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Chancen in der Krise
Anhaltend nervös und uneinheitlich präsentierten sich die Aktienbörsen in den vergangenen Wochen. Die Anleger sind nach wie vor unsicher, wie weit und wie tief die Weltwirtschaftskrise Auswirkungen haben wird. Die hauptsächlichen Problembranchen sind die Automobilindustrie und ihre Zulieferer sowie die Banken. Die Autobranche wäre wohl auch ohne Finanzkrise unter Druck gekommen, da sich inzwischen Überkapazitäten in einer Größenordnung von 20 – 25% zeigen, die wohl ohnehin über die Zeit hätten abgebaut werden müssen. Bei den Banken herrscht nach wie vor Unsicherheit über die Werthaltigkeit der Vermögensgegenstände wie Anleihen und Kredite. Es ist noch nicht einmal deutlich, welcher Teil der Bankaktiva tatsächlich dauerhaft starke Werteinbußen zu verzeichnen hat und welcher Teil lediglich illiquide ist und durchaus gute Aussichten auf Erholung hat. Bei den übrigen Branchen ist die Situation ziemlich nebulös. Die meisten Unternehmen halten sich mit konkreten Aussagen zurück. Ihre bisherige Situation ist in vielen Fällen gar nicht so schlecht; sie scheuen nur vor konkreten Aussagen zurück, weil allerorten von einem starken Wirtschaftsabschwung die Rede ist, unabhängig, ob sie davon selbst deutlich betroffen sind oder nicht. Die Marktentwicklung wird voraussichtlich weiterhin volatil bleiben, bietet aber auch sehr gute Einstiegschancen bei ausgewählten Einzeltiteln.
| Datum | Di, 17.02.2009 | |
| Quelle | ndac |