaben bewerten sie die Bonität der Länder und ihre Staatsanleihen. Das Ergebnis sieht der Anleger dann kurz zusammengefasst in den bekannten Buchstabenkombinationen von Dreifach A als höchste Bonität mit einem Ausfallrisiko, dass die Gläubiger auch längerfristig vernachlässigen können, bis zum Buchstaben D ohne Abstufungen, denn ein Zahlungsausfall bleibt ein sogenannter „in default“.

Die Länder werden vereinfacht gesagt in die Gruppen anlagewürdig (englisch: investment grade) mit den Ratings AAA bis BBB inklusive Baa3 bzw. BBB- und spekulativ (englisch: speculative grade) mit den Ratings BB oder schlechter bis D aufgeteilt.

Deutschland besitzt übrigens eine Triple A Bewertung. Das versetzt den deutschen Finanzminister immer wieder in die komfortable Lage die niedrigsten Zinsen auf den Kapitalmärkten für seine Schuldenpapiere zahlen zu müssen.

Ohne Rating wird kein Land am Kapitalmarkt eine Staatsanleihe platzieren können, denn gerade Pensionskassen, Personen- und Sachversicherungen etc. müssen für die Anlage ihres Kapitals darauf achten, dass es nicht in ausfallgefährdete Anleihen aus dem spekulativen Bereich angelegt wird. Das schreiben ihnen Gesetze und Statuten vor.

Wenn ein Rating sich ändert, dann ändern sich auch die Kurse der Staatsanleihen sowie die zahlenden Zinsen.

Auch private Kleinanleger können Staatsanleihen ganz normal über ihren Broker kaufen. Das hat den Vorteil, dass eine jährliche Zinszahlung bis zur Rückzahlung des Kapitals am Ende der Laufzeit erfolgt. Aber sie sollten auch hier das Risiko bedenken und sich vorher über das Land informieren, wie die wirtschaftliche Lage dort ist und wie hoch die Staatsverschuldung schon aufgelaufen ist. Griechenland heute und Argentinien in der jüngsten Vergangenheit zeigen, dass es zwingend notwendig ist, die entsprechenden Ratings über die gesamte Laufzeit genau zu beobachten, um ggf. die Notbremse zu ziehen.

Wer sich das nicht zutraut oder wem das zu aufwendig ist, der sollte doch besser zu einem Fonds greifen. Hier sorgt das Management für eine breite Streuung und damit ist auch der eventuelle Ausfall einer Staatsanleihe nicht ganz so existenzbedrohend.

Und zum Schluss noch eine kleine Episode:

Russische Staatsanleihen aus der Zarenzeit gab es lange Zeit zu einem Spottpreis, da die 1922 gegründete Sowjetunion diese nicht anerkannten. Keiner wollte sie erwerben und so lagen sie jahrzehntelang in den Banktresoren. Als die Sowjetunion von der Bildfläche verschwand, dachte sich der große Spekulant Andre Kostolany, wenn Russland am Kapitalmarkt wieder kreditwürdig sein will, muss es doch erst die alten Schulden bezahlen und kaufte die Anleihen. Und er behielt Recht, Russland zahlte die Schulden zurück. Die Kursdifferenz war der nicht ganz kleine Gewinn für ihn und seine Mitstreiter.

Wir lernen daraus, dass auch Staatsschulden zurückgezahlt werden müssen, manchmal dauert es eben nur länger.

Risikoklassen

Risikoklassen – Einteilung der Risikobereitschaft des Anleger

Im Finanzwesen verstehen wir unter Risikoklassen Einteilung natürlicher Personen, in unserem Fall also die Privatanleger, nach ihrer persönlichen Risikobereitschaft und Risikoneigung. In einem Beratungsgespräch werden die Erfahrungen des Anlegers seine Ziele, die Höhe seines Vermögens, seine Bereitschaft, für eine höhere Rendite auch höhere Risiken einzugehen etc. erfragt und in einem Risikoprofil festgehalten. Im Ergebnis der Auswertung des Risikoprofils wird dann die Risikoklasse erstellt und dem Anleger mitgeteilt.

Risikoklassen allgemein und bei Aktienfonds

Im Finanzwesen verstehen wir unter Risikoklassen Einteilung natürlicher Personen, in unserem Fall also die Privatanleger, nach ihrer persönlichen Risikobereitschaft und Risikoneigung. In einem Beratungsgespräch werden die Erfahrungen des Anlegers seine Ziele, die Höhe seines Vermögens, seine Bereitschaft, für eine höhere Rendite auch höhere Risiken einzugehen etc. erfragt und in einem Risikoprofil festgehalten. Im Ergebnis der Auswertung des Risikoprofils wird dann die Risikoklasse erstellt und dem Anleger mitgeteilt.

Wer eine Hausbank hat, sollte sich an diese wenden, da die Bank schon einige Erfahrungen mit ihren Kunden aus der Vergangenheit hat und demzufolge auch seine Risikobereitschaft einschätzen kann.

Der Online- Bankkunde muss sich selbst durch den Fragebogen arbeiten und auch eine Selbsteinschätzung vornehmen können.

Die Zuteilung einer Risikoklasse an Anleger sowie die dafür geltenden Regeln sind im Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) genau vorgeschrieben und durch die Rechtsprechung des höchsten deutschen Gerichts konkretisiert und damit auch als allgemein verbindlich erklärt worden.

Ehrlichkeit gegenüber sich selbst sollte der Anleger speziell bei den Angaben zur Risikoneigung und den Erfahrungen aufbringen. Es hat z.B. keinen Sinn, wenn ein bisheriger Sparbuchinhaber oder Tagesgeldsparer falsche Angaben im Fragebogen für die Online- Bank ankreuzt, um dann mit einer Berechtigung für den Handel von Derivaten zugelassen zu werden. Er haftet dann für seine Entscheidungen selbst in voller Höhe, wenn er Verluste mit dem Handel einfährt.

Welche Risikoklassen gibt es für Anleger?

Wir unterscheiden 5 Klassen, von A nach E aufsteigend.

Dabei bedeutet A, kein Risiko. Das sind z.B. Sichteinlagen, Termingelder, Spareinlagen, Sparbriefe und –Obligationen der Sparkassen.

Bei Anlagen der Klasse B besteht nur ein Zinsrisiko, wie z.B. Kapitallebensversicherungen, sichere Staatsanleihen ohne Risiko (Deutschland und andere Staaten mit „AAA“ Rating)

In der Klasse C besteht ein Zins- oder Kursrisiko. Hierzu gehören u.a. Geldmarktfonds, Rentenfonds, allerdings nur in Eurowährung, aber auch Optionsanleihen, die neben einen Anspruch auf Rückzahlung des Kapitals und Zinszahlungen, in einem Optionsschein eine Verbriefung auf den Erhalt von Aktien enthält.

Die Anlageklasse D beinhaltet schon ein höheres Zins-und Kursrisiko, wie es bei z. B. bei Investmentfonds oder auch Anleihen in Fremdwährung besteht.

Ein Totalverlust ist möglich in Klasse E. Hier finden wir u.a. Aktien, Optionsscheine, Futures, Genussscheine, nachrangige Sparbriefe, Hochzinsanleihen etc.

Risikoklassen innerhalb von Investmentfonds und ETFs.

Die Risikoklassen in Fondsanlagen.

Auch innerhalb der Investmentfonds und ETFs unterscheiden wir verschiedene Risikoklassen:

Sicherheitsorientierte Anleger finden wir in der Risikoklasse 1 wieder.

Erhalt und Sicherheit für das investierte Kapital steht im Mittelpunkt des Fondsmanagement. Dazu wird das Geld in kurzlaufende und festverzinste Wertpapiere investiert. Kurzzeitige Schwankungen mit geringen Ausschlägen sind aber trotzdem möglich, aber auf mittel und langfristige Sicht wird das Kapital erhalten. (Beispiel: Geldmarktfonds, geldmarktnahe Fonds dürfen gehandelt werden)

Konservative Anleger wählen Fonds der Risikoklasse 2.

Das Fondsmanagement investiert in festverzinsliche Wertpapiere (Rentenfonds). Sie kann aber auch auf Wertpapiere in internationale Währungen aber auch kleinere Aktienbeimischungen beinhalten, um höhere Zinseinkommen und mögliche Währungsgewinne zu generieren. Es können kleinere Risiken aus Schwankungen des Währungsmarktes auftreten und auch die Bonität stellt manchmal ein Risiko dar. Diese Fonds sind für mittelfristige Anlagezeiträume gedacht. (Beispiel: Rentenfonds, international Rentenfonds, offene Immobilienfonds und die Fondsgruppen der Risikoklasse 1 dürfen gehandelt werden).

Gewinnorientierte Anleger sind in der Risikoklasse 3 vertreten.

Diese Anleger wollen eine höhere Rendite aus dem internationalen Aktien- und Rentenmarkt einschließlich der damit verbundenen Währungsgewinne erreichen und gehen dafür auch höhere Risiken in diesen Märkten ein. Um Schwankungen auszugleichen, ist ein längerfristiger Anlagezeitraum notwendig. (Beispiel: Rentenfonds mit Bonitätsrisiken, deutsche und internationale Fonds mit hohen Aktienanteil einschließlich aller Fondsgruppen der Risikoklassen 1 und 2 dürfen gehandelt werden)

Risikoklasse 4 ist nur den risikobewussten Anleger vorbehalten.

Anleger der Risikoklasse 4 setzen auf einen hohen Wertzuwachs und investieren in Aktien sowie weitere risikoreiche Papiere und nehmen dafür auch die hohen Risiken aus Aktien-, Währungs- und Zinsmärkten und Risiken in der Bonität der Schuldner in Kauf. Es besteht auch die Möglichkeit eines Totalverlusts des angelegten Fondskapitals. Der Anlagehorizont sollte möglichst einen langen Zeitraum umfassen und die Fonds sollten auch nur als Depotbeimischung eingesetzt werden. (Beispiel: Aktienfonds aus einzelnen Regionen und Branchen, Emerging Markets Fonds, Fonds mit Nebenwerten, Rentenfonds mit hohem Risikoprofil und einschließlich die Fondsgruppen der Risikoklassen 1 bis 3 dürfen gehandelt werden)zu Fonds

Unternehmensanleihen

Unternehmensanleihen – wenn Firmen Geld benötigen

Unternehmen haben die Möglichkeit, durch die Ausgabe von der sogenannten Unternehmensanleihe an finanzielle Mittel aus dem freien Markt zu gelangen. Firmen aus Industrie, Handel oder Verkehr können Kapitalbedarf durch Unternehmensanleihen oder Corporate Bonds decken und sich auf diese Weise weitgehend unabhängig von Bonitätsprüfungen durch Banken machen. Kostenintensive Übernahmen anderer Unternehmen sind beispielsweise ein Grund, diese bedeutende Quelle zu aktivieren, wenn die Unternehmen Kapital benötigen. Generell sind Schuldverschreibungen von Unternehmen riskanter als Staatsanleihen, sodass Unternehmensanleihen in der Regel einen höheren Zinscoupon haben.

Unternehmensanleihen – Risiko oder Chance?

Die Unternehmensanleihen werden zu einem festgelegten Zinssatz herausgegeben, wobei es eine Variante gibt, bei welcher sich das Unternehmen vorbehält, das Zinsniveau einem verbesserten Rating anzupassen. Die Rückzahlung der Anleihe erfolgt nach einer im Vorfeld festgelegten Laufzeit, der Investor kann sie stets bei entsprechender Nachfrage auf dem freien Markt veräußern, im günstigen Fall mit einem Kursaufschlag. Der Käufer der Schuldverschreibung trägt ein nicht unerhebliches Risiko, da ein Totalverlust eintreten kann, falls das Unternehmen zahlungsunfähig wird. Anlegern wird empfohlen, vor einer Investition die Marktlage des entsprechenden Betriebes genau unter die Lupe nehmen. Das Unternehmen muss wirtschaftlich in der Lage sein, die zukünftigen Zinszahlungen zu bedienen und die Anleihe, sprich den Kredit, nach der Laufzeit an die Gläubiger zurückzuzahlen. Die Schuldverschreibung kann durch eigene Vermögenswerte seitens der Gesellschaft besichert sein, die andere Möglichkeit ist, dass das Unternehmen auf eine positive Ertragskraft spekuliert.

Die Bonität schlägt sich auf den angebotenen Zinssatz aus

Es gibt Unternehmensanleihen mit guter und mit schlechter Bonität. Die Schuldverschreibung eines Unternehmens mit positiver Einstufung ist mit geringerem Risiko für Investoren verbunden. Sie hat folglich einen niedrigeren Zinssatz als eine mit ungünstigem Rating. Für die Risikobewertung sind Ratingagenturen zuständig, die zum Teil Gütesiegel herausgeben. Unternehmensanleihen werden in der Regel an der Börse gekauft und verkauft, wobei für Privatanleger Stuttgart der größte Handelsplatz Deutschlands ist. Viele Schuldverschreibungen werden nur außerbörslich über Banken, als sogenannte OTC-Geschäfte, abgewickelt. Je höher das Liquiditätsrisiko, desto umfangreicher fallen die Zinszahlungen aus, die das Unternehmen offerieren muss, um Investoren zu finden. Generell gilt, je höher der Gesamtbetrag der Kapitalbeschaffung, desto geringer ist das Risiko, dass sich kein Käufer für die Anleihe findet. Mittelstands- und Familienunternehmen müssen potenziellen Investoren einen Zinsaufschlag im Vergleich zu größeren Industrieunternehmen anbieten.

Unternehmensanleihen eine Geldanlage für konservative Anleger?

Bundesanleihen haben kaum oder negative Rendite, aber praktisch kein Ausfallrisiko. Investoren können mit Schuldverschreibungen von Wirtschaftsunternehmen und Firmen auf eine bessere Gewinnmarge hoffen. Steht jedoch hinter der Anleihe ein von Ratingagenturen als risikoarm bewertetes Unternehmen, sind der Zinscoupon auf niedrigem Niveau und die Rendite nicht viel höher als bei sicheren Staatsanleihen. Hochriskante Unternehmensanleihen passen wiederum nicht zu einem Investor mit geringer Bereitschaft zur Spekulation. Neben Unternehmensanleihen in Euro gibt es diese beispielsweise auch in GBP, CHF oder Norwegischen Kronen. Die Börse Stuttgart bietet einen Marktplatz für Fremdwährungsunternehmensanleihen. US-Dollar-Unternehmensanleihen bieten eine attraktivere Verzinsung als Euro-Anleihen, da der US-Markt einen leichten Zinsanstieg verzeichnet. Bei Anleihen in Fremdwährung ist stets das Währungsrisiko durch Devisenkursschwankungen in die Renditeerwartungen mit einzubeziehen. Unternehmensanleihen werden im Handel mit Stückzinsen abgerechnet, das heißt, dass dem Besitzer der Anleihe für jeden gehaltenen Tag die anteiligen Stückzinsen zustehen.

Die Platzierung von Unternehmensanleihen

Unternehmen können Anleihen privat oder öffentlich platzieren. Große Betriebe bedienen sich der Fremdemission. In diesem Fall übernimmt ein Bankenkonsortium gegen eine Gebühr die Verantwortung, die Unternehmensanleihe an Geldgeber zu vermitteln, ein Hinweis auf gute Bonität. Die Anleihe wird in Teilschuldverschreibungen mit einem Nominalwert, beispielsweise 1.000 Euro, aufgeteilt, um sie für Kleinanleger zugänglich zu machen. Anleihen mit hohem Zinssatz sind attraktiv, aber das Unternehmen zahlt durch diese beträchtlichen Zinszahlungen extra, um Investoren zu finden, die bereit sind, ein hohes Risiko einzugehen.

Neu im Aktienfonds FinTech

Neu im Aktienfonds FinTech

Das Ergebnis vor Steuern stieg um 55,2 Prozent auf 30,6 Millionen Euro an. Der Umsatz konnte um 26,7 Prozent auf 95 Millionen Euro gesteigert werden. Vor allem aber wurde der Turnaround beim Überschuss geschafft: es gab einen Gewinn von 12,3 Millionen netto, während im Vorjahr noch ein Verlust von 2,2 Millionen Euro verbucht werden musste. Für 2017 wird ein Nettogewinn von 17 Millionen Euro prognostiziert. Für das laufende Geschäftsjahr ist der Vorstand ebenfalls optimistisch. In den kommenden Jahren wird weiterhin ein deutliches Wachstum bei Umsatz und Ertrag angepeilt. beim Umsatz wird kurzfristig die Marke von mindestens 150 Millionen Euro ins Auge gefasst, Das sollte sich dann auch im Aktienkurs widerspiegeln.

Europas aussichtsreichste Fintech-Aktie

Bei der Vielzahl von Fintechs am Markt wird sich nach Meinung von Experten bald die Spreu vom Weizen trennen. Viele Unternehmen arbeiten nicht profitabel und werden sich mittelfristig mit ihrem Geschäftsmodell am Markt nicht etablieren können. Einige Start-ups wie Knip kämpfen aktuell um ihre Anschlussfinanzierung. Andere wie Avuba und Cookies mussten sich bereits wieder aus dem Markt zurückziehen. Auf die Fintech Group trifft dies nicht zu. Das Frankfurter Unternehmen ist profitabel, wächst stark und wird von einem professionellen Team geführt. Der Titel gehört zu den aussichtsreichsten Fintech-Aktien in Europa. Der Online-Broker Flatex war vor einigen Jahren noch defizitär, mittlerweile gilt er als sehr profitabel und ist auf Expansionskurs. Man erhofft sich bei der Fintech Group weitere positive Effekte durch den Brexit. Viele Banken sind auf der Suche nach einer passenden Infrastruktur in Deutschland.

Wer steckt hinter der Holding?

Die Frankfurter Fintech Group AG bedient mit dem Online-Broker Flatex Endkunden. Daneben ist der innovative Finanzdienstleister mit seinen Tochterfirmen Xcom und Biw Bank ein Partner für andere Banken und Finanzanbieter im Bereich Technologie und Outsourcing. Des Weiteren wurden strategische Allianzen geknüpft, wie zum Beispiel mit Morgan Stanley für den Markt der strukturierten Produkte. Gemeinsam mit Rocket Internet gibt es ein Projekt zum Aufbau einer digitalen Bank. Dabei nutzt Rocket Internet sowohl Haftung als auch Technik der Fintech Group. In den nächsten Jahren soll Flatex in weiteren europäischen Ländern Kunden gewinnen.

Außerdem verfügt das Unternehmen über eine Vollbanklizenz, was bei Fintechs eine Ausnahme darstellt. Die Digitalisierung hat in der Finanzwirtschaft gerade erst begonnen und wird in den kommenden Jahren rasant an Bedeutung gewinnen. Es wird daher mit einer steigenden Nachfrage nach dem Expertenwissen des Fintechs in dem Bereich gerechnet. Die Struktur innerhalb des Konzerns wird gerade durch das Verschmelzen von Tochterunternehmen vereinfacht.

Die Führung der Gruppe kennt sich mit Banking und Finanzen bestens aus. Der Vorstandschef Frank Niehage kennt das Business aus dem Effeff von seinen Stationen bei der Commerzbank, der UBS und Bank Sarasin. Der Aufsichtsrat wird von Martin Korbmacher geführt, der früher für die Credit Suisse das Investmentbanking geleitet hat.

Immobilienfonds

Immobilienfonds – mit geringen Beträgen in Immobilien

Immobilienfonds sind Investmentfonds, die in Immobilienobjekte investieren. Sie ermöglichen es den Käufern, sich mit geringen Mitteln an Immobilien zu beteiligen. Kapitalanlagegesellschaft (KAG) verwalten diese Fonds treuhänderisch. Nach dem Investmentgesetz bilden Immobilienfonds ein geschütztes Sondervermögen.

Arten von Immobilienfonds

Immobilienfonds existieren als offene und geschlossene Fonds. Bei diesen offenen Fonds erhalten Investoren die Möglichkeit, nach Einhaltung bestimmter steuerlicher Voraussetzungen, ihre Anteile an die Fondsgesellschaft zurückzugeben. Darüber hinaus können Fondsmanager offener Fonds in eine unbegrenzte Anzahl Immobilien investieren. Kapitalanlagegesellschaften emittieren geschlossene Immobilien-Fonds vorrangig zur Finanzierung einer bestimmten Immobilie, sozusagen im Sinne einer Gemeinschaftsfinanzierung. Investoren haben hier jedoch nicht die Möglichkeit, ihre Anteile an die Fondsgesellschaften zurückzugeben. Die Fondsgesellschaften schließen eine Rücknahme der Fondsanteile aus. Geschlossen Fonds sind aufgrund der zukünftigen Mieteinnahmen und Gewinne, die eine Investition in geschlossene Immobilienfonds interessant machen. Ein Verkauf der Fondsanteile ist nur auf dem Sekundärmarkt möglich, wenn sich ein interessierter Käufer findet. Je nachdem für welche Zielgruppe die Investmentgesellschaften diese Fonds auflegen, unterscheiden Fondsgesellschaften zwischen Publikums- und Spezialfonds. Eine Investition in Publikumsfonds steht für jedermann offen zur Verfügung. Spezialfonds sind einem begrenzten, voranging institutionellen, Investorenkreis vorbehalten.

Die Immobilienprojekte

Der offene Immobilienfond investiert vorrangig in verschiedene Großprojekte und Luxusimmobilien. Einkaufszentren gehören zu den beliebtesten Investitionsobjekten bei diesen Fonds. Auch Beteiligungsgesellschaften an Immobilien können hierunter fallen. In jüngster Zeit werden zudem lukrative Immobilien-Fonds am Markt angeboten, die in Wohnimmobilien investieren. Da Fondsmanager in einem offenen Immobilienfonds verschiedene Objekte zusammenfassen, verteilt sich das Risiko der Anlage auf mehrere Immobilien. Stellt sich eine Immobilie als Fehlinvestition heraus, bezweckt das Fondsmanagement damit, dass die anderen Fondsimmobilien diesen Verlust auffangen und bestenfalls ausgleichen. Dies fällt unter den Begriff Diversifikation. Daher ist über einen offenen Immobilienfonds eine diversifizierte Anlage in Immobilien möglich.

Oft steht beim Kauf eines geschlossenen Fonds mit Immobilien das genaue Objekt der Investition noch nicht fest. Hier beschreiben die Fondsmanager anhand von Kriterien, in welche Art von Immobilie die Investition gehen wird. In ihrer Natur sind geschlossene Immobilienfonds daher risikoreicher als offene Fonds.

Geschütztes Sondervermögen

Die KAG ist dafür verantwortlich, den Immobilienfonds aufzulegen und ihn als Sondervermögen zu verwalten. Der Gesetzgeber trennt Sondervermögen rechtlich von dem Vermögen der Kapitalanlagegesellschaft. Dies ist im Falle einer Insolvenz der KAG wichtig, da Sondervermögen nicht in die Konkursmasse der KAG fällt. Dies bedeutet, Sondervermögen dient nicht dazu, die Schulden der KAG zu begleichen. Damit ist das Fondsvermögen rechtlich geschützt und das Emittentenrisiko dieser Anlage ausgeschaltet.

Beteiligung über Fondsanteile

Wer sich in Immobilienfonds engagieren möchte, kauft über die Hausbank Fondsanteile von der Fondsgesellschaft. Alternativ ist es möglich, börsengehandelte Fondsanteile über einen Broker an der Börse zu kaufen. Fondsanteile können zu geringen Beträgen erworben werden und stellen einen bestimmten Prozentsatz am Gesamtfonds dar. Rechtlich gesehen fallen Fondsanteile in die Kategorie der Wertpapiere.

Risiken bei diesen Fonds

Immobilieninvestitionen über Fonds auf Immobilien bergen einige Risiken. Zum einen können Liquiditätskrisen bei offenen Immobilien-Fonds auftreten, wenn in Krisenzeiten Anleger ihr Kapital vermehrt zurückfordern. Zu hohe Liquiditätsreserven können jedoch ebenfalls der Renditeentwicklung schaden. Auch Fremdwährungsgeschäfte haben in der Vergangenheit die Performance von Immobilienfonds belastet. Bei geschlossenen Immobilien-Fonds wirkt sich oft die fehlende Möglichkeit der Rückgabe nachteilig aus, vor allem dann, wenn die Fondsentwicklung nicht den Wünschen entspricht.zu Fonds

Aktienfonds

Aktienfonds – Stark und Sicher im Fonds

Ein Aktienfonds sollte im Portfolio für den Aufbau von privatem Vermögen nicht fehlen. Wer regelmäßig einen festen Betrag in einen Aktienfonds investiert, baut über einen Anlagezeitraum von mehreren Jahren schon mit geringen Monatsbeiträgen ein kleines Vermögen auf. Hinzu kommt, dass Aktienfonds im Vergleich zu anderen Geldanlagen eine attraktive Rendite erzielen. Doch wie funktionieren Aktienfonds? Warum ist die Rendite eines Aktienfonds höher als die Verzinsung von Tages- oder Festgeldern? Und wie sieht es eigentlich mit der Sicherheit aus, wenn die Aktienkurse wieder einmal stark schwanken und sogar fallen?

Ein Aktienfonds besteht aus vielen Einzelaktien

Vereinfacht gesagt besteht ein Aktienfonds aus einer Vielzahl von einzelnen Aktien. Je nach Branche oder Region gibt es sehr unterschiedliche Aktienfonds. Beispielsweise kann in Fonds ausschließlich in Aktiengesellschaften in Deutschland oder in anderen einzelnen Ländern investieren. Er kann sich aber auch aus Unternehmen in Europa, in den USA, in Asien oder in der ganzen Welt zusammensetzen. Nicht selten konzentriert sich das Investment auf eine bestimmte Branche wie zum Beispiel auf Pharmawerte, auf Immobilien oder auf Finanzwerte. Als Anleger hat man eine große Auswahl und sollte sich genau informieren, welcher Fonds zum persönlichen Anlageziel passt. Aufgrund des breiten Angebots dürfte jeder Anleger den richtigen Fonds für sich finden.

Attraktive Renditen als wichtigstes Merkmal

Aktien gelten seit jeher als Investment mit einem enormen Gewinnpotenzial. Natürlich kann der Aktienkurs eines einzelnen Papiers sehr stark schwanken. Wer sein gesamtes Vermögen in einen „todsicheren Tipp“ einbringt und in eine einzige Aktie investiert, muss bei einem Kursrutsch damit rechnen, dass er innerhalb kürzester Zeit sehr viel Geld verliert. Diese Wertschwankungen haben Aktien den Ruf eines gefährlichen Investments eingetragen. Trotzdem belegen Studien, dass es in der Vergangenheit keine Geldanlage mit einer ähnlich hohen Rendite gibt, in die Privatanleger mit überschaubaren Beträgen investieren können. Letztlich steigen die Kurse bei einem mittel- bis langfristigen Anlagezeitraum immer an, wie die Beobachtungen aus den letzten Jahrzehnten zuverlässig gezeigt haben. Wer sich also nicht mit den sehr überschaubaren Verzinsungen von Tages- und Festgeldern zufrieden geben will, sollte mindestens einen Teil seines Vermögens durch Aktienfonds aufbauen.

Die Frage nach der Sicherheit

Die Finanz- und Bankenkrise der Jahre 2008 und 2009 ist vielen privaten Anlegern noch heute in schlechter Erinnerung geblieben. Wer zu diesem Zeitpunkt in Aktien investiert hatte, musste durch die stetigen Kurssenkungen mit enormen Verlusten rechnen. Bis heute stehen Aktien deshalb eher in dem Ruf, für private Anleger mit einem hohen Sicherheitsbedürfnis nicht geeignet zu sein. Bei Einzelaktien mag diese Einschätzung korrekt sein. Etwas anders sieht es bei Aktienfonds aus. Hier sind die Aktien von mehreren Unternehmen zusammengefasst. Während eine Aktie fällt, steigt die andere. So gleicht sich das Risiko von Wertschwankungen aus. Dieses Prinzip bezeichnet man als Risikostreuung, denn der Anleger verteilt das Risiko von Kursverlusten auf mehrere Unternehmen. Es ist letztlich unwahrscheinlich, dass alle Aktien im Fonds gleichzeitig fallen. In der Verteilung des Wertschwankungsrisikos liegt eine wichtige Ursache, warum Aktienfonds bei einem überschaubaren Risiko eine attraktive Rendite bringen.

So erkennt man einen Top Fonds

Um aus der Vielzahl der Aktienfonds auf dem Markt den passenden Fonds zu finden, orientiert man sich zunächst an den Kosten. Der Ausgabeaufschlag ist das wichtigste Kriterium, er schwankt bei den meisten Fondsgesellschaften zwischen zwei und fünf Prozent des eingezahlten Betrags. Wer regelmäßig über viele Jahre investiert, muss also mit erheblichen Kosten rechnen. Viele Banken führen immer wieder Sonderaktionen durch, bei denen sie einen Fonds vorübergehend ohne Ausgabeaufschlag anbieten. Ein weiteres Kriterium bei der Fondsauswahl ist die Performance der letzten Jahre. Wer sich dann noch für einen Aktienfonds entscheidet, der von anerkannten Ratingagenturen wie Morning Star mit der Bestnote von fünf Sternen ausgezeichnet wurde, hat bei der Suche nach dem besten Fonds alles richtig gemacht.zu Fonds

Apple übernimmt Deutsches Unternehmen

Apple übernimmt SensoMotoric Instruments

Im Juni dieses Jahres übernahm US-IT-Riese Apple das deutsche Eye-Tracking-Unternehmen SensoMotoric Instruments. Die Übernahme sei jedoch laut Medienberichten nicht direkt geschehen. Vielmehr wurde das deutsche Unternehmen von einer Briefkastenfirma geschluckt, welche von Apple betrieben werden soll. Informationen, welche zuvor auf der Website des Unternehmens bezogen werden konnten, seien zudem seit der Übernahme verschwunden. Zu diesen zählen Informationen bezüglich Produkte, Workshops und Jobs sowie Kontaktmöglichkeiten. Die Frage zum Fakt: Apple übernimmt das deutsche Eye-Tracking-Unternehmen. Warum gerade diese Firma, war zum Zeitpunkt der Eingliederung in Apple nicht bekannt.

Zahlreiche Übernahmen in den letzten Jahren

Die Übernahme eines deutschen Unternehmens dürften Branchenkenner wenig wundern. Apple neigte in den letzten Jahren verstärkt dazu, zahlreiche Unternehmen zu übernehmen. Diese kamen aus verschiedenen Bereichen, wie etwa auch aus der Augmented Reailty wie das deutsche Unternehmen SensoMotoric Instruments. Im Jahr 2015 erwarb Apple das deutsche Unternehmen Metaio. Dieser folgte nun das Berlinger Eye-Tracking-Unternehmen. SensoMotoric Instruments ist für seine Soft- und Hardware für den Bereich des Eye Tracking bekannt. Der Spezialist auf diesem Gebiet setzt auf Technologien, welche die Augenbewegungen erkennen und zugleich Bewegungen der Augen ausführt. Die Technik ist vielseitig einsetzbar, sodass sie unter anderem in den Gebieten rund um Virtual Reality sowie Augmented Reality verwendbar ist.

Heimlicher Kauf

Der Kauf von SensoMotoric Instruments geschah allerdings nicht direkt. Anscheinend wurde das Unternehmen von einer Briefkastenfirma geschluckt, welche von Apple geleitet wird. Handfeste Beweise für die geheime Übernahme existieren in Form von verschiedenen Dokumenten. Dass der Kauf tatsächlich durch Apple getätigt wurde, bestätigte der US-IT-Riese später. Hierbei kam die übliche Floskel „Apple kauft von Zeit zur Zeit kleinere Unternehmen, ohne näher über den Sinn und Zweck zu sprechen.“ Angegeben. Als der Kauf bekannt wurde, reagierte das deutsche Unternehmen augenblicklich. Wichtige Informationen, welche zuvor über die Unternehmenswebsite bezogen werden konnten, wurden entfernt. Zu diesen zählen detaillierte Produktinformationen, Informationen zu Workshops und Jobs. Auch die Kontaktmöglichkeiten wurden beseitigt.

Möglicherweise eigene AR-Brille in Planung

Weshalb genau das deutsche Eye-Tracking-Unternehmen übernommen wurde, ist nicht bekannt. Jedoch sehen Experten die Tatsache, dass Apple stark in Richtung AR bzw. VR geht. Mittels eines ARKit präsentierte Apple kurz vor dem Kauf eine Augmented Reality Plattform. Gerüchten zufolge soll Apple sogar an seiner eigenen AR-Brille arbeiten. Dennoch ist der IT-Riese zurzeit noch nicht in der Lage, dieses Vorhaben alleine in die Tat umzusetzen. SensoMotoric Instruments aber ist ein Experte auf dem Gebiet des Eye Trackings und könnte somit der notwendige Baustein sein, um den Plan Realität werden zu lassen.

Indirekte Bestätigung durch Apple

Obwohl der Kauf von SensoMotoric Instruments durch eine Briefkastenfirma bekannt wurde, erfolgte selbst nach der Übernahme keine offizielle Bestätigung. Lediglich eine indirekte Bestätigung durch Apple bestätigte, dass SensoMotoric Instruments offiziell übernommen wurde. Obwohl das Vorgehen untypisch für den IT-Riesen ist, passt das deutsche Unternehmen gut in die Unternehmenspraxis. Apple plant schon seit längerer Zeit, Augmented Reality in seine Produkte einzubauen, umso virtuelle Objekte in realer Umgebung einblenden zu können. Bisher gelang dies jedoch nur gering mit ARKit. Die Umsetzung einer eigenen AR-Brille oder gar der Einbau von AR-Technologie in Apple-Produkte könnte ein weiterer, größer Schritt für das Unternehmen bedeuten.